Startseite › Foren › Über Bands, Solokünstler und Genres › Eine Frage des Stils › Blue Note – das Jazzforum › Ich höre gerade … Jazz!
-
AutorBeiträge
-

KEITH JARRETT – Creation (ECM, 2015)
Creation ist eine sehr persönliche Zusammenstellung von 9 improvisierten Stücken, die in 6 Konzerten der 2014er Tour entstanden sind. Je häufiger ich das Album höre, desto mehr wächst es zu einer eigenständigen Einheit zusammen. Faszinierende Skizzen.--
Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...Highlights von Rolling-Stone.deKostete Paul McCartney „Wetten dass..?“-Moderator Wolfgang Lippert den Job?
„Wetten Dass ..?“: Betretene Gesichter seit 1981
S. Craig Zahler im Interview: „Sicherheitsgrenzen erkenne ich nicht an“
Die meistüberschätzten Filme aller Zeiten: „The Dark Knight“
Die 38 Lebensweisheiten des Keith Richards: „Ich habe keine Probleme mit Drogen. Nur mit Cops“
„Bad“ von Michael Jackson: Der König ist gestürzt
Werbung
soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
Beiträge: 56,976
gypsy-tail-wind In der Schweiz gab es DIW nur spärlich und dann so für umgerechnet 50 DM – also wenn vorhanden, dann zu teuer, ja (normaler Japan-Import-Preis, die paar Blue Note TOCJ-CDs, die ich mir in den 90ern leistete, kosteten auf so viel, reguläre Hochpreis-CDs – z.B. ECM ca. 20% weniger, in der Klassik – New Series – allerdings eher nur 5% weniger). Eine normale Blue Note-, Impulse- oder OJCCD kriegte ich für die Hälfte des Geldes, da waren die Prioritäten dann halt klar (und das war ja erstmal das, was mich damals am meisten interessierte).
Im Nachhinein ein „wise move“, denn damals glaubte wohl kaum jemand daran, dass Kataloge wie OJC (zumindest als OriginalCD’s) mittelfristig vom Markt verschwinden würden ….
--
"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)vorgarten
redbeansandrice

Miles Ahead
Beim Lesen alter Downbeathefte plötzlich Lust gekriegt, das mal im Kontext der ganzen „Progressive Dixieland“ Experimente zu hören…interessant… aber funktioniert der kontext, wenn es nur einen einzigen solisten gibt?
klar, es gibt Unterschiede… aber es ist schon beides (unter anderem) eine Auseinandersetzung mit der gleichen Third Stream Avantgarde, der Versuch, sich von sojemandem wie Johnny Richards vielleicht ein paar Ideen abzugucken, aber dabei weniger stressige Musik zu machen… und gerade auf dem Hackett Album (Gotham Jazz Scene) gibt es schon auch viele solistische Momente
--
.
soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
Beiträge: 56,976
Ein herrlicher Herbstag …. da es noch etwas früh für einen älteren Rotwein ist spiele ich …. :

--
"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
Houston Person – Houston Expressdas Album mit Persons Version von Young, Gifted and Black… ein seltenes Soul Jazz Album, bei dem der Blaesersatz quasi auf Big Band Groesse erweitert wurde (zumindest beim Blech)
--
.pinball-wizardWow, danke @lotterlotta. Das sind ja richtig umfangreiche Hinweise. Ich habe mich bei Tiger Bay schon gefragt, was das für ein Label ist. Nicht, dass es sich wieder um einen der „Piraten“ handelt. 18 € für eine neue Vinylscheibe ist ja heutzutage eher billig(leider!) und da frag ich mich halt schon, ob die Pressung bzw. Aufnahmequalität was taugt. Ich schau tatsächlich mal nach, ob ich einen Plattenladen finde, wo ich mir die u.U. auch anhören kann. In meiner Nachbarstadt Dortmund gibts noch einige, da könnte ich Glück haben.
Das Tiger Bay Reissue ist eine lizensierte Auflage, der Klang ist an und für sich ordentlich bis sehr gut, musst halt darauf achten das die Scheibe nicht diese glitzrig schimmernden Einschlüsse hat. Meine Ausgabe hatte diese, nach diversen Waschgängen wurde es weniger ging aber nicht komplett weg, habe aber von anderen Käufern gehört, dass ihre Ausgaben völlig in Ordnung waren. Hoffe du bekommst ein einwandfreies Exemplar. BTW bezüglich deiner Überraschung, dass es deutsche Jazzer sind auf der Tension, sei dir hier noch ein anderes deutsches Jazzalbum aus 1964 empfohlen, Joki Freund Sextet-Yogi Jazz, überragend!
zuletzt geändert von lotterlotta--
Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!
jane bunnett, in dew time (1988)
völliges neuland für mich. debütalbum der kanadischen flötistin und sopran-saxofonistin bunnett, die danach viel in cuba war und mit dortigen musiker:innen gearbeitet hat, lese ich. sie taucht aber auch in don pullens diskografie viermal auf, u.a. mit einem duo-album. hier spielen sie auch schon ein duett, pullens gassenhauer „big alice“. insgesamt ist das ziemlich hübsch, recht treibender postbop, der zum free hinüberschaut, und sich dazu illustre gäste nach toronto einlädt, neben pullen (auf seite 1) auch dewey redman und vincent chancey, der auch auf dem aktuellen arkestra-album zu hören ist. die musik ist offen für individuelle stimmen und dafür toll arrangiert, bunnett selbst sucht etwas schnell die intensität des ausbruchs, ihre kompositionen finde ich aber ziemlich gut.
--

auch mit Rolf Kühn gibt es tolle Mangelsdorff- Aufnahmen , diese hier zum Beispiel aus 1975….günstig in relativ neuer Auflage…
--
Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!
george adams don pullen quartet, jazzbühne berlin ’88 (1991)
dannie richmond stirbt am 16. märz 1988 überraschend an einem herzinfarkt (weder er noch adams noch pullen erreichen die 60-jahre-schwelle, es wirkt wie ein fluch). keine drei monate später tritt das quartett mit lewis nash im ostberliner friedrichsstadtpalast auf. nash am beginn seiner karriere, nach der betty-carter-schule und ein paar jahren als erster drummer des branford-marsalis-quartetts. er ist super hier, auch wenn er den verschrobenen r&b-backbeat in „mr. smoothie“ nicht hinbekommt, aber das 40-minuten-energy-playing über „thank you mr. monk“ (mit einem langen solo-teil von pullen, zugegeben – ein kabinettstück für sich) in rasender geschwindigkeit kriegt er mit jugendlicher fitness gut hin. was aber wirklich erstaunt, ist, wie inspiriert pullen, adams und brown hier spielen – das erscheint wie ein trotziges jetzt-erst-recht, und völlig egal, ob der drummer sich einfügt. ein atemberaubendes dokument, und man kann nur spekulieren, wie dieser feuerball auf ein ddr-publikum im juni 1988 traf. adams läuft off-mic im palast herum, pullen clustert lange passagen lang, als wollte er spuren auf dem klavier hinterlassen, und brown legt einen druck auf alles, was hier unbedingt gesagt werden muss – das ist kein gewöhnliches konzert. gepresst für die schnelle selbstbereicherung, aber wie gut, dass es dieses dokument gibt (ich hab es mal in einem berliner ramsch gefunden – und später nochmal in einer bibliothek, wo es hingehört.)
--

soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
Beiträge: 56,976
vorgarten
george adams don pullen quartet, jazzbühne berlin ’88 (1991) dannie richmond stirbt am 16. märz 1988 überraschend an einem herzinfarkt (weder er noch adams noch pullen erreichen die 60-jahre-schwelle, es wirkt wie ein fluch). keine drei monate später tritt das quartett mit lewis nash im ostberliner friedrichsstadtpalast auf. nash am beginn seiner karriere, nach der betty-carter-schule und ein paar jahren als erster drummer des branford-marsalis-quartetts. er ist super hier, auch wenn er den verschrobenen r&b-backbeat in „mr. smoothie“ nicht hinbekommt, aber das 40-minuten-energy-playing über „thank you mr. monk“ (mit einem langen solo-teil von pullen, zugegeben – ein kabinettstück für sich) in rasender geschwindigkeit kriegt er mit jugendlicher fitness gut hin. was aber wirklich erstaunt, ist, wie inspiriert pullen, adams und brown hier spielen – das erscheint wie ein trotziges jetzt-erst-recht, und völlig egal, ob der drummer sich einfügt. ein atemberaubendes dokument, und man kann nur spekulieren, wie dieser feuerball auf ein ddr-publikum im juni 1988 traf. adams läuft off-mic im palast herum, pullen clustert lange passagen lang, als wollte er spuren auf dem klavier hinterlassen, und brown legt einen druck auf alles, was hier unbedingt gesagt werden muss – das ist kein gewöhnliches konzert. gepresst für die schnelle selbstbereicherung, aber wie gut, dass es dieses dokument gibt (ich hab es mal in einem berliner ramsch gefunden – und später nochmal in einer bibliothek, wo es hingehört.)Ich kenne diese Aufnahmen leider nicht, schätze jedoch Lewis Nash aus seiner „Lehrzeit“ bei Betty Carter und kann ihn mir hier – wie von Dir beschrieben – ganz gut vorstellen ….
--
"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)soulpopeIch kenne diese Aufnahmen leider nicht, schätze jedoch Lewis Nash aus seiner „Lehrzeit“ bei Betty Carter und kann ihn mir hier – wie von Dir beschrieben – ganz gut vorstellen ….
er war ja mit carter am gleichen ort drei jahre früher, auch davon gibt es eine illegale cd. es scheint inspirierend gewesen zu sein, mit ihm zu spielen, oder es war trauerarbeit, oder beides. diese spezielle grandezza von richmond konnte man wohl kaum kopieren, aber die energie aufzugreifen, ist nash gelungen.
so oder so: das ist das letzte dokument des quartetts, es gibt keine gemeinsame aufnahme von adams und pullen mehr, wenn ich das richtig sehe. ich finde es schade, dass cuscuna das ’neue‘ quartett nicht mehr produziert hat.
in tokio traf pullen dann auf tony williams, der wiederum wollte mit gary peacock aufnehmen, daraus entstand ein neues trio. und das quartett war geschichte.
--

soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
Beiträge: 56,976
vorgarten
soulpopeIch kenne diese Aufnahmen leider nicht, schätze jedoch Lewis Nash aus seiner „Lehrzeit“ bei Betty Carter und kann ihn mir hier – wie von Dir beschrieben – ganz gut vorstellen ….
er war ja mit carter am gleichen ort drei jahre früher, auch davon gibt es eine illegale cd. es scheint inspirierend gewesen zu sein, mit ihm zu spielen, oder es war trauerarbeit, oder beides. diese spezielle grandezza von richmond konnte man wohl kaum kopieren, aber die energie aufzugreifen, ist nash gelungen ….
Ja, die energiegeladene Band mit Bennie Green und Tarik Sha …. btw ein prototypischer Betty Carter Konzertauftritt ….
--
"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)schnelle frage an @soulpope: don pullen taucht zwischen 1988 und 1995 auf einigen produktionen von kip hanrahan auf: CONJURE: CAB CALLOWAY…, TENDERNESS, EXOTICA und ALL ROADS ARE MADE OF FLESH. da du da fachmann bist: welche davon wären wichtig/interessant, wenn man mit einem pullen-fokus hört?
--

soulpope "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"Registriert seit: 02.12.2013
Beiträge: 56,976
vorgartenschnelle frage an @soulpope: don pullen taucht zwischen 1988 und 1995 auf einigen produktionen von kip hanrahan auf: CONJURE: CAB CALLOWAY…, TENDERNESS, EXOTICA und ALL ROADS ARE MADE OF FLESH. da du da fachmann bist: welche davon wären wichtig/interessant, wenn man mit einem pullen-fokus hört?
Auf jeden Fall – und nicht nur wegen Don Pullen – Conjure „Cab Calloway Stands In For The Moon“ …. als Bonus u.a die Grandezza des späten Bobby Womack ….
--
"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)lotterlotta
pinball-wizardWow, danke lotterlotta. Das sind ja richtig umfangreiche Hinweise. Ich habe mich bei Tiger Bay schon gefragt, was das für ein Label ist. Nicht, dass es sich wieder um einen der „Piraten“ handelt. 18 € für eine neue Vinylscheibe ist ja heutzutage eher billig(leider!) und da frag ich mich halt schon, ob die Pressung bzw. Aufnahmequalität was taugt. Ich schau tatsächlich mal nach, ob ich einen Plattenladen finde, wo ich mir die u.U. auch anhören kann. In meiner Nachbarstadt Dortmund gibts noch einige, da könnte ich Glück haben.
Das Tiger Bay Reissue ist eine lizensierte Auflage, der Klang ist an und für sich ordentlich bis sehr gut, musst halt darauf achten das die Scheibe nicht diese glitzrig schimmernden Einschlüsse hat. Meine Ausgabe hatte diese, nach diversen Waschgängen wurde es weniger ging aber nicht komplett weg, habe aber von anderen Käufern gehört, dass ihre Ausgaben völlig in Ordnung waren. Hoffe du bekommst ein einwandfreies Exemplar. BTW bezüglich deiner Überraschung, dass es deutsche Jazzer sind auf der Tension, sei dir hier noch ein anderes deutsches Jazzalbum aus 1964 empfohlen, Joki Freund Sextet-Yogi Jazz, überragend!
lotterlotta
pinball-wizard auch mit Rolf Kühn gibt es tolle Mangelsdorff- Aufnahmen , diese hier zum Beispiel aus 1975….günstig in relativ neuer Auflage…Auch für diese vielen Tipps lieben Dank @lotterlotta. Vor allem auch für den Hinweis, dass es sich bei dem Tiger Bay Reissue um eine lizensierte Ausgabe handelt. Was für mich wichtig ist, um eine LP/CD auch kaufen zu wollen. Werde am Samstag schauen, ob ich es nach Dortmund schaffe. Beim vom @atom empfohlenen Laden Black Plastic sehe ich durchaus Chancen, dass sie die Platte haben. Die haben sogar noch Vinyl als Neuware da, die eigentlich schon vergriffen ist.
--
Meine nächste Sendung auf Radio Stone FM: 22.01.2026, 21:00 Uhr: My Mixtape #176 - 1997 Part Three Schwache Menschen rächen, starke Menschen vergeben, intelligente Menschen ignorieren - Albert Einstein -
Schlagwörter: Ich höre gerade... Jazz, Tagebuch
Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.