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AutorBeiträge
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miles davis, live in europe 1969 / the lost quintet (1969/ 2013/ 2019)
live-material vom lost quintet, um die aufnahmen von BITCHES BREW herum, und es ist bezeichnend, dass überall fehler passieren: der antibes-auftritt ist total übersteuert, auf dem stockholm-dokument ist das e-piano kaputt (was zu einer schönen aktualisierung der vorband mit hancock/carter/williams führt, weil corea ans akustische klavier wechselt und sie „nefertiti“ pielen), auf der inoffiziellen ausgabe des radiomitschnitts aus rotterdam rasselt das alte tonband. die band, hyperaktiv am anfang, am ende in einer interessanten trance zwischen freier improvisation und rock-ostinati, findet live nie ganz zu einer festen form, die studioexperimente sind nicht übersetzbar, alles fliegt ein bisschen auseinander, miles ist dabei sehr klar, shorter oft auf eine drängende art ausbrechend, als würde er ohne mikrofonierung ein lost bespielen. die dvd mit dem berlin-auftritt schaue ich vielleicht später noch.
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miles davis, complete bitches brew sessions / complete jack johnson sessions
ich gehe mal wieder verloren in den rasch sich verändernden texturen der studioaufnahmen 69/70, zuerst die erste sitar-phase (direkt nach der euopa-tournee, bis januar 1970), dann die experimentellen funk-stücke, die z.t. in JACK JOHNSON verwertet wurden. die langen unisono-arien (orange lady, lonely fire, guinnevere, recollections), zu denen – neben coreas immer experimentelleren keyboards – gleichzeitig (!) sitar und brasilianische cuica (balakrishna und moreira) dazukommen, in langsamer verdichtung und dramatisierung, fast ohne bläser-soli. dann plötzlich die rock-vamps mit funkschlagzeug, der „raunchy shit“ (miles) von mclaughlin, und die störgeräusche von corea und sonny sharrock – und plötzlich ist wieder raum für lange soli. wie schnell sich das ändert, und so geht das ja auch weiter, der funk wird immer trockener (go ahead john), und dann kommen plötzlich amazonische luftnummern (pascoal), gospel feel (jarrett, bartz) und die elektrische sitar (balakrishna), die klanglich aber zwischen sharrock und cosey sitzt. (ich versuche zwischendurch immer wieder mal, mehr über balakrishna [carl barrows] herauszufinden, aber das ist dann mal was für den miles-thread.)
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vorgarten

miles davis, live in europe 1969 / the lost quintet (1969/ 2013/ 2019)
live-material vom lost quintet, um die aufnahmen von BITCHES BREW herum, und es ist bezeichnend, dass überall fehler passieren: der antibes-auftritt ist total übersteuert, auf dem stockholm-dokument ist das e-piano kaputt (was zu einer schönen aktualisierung der vorband mit hancock/carter/williams führt, weil corea ans akustische klavier wechselt und sie „nefertiti“ pielen), auf der inoffiziellen ausgabe des radiomitschnitts aus rotterdam rasselt das alte tonband. die band, hyperaktiv am anfang, am ende in einer interessanten trance zwischen freier improvisation und rock-ostinati, findet live nie ganz zu einer festen form, die studioexperimente sind nicht übersetzbar, alles fliegt ein bisschen auseinander, miles ist dabei sehr klar, shorter oft auf eine drängende art ausbrechend, als würde er ohne mikrofonierung ein lost bespielen. die dvd mit dem berlin-auftritt schaue ich vielleicht später noch.Die sehe/höre ich mir gerade an. Während der Konzertansage wirkt das Quintet so konzentriert wie vor einem Finale. Interessant deine Beobachtung, dass überall Fehler passieren (die man ja auch als weitere den Umständen geschuldete Zutaten interpretieren kann). In Berlin scheint alles zu laufen. Guter Sound, gutes Bild. Die Halle wirkt kalt und zweckmäßig. Die Saalbeleuchtung scheint an zu sein, als wäre der Gig ein langer Rausschmeißer.
wahr
vorgarten
miles davis, live in europe 1969 / the lost quintet (1969/ 2013/ 2019) live-material vom lost quintet, um die aufnahmen von BITCHES BREW herum, und es ist bezeichnend, dass überall fehler passieren: der antibes-auftritt ist total übersteuert, auf dem stockholm-dokument ist das e-piano kaputt (was zu einer schönen aktualisierung der vorband mit hancock/carter/williams führt, weil corea ans akustische klavier wechselt und sie „nefertiti“ pielen), auf der inoffiziellen ausgabe des radiomitschnitts aus rotterdam rasselt das alte tonband. die band, hyperaktiv am anfang, am ende in einer interessanten trance zwischen freier improvisation und rock-ostinati, findet live nie ganz zu einer festen form, die studioexperimente sind nicht übersetzbar, alles fliegt ein bisschen auseinander, miles ist dabei sehr klar, shorter oft auf eine drängende art ausbrechend, als würde er ohne mikrofonierung ein lost bespielen. die dvd mit dem berlin-auftritt schaue ich vielleicht später noch.Die sehe/höre ich mir gerade an. Während der Konzertansage wirkt das Quintet so konzentriert wie vor einem Finale. Interessant deine Beobachtung, dass überall Fehler passieren (die man ja auch als weitere den Umständen geschuldete Zutaten interpretieren kann). In Berlin scheint alles zu laufen. Guter Sound, gutes Bild. Die Halle wirkt kalt und zweckmäßig. Die Saalbeleuchtung scheint an zu sein, als wäre der Gig ein langer Rausschmeißer.
hab ich gestern auch noch angesehen. ich fand krass, dass das publikum da fast komplett in konservativer abendgaderobe saß – oder das waren die teuersten plätze ganz vorne, wo der kamerablick hinreichte. 1969. am ende gab es eine reihe von missgelaunten damen zu sehen. aber ich hätte diese musik damals wohl auch nicht verstanden.
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nach dem haptischen nun das akustische
ich bin dann mal weg
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Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!hat-and-beard
atomIch habe sie auf 2CD, da auf der 2LP Sunrise und Moto Grosso Feio fehlen und zwei Stücke gekürzt wurden.
Guter Hinweis, bin auch schon länger um die LP herumgeschlichen, jetzt kaufe ich die CD.
…auch hier danke für die info, überlege mir das dann noch, ob ich die lp kaufe….
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Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!vorgartenhab ich gestern auch noch angesehen. ich fand krass, dass das publikum da fast komplett in konservativer abendgaderobe saß – oder das waren die teuersten plätze ganz vorne, wo der kamerablick hinreichte. 1969. am ende gab es eine reihe von missgelaunten damen zu sehen. aber ich hätte diese musik damals wohl auch nicht verstanden.
Ich könnte mir vorstellen, dass auf Jazzfestivals viele Karten an Leute gegangen sind, die sich nicht explizit für Miles Davis interessiert haben, sondern eher allgemein für Jazz und daher mehr oder weniger zufällig beim Miles Davis Quintet gelandet sind. Ist aber vielleicht auch Quatsch.
…bei solchen events sind doch in deutschland vorne immer plätze für wer weiß nicht wen reserviert, war in den 60ern sicher nicht anders, als person des öffentlichen lebens ging man halt da hin, die geladenen machten gute miene, die verpflichteten damen die mit mussten zeigten ihre schlechte laune, die eher der verpflichtung galt als dem gehörten, und achtung, dort saßen auch leute mit gedankengut, die allein deswegen nicht hingegangen wären aber aus statusgründen mussten….ich habe die begrifflichkeiten aus den 60ern zu dieser musik und den menschen die sie machten noch im ohr….
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Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!
Phi-Psonics- The Cradle
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Well...you like flowers and I like liqour -
Schlagwörter: Ich höre gerade... Jazz, Tagebuch
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