Mikkos Album des Monats

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  • #10768939  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

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    Beiträge: 0

    Ich habe sie bei Dodo Beach erstanden. Gefällt mir sehr gut, fein arrangiert.

    Mir gefällt die bedingungslose Reminiszenz an die musikalischen Vorbilder und das Lebensgefühl.  In einer anderen Zeit wären wenigstens drei Hits auf der Platte.

     

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    #10769009  | PERMALINK

    mikko
    Moderator
    Moderator / Juontaja

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    Beiträge: 34,409

    Die Platte bekommt man wahrscheinlich nur bei den einschlägigen Mail Order Anbietern oder direkt beim Label oder der Band.

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    Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing! - Die nächste Guitars Galore Rundfunk Übertragung ist am Donnerstag, 19. September 2019 von 20-21 Uhr auf der Berliner UKW Frequenz 91,0 Mhz, im Berliner Kabel 92,6 Mhz oder als Livestream über www.alex-berlin.de mit neuen Schallplatten und Konzert Tipps! - Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist am Dienstag, 17. September 2019 von 20 - 21 Uhr mit US Garage & Psychedelic Sounds der Sixties!
    #10769155  | PERMALINK

    kinkster
    Private Investigator

    Registriert seit: 12.10.2012

    Beiträge: 13,742

    Hi mikko, beim Label soweit ich sehen konnte noch nicht gelistet aber an Dodo‘s Strand gesichtet da werde ich mal zuschlagen.

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    Meanwhile, back on the Block.
    #10811497  | PERMALINK

    mikko
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    Moderator / Juontaja

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    Beiträge: 34,409

    Album des Monats Mai 2019

    The Mystery Lights – Too Much Tension! (Wick Records)

    Besetzung:

    Mike Brandon – guitars, vocals
    L.A. Solano – guitars, vocals
    Alex Q. Amini – bass
    Zach Butler – drums

    Trackliste:

    A1 Synthtro 0:46
    A2 I’m So Tired (Of Living In The City) 2:32
    A3 Can’t Get Through To My Head 2:43
    A4 Someone Else Is In Control 1:53
    A5 Goin‘ Down 2:37
    A6 Wish That She’d Come Back 4:17
    B1 Thick Skin 4:08
    B2 Too Much Tension 2:16
    B3 Watching The News Gives Me The Blues 3:37
    B4 It’s Alright 2:51
    B5 Traces 3:29

    Was soll Ich sagen? Die Erwartungen an dieses zweite Album der jungen Band aus New York waren riesengroß. Zu groß vielleicht. Ok, es ist wohl nicht ganz so manisch überbordend im Sound wie das Debüt. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, je öfter ich diese LP nun höre, desto besser gefällt sie mir. Die Tracks sind kurz und knackig. Die Sounds sind eigentlich sogar noch ausgefeilter und abwechslungsreicher als beim Debüt. Und obwohl die Band ganz sicher ihre Wurzeln nach wie vor in der zweiten Hälfte der Sixties geschlagen hat, erinnert die eine oder andere Arrangement Idee auch an Nick Waterhouse und noch weiter zurück zu suchende Vorbilder. Fifties Trash und Sci-Fi Sounds aus B-Movies werden da verarbeitet. Diese Platte ist anders als das Debüt, aber sie ist auf keinen Fall schlechter. Zu dieser Erkenntnis bin ich inzwischen gekommen. Manches hier evoziert gar den New Yorker Underground der mittleren Siebziger, Suicide oder Television anyone? Vielleicht ist es ja das, was die Puristen abschreckt. Für mich wird die LP dadurch aber noch spannender und liebenswerter. Und dann fällt mir auch Roky Erickson ein, der legendäre Urvater des psychedelischen Gitarrenklangs, der ja leider gerade erst verstorben ist in seiner texanischen Heimat im Alter von 71 Jahren. Auch seine erste Band The Thirteenth Floor Elevators hat Spuren hinterlassen im Songwriting und auch im Klangbild dieser LP der New Yorker Youngster. Die Platte beginnt mit einem „Synthro“ von 46 Sekunden, das eine Art Sci-Fi Soundtrack ist. Danach folgen dann pro LP Seite fünf Tracks ganz unterschiedlicher Art im oben beschriebenen Klangspektrum und mit einer durchschnittlichen Länge von knapp drei Minuten. Lediglich das schon vorab als Single erschienene „Thick Skin“ und der Closer der A-Seite „Wish That She’d Come Back“ sind etwas länger als vier Minuten. In den Songs geht es mehr oder weniger um die üblichen Themen der Pop Musik, Girls, Boys und ihr nicht immer ungetrübtes Verhältnis zueinander. Aber das Wichtigste hier ist eh die Musik. ****

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    #10811501  | PERMALINK

    fevers-and-mirrors

    Registriert seit: 28.11.2004

    Beiträge: 899

    Sehr schön.

     

    Mir gefällt der Zweitling auch, aber das Debüt höre ich doch noch besser, aufregender.

    --

    #10811503  | PERMALINK

    august-ramone
    Ich habe fertig!

    Registriert seit: 19.08.2005

    Beiträge: 51,070

    Liest sich ausgezeichnet, Mikko! Bestellt! Thx!

    --

    http://www.radiostonefm.de/ Wenn es um Menschenleben geht, ist es zweitrangig, dass der Dax einbricht und das Bruttoinlandsprodukt schrumpft.
    #10811519  | PERMALINK

    gipetto

    Registriert seit: 04.02.2015

    Beiträge: 8,421

    Vielen Dank für Dein Review, lieber @mikko! Mir erging es ähnlich, und ehrlich gesagt war ich nach dem ersten Hören sogar regelrecht enttäuscht. Too Much Tension! entpuppt sich aber auch hier als echter „Grower“, der ein paar Durchläufe und die entsprechende Zeit benötigt, um sacken zu können. Und das ist wohl auch der wesentliche Unterschied zum Debüt, bei dem sich jeder Takt sofort und unmittelbar in Ohren und Hirn gefressen hat. Ja, die Mystery Lights haben einen guten und sehr facettenreichen Zweitling nachgelegt, doch das Debüt, das für mich allerdings auch die absolute Kaiserplatte des 60er Garagen-Revivals darstellt, bleibt unerreicht.

    @august-ramone
    Sehen wir uns am 23.09. in Hannover zum Konzert? Oder schaust Du sie Dir am 07.09. in Hamburg an?

    --

    Gipettos Klamottenkiste #10: Psychedelic Summer Breeze am 28.05.2020 um 21 Uhr auf Radio StoneFM
    #10811613  | PERMALINK

    kinkster
    Private Investigator

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    Beiträge: 13,742

    @mikko mal wieder ein guter Tipp, herzlichen Dank.

    --

    Meanwhile, back on the Block.
    #10834903  | PERMALINK

    mikko
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    Album des Monats Juni 2019

    Peter Perrett – Humanworld (Domino)

    Besetzung:

    Peter Perrett – vocals, rhythm guitar
    Jake Woodward – drums
    Peter Perrett Jr. – bass
    Jamie Perrett – guitars, vocals
    Jenny Maxwell – electric viola, microkorg, backing vocals
    Lauren Moon – keyboards, drums, backing vocals

    Trackliste:

    A1 I Want Your Dreams 2:38
    A2 Once Is Enough 2:33
    A3 Heavenly Day 3:12
    A4 Love Comes On Silent Feet 2:23
    A5 The Power Is In You 2:55
    A6 Believe In Nothing 3:22
    B1 War Plan Red 3:50
    B2 48 Crash 2:10
    B3 Walking In Berlin 2:48
    B4 Love’s Inferno 3:06
    B5 Master Of Destruction 3:15
    B6 Carousel 2:59

    2017 meldete sich der Sänger der Only Ones nach längerer Auszeit zurück mit einem ganz wunderbaren Album „How The West Was Won“. Ein gelungenes Alterswerk von erstaunlicher Kohärenz. Mein Album des Jahres 2017. Das hier ist nun quasi die Fortsetzung. Wieder eine absolut gelungene Langspielplatte mit 12 Tracks, keiner länger als vier Minuten. Wieder schöne, warme Melodien, Texte erfüllt von Altersmilde und Altersweisheit. Dieses Album spricht mir absolut aus der Seele. In weiten Teilen eine Mischung aus Leonard Cohen und Lou Reed. Hier und da scheinen Reminiszenzen an bravouröse Zeiten mit The Only Ones auf. Power Pop at its best hören wir in diesen Momenten. Was ich gar nicht erwartet hatte und kaum zu hoffen wagte, diese Platte ist sogar noch besser als ihre Vorgängerin. Noch kohärenter, stimmiger, ausgewogener. Peters Stimme ist natürlich unverwechselbar. Inzwischen erinnert sie noch mehr an die von Bob Dylan. Erstaunlich kraftvoll klingt sie, wenn man bedenkt, dass der Mann zeitweise keinen Song zuende brachte, ohne zwischendurch unter die Sauerstoffmaske zu müssen. So kaputt waren seine Lungen durch jahrenlangen Drogenkonsum. Musikalisch ist diese Platte sowas von ausgewogen. Zwischen Power Pop wie gesagt, typischer spätsiebziger New Wave Attitüde und zeitlosem Singer/Songwritertum changiert das Spektrum der Songs und Arrangements. Seine beiden erwachsenen Söhne sind natürlich wieder dabei. James Perrett singt sogar die Hauptstimme bei „Master Of Destruction“, und er klingt verdammt ähnlich wie sein Vater. „Heavenly Day“ ist Peter Perretts „Perfect Day“. Diese ständigen Lou Reed Vergleiche mögen ungerecht sein, sie drängen sich aber immer wieder auf. So auch bei dem ganz warmherzigen wie bittersüßen „Carousel“ am Ende des Albums, das mit akustischen Gitarren und Streichern sanft untermalt dennoch eine psychedelisch technoide Komponente durch diverse Effekte bietet. Überhaupt ist die Platte klug und abwechslungsreich arrangiert und produziert. Auch hier waren Peters Söhne federführend beteiligt. Klassische Bandbesetzung mit Gitarre, Bass, Drums; dazu immer wieder unerwartete, sparsam doch songdienlich eingesetzte Sounds aus Synthies oder ähnlichen Hilfsmitteln, mal unheimlich, mal verträumt sphärisch. Ich liebe dieses Album. Es vereint aufs Schönste so vieles, was ich an Pop Musik mag. *****

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    #10834907  | PERMALINK

    august-ramone
    Ich habe fertig!

    Registriert seit: 19.08.2005

    Beiträge: 51,070

    Tolle Beschreibung eines großen Fans der Scheibe. Thx Mike.
    Läuft hier auch seit einigen Tagen, ich bin ebenfalls begeistert.

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    http://www.radiostonefm.de/ Wenn es um Menschenleben geht, ist es zweitrangig, dass der Dax einbricht und das Bruttoinlandsprodukt schrumpft.
    #10835015  | PERMALINK

    kinkster
    Private Investigator

    Registriert seit: 12.10.2012

    Beiträge: 13,742

    august-ramoneTolle Beschreibung eines großen Fans der Scheibe. Thx Mike.
    Läuft hier auch seit einigen Tagen, ich bin ebenfalls begeistert.

    Dem kann ich mich nur anschließen sehr schön beschrieben, wenn ich es nicht schon ein paar Tage hätte würde ich es mir sofort kaufen wollen.

    --

    Meanwhile, back on the Block.
    #10859573  | PERMALINK

    mikko
    Moderator
    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,409

    Album des Monats Juli 2019

    Paul Orwell – Smut (Heavy Soul)

    Besetzung:

    Paul Orwell – vocals, all instruments

    Trackliste:

    A1 Use Me
    A2 Son Of A Loaded Gun
    A3 Hot Air – Loud Noise
    A4 Hot Bitch
    A5 I’ll Be Your Murderer
    A6 Speak Of The Devil
    B1 Save My Soul
    B2 Hey Hey Junkie
    B3 Out Of Here
    B4 Dinosaur Out Of Me
    B5 Out Of Love
    B6 Hello Apollo

    Das dritte Album von Paul Orwell aus London. Die erste LP vor vier Jahren war noch stark von britischem R&B und Freakbeat beeinflusst. Eine tolle Platte übrigens nach wie vor! Ein Jahr später dann die zweite LP, ein reines Instrumentalalbum, sehr orgellastig und noch immer in der Tradition englischer Vorbilder aus den Sixties. Nun also die dritte LP. Wieder hat Paul alle Songs selbst geschrieben, alles selbst eingespielt und gesungen und auch produziert. Zwei Tracks gab es schon letztes Jahr als Singles, „I’ll Be Your Murderer“ und „Speak Of The Devil“. Aber wenigstens die Single B-Seiten sind nicht auf der LP gelandet. Ich weiß ja nicht, wer bei Discogs die Stilangaben hinschreibt. Kann wahrscheinlich jeder registrierte User machen. Dort steht jedenfalls eine ganze Menge: Acid Rock, Beat, Blues Rock, Garage Rock, Indie Rock, Power Pop, Psychedelic Rock, Stoner Rock. Das Drollige ist, irgendwie stimmt das alles. Ich würde vielleicht sogar noch Glam Rock hinzufügen und dafür Blues Rock eher in Klammern setzen. Na ja, Indie Rock ist natürlich Unsinn. Was für ein Stil soll das sein? Was auf jeden Fall auffällt, Paul hat sein Spektrum erweitert. Er ist sozusagen in den Seventies angekommen. Und je öfter ich die LP höre, desto besser gefällt sie mir. Vielleicht nicht ganz so gut wie das Debüt, aber da hängt die Latte eh sehr hoch. Songs schreiben kann er nach wie vor, der Mister Orwell. Der eine oder andere Ohrwurm ist hier dabei. Seine sound- und studiotechnischen Möglichkeiten hat er noch ausgebaut, so klingt es. Dass er das alles ganz alleine stemmt, ist schon eine beachtliche Leistung. Mit dem Opener „Use Me“ macht er sogar einen kleinen Ausflug in die Fifties, oder vielleicht eher noch in die Gefilde des Fifties Trash, wie er von den Cramps u.a. ab Ende der Siebziger vorgeführt wurde. Die Innenseiten des Klappcovers der LP weisen in eine ähnliche Richtung mit der Collage von Trash Pin-Ups. Dann mit „Son Of A Loaded Gun“ geht es aber in Richtung Power Pop oder eher noch Pub Rock so um die Wende 1969/70. Und es geht so ähnlich weiter. „Hot Bitch“ könnte allerdings genauso von Lou Reed oder etwa Iggy Pop sein. „I’ll Be Your Murderer“ und „Speak Of The Devil“ stehen vielleicht noch am ehesten in der Freakbeat und Psychedelic Tradition des Debütalbums. Auf der zweiten Seite geht es los mit „Save My Soul“, das, wenn es etwas heavier gespielt würde, auch von Bands wie Spooky Tooth oder Atomic Rooster sein könnte. Und es geht weiter mit an die frühen Siebziger erinnernden Klängen und Melodien. Selbst Elton John oder gar Status Quo kommen mir kurz in den Sinn. Dann bei „Out Of Love“ muss ich doch einen Moment an Blues Rock denken und an Free. Aber natürlich macht Paul Orwell sein ganz eigenes Ding hier. Mit „Hello Apollo“ wandelt er auf den Spuren von Major Tom, um sie dann aber ganz schnell wieder zu verlassen und in einen halbwegs sicheren Glam Rock Hafen zu steuern. Tolle Platte wie gesagt. *****

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    #10879627  | PERMALINK

    mikko
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    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,409

    Album des Monats August 2019

    The See No Evils – Out Of The Shadows (Heavy Soul)

    Besetzung:

    Ian Burton – Vocals
    Paul Jackson – Guitar
    Owen Findley – Bass
    David Pace – Drums

    Trackliste:

    A1 Hold On 02:51
    A2 You Got The Flame 03:18
    A3 Blue Skies 02:44
    A4 All That I Know 04:19
    A5 She’s My Kinda Girl 03:53
    B1 You 02:54
    B2 Feed Your Mind 03:15
    B3 Close The Door 03:31
    B4 The Love Has Gone Away 03:23
    B5 Bleed 03:57
    B6 Falling 04:09

    Das zweite Album der Band aus Leeds ist das nun. Eigentlich hat sich stilistisch nicht viel verändert. Zu hören sind nach wie vor Fifties Rock’n’Roll, Sixties Mod Beat und auch ein wenig Psychedelia. Nicht wirklich neu, aber doch stärker wahrnehmbar ist jetzt auch New Wave Sound der späten Seventies und frühen Eighties. Ganz überwiegend uptempo Songs sind das hier. Elf Tracks insgesamt, allesamt freundlich, positiv gestimmt und kaum einer länger als vier Minuten. Im Vergleich zum Debüt klingt diese Platte beinahe etwas zu gut gelaunt und zu durchgängig fröhlich. Dieses meist recht klare, saubere Gitarren Geklingel dürfte durchaus noch öfter von einem schrägen oder wenigstens etwas wilderem Akkord unterbrochen werden. Der Opener „Hold On“ geht da mit gutem Beispiel voran. Und bei „Feed Your Mind“ scheppert es ja ganz anständig. Doch die Mischung aus Sixties Garage Pop und Spät-Seventies New Wave Beat ist schon ok. Der letzte Track „Falling“, den es vorab auch schon als Single gab, ist dann am deutlichsten von Joy Division oder Cure beeinflusst. Wobei auch hier die gute Laune der Musik davor weiterhin dominiert. Insgesamt fehlen ein paar wirklich herausragende Songs. Vielleicht muss ich die Platte aber auch noch etwas häufiger anhören. ***1/2

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