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miles davis, complete bitches brew sessions / complete jack johnson sessions
ich gehe mal wieder verloren in den rasch sich verändernden texturen der studioaufnahmen 69/70, zuerst die erste sitar-phase (direkt nach der euopa-tournee, bis januar 1970), dann die experimentellen funk-stücke, die z.t. in JACK JOHNSON verwertet wurden. die langen unisono-arien (orange lady, lonely fire, guinnevere, recollections), zu denen – neben coreas immer experimentelleren keyboards – gleichzeitig (!) sitar und brasilianische cuica (balakrishna und moreira) dazukommen, in langsamer verdichtung und dramatisierung, fast ohne bläser-soli. dann plötzlich die rock-vamps mit funkschlagzeug, der „raunchy shit“ (miles) von mclaughlin, und die störgeräusche von corea und sonny sharrock – und plötzlich ist wieder raum für lange soli. wie schnell sich das ändert, und so geht das ja auch weiter, der funk wird immer trockener (go ahead john), und dann kommen plötzlich amazonische luftnummern (pascoal), gospel feel (jarrett, bartz) und die elektrische sitar (balakrishna), die klanglich aber zwischen sharrock und cosey sitzt. (ich versuche zwischendurch immer wieder mal, mehr über balakrishna [carl barrows] herauszufinden, aber das ist dann mal was für den miles-thread.)
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