Holly Cole

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  • #16331  | PERMALINK

    mitchryder

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 25,961

    meine suchabfrage ergab, daß holly cole noch keinen eigenen thread hat. in den besten alben taucht sie häufiger auf. aber wer sie live gesehen hat, wie ich vorgestern, der wird von dieser stimme fasziniert sein.

    soul, blues und jazz rauchiger, wie man selten vorher hörte, das ist holly cole. hört man sie live, dann entstehen einfach nur schmutzige phantasien und man ist um jahrzehnte in einen club von new york zurückversetzt worden.

    einfach genial diese kanadische sängerin. zur zeit auf europatour. auftrittsdaten sind unter: Holly´s Webpage zu entnehmen.

    viel spaß, wer sich ein konzert von ihr gönnt. mir hat es sehr gefallen.

    --

    Di. & Do. ab 20.00 Uhr, Sa. von 20.30 Uhr Infos unter: [/COLOR][/SIZE]http://www.radiostonefm.de
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    #2195227  | PERMALINK

    der-hausmeister

    Registriert seit: 01.02.2004

    Beiträge: 123

    Baby, it's cole outside.

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    #2195229  | PERMALINK

    kritikersliebling

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 18,340

    Aua.

    --

    Das fiel mir ein als ich ausstieg.
    #2195231  | PERMALINK

    derbuschmann

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 3,195

    Kenne sie zwar nicht – ist aber bei einem Bremer Label:

    Tradition & Moderne

    Gruß Volker

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    Die meiste Zeit geht dadurch verloren, dass man nicht zu Ende denkt. Alfred Herrhausen (1930-89)
    #2195233  | PERMALINK

    dominick-birdsey
    Birdcore

    Registriert seit: 23.12.2002

    Beiträge: 14,848

    Ich habe lediglich „Romantically Helpless“. Schöne Interpretationen von u.a. Paul Simon, Rany Newman und Cole Porter. Sehr relaxed und jazzig. Großartige Stimme.

    --

    #2195235  | PERMALINK

    mitchryder

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 25,961

    „Die Kanadierin Holly Cole mit bereits sechs Veröffentlichungen und im zwölften Karrierejahr noch immer eine Newcomerin zu nennen, wäre- was den kommerziellen Status ihrer Arbeiten in Europa angeht – zwar gerecht, würde aber ihre bisherigen Arbeiten zu bloßen Frühwerken herabsetzen. Und das sind sie definitiv nicht. Zwar ist Miss Cole erst mit dem Tom-Waits-Coveralbum „Temptation“ auch auf diesem Kontinent zu einem etwas größeren Publikum gelangt, doch dürfte ihr Gesamtwerk für jeden und jazzigen Pops mehr als nur interressant sein. Cole schreibt – wie die meisten klassischen Crooner – ihre Musik nicht selbst, sondern konzentriert sich darauf, den Kompositionen anderer (das können Cover-Versionen, aber auch Songs ihrer Bandmitglieder sein) ihren Stempel aufzudrücken. Das funktioniert auf „Romatically Helpless“ – nicht zuletzt mit einer phantastisch klaren Produktion – sogar noch besser als bisher schon: Paul Simons „One Trick Pony“ kommt bluesig, ein wenig an frühere Cassandra-Wilson-Werke erinnernd, daher. Aus dem von den Mamas und Papas als Soundtrack zum beschwingten Geschirrspülen bekannten „Dedicated To The One I Love“ machen die Sängerin und ihre Band eine düstere Geschichte von Besessenheit und unbefriedigter Sehnsuch. Randy Newmans „Ghosts“ brilliert als aufregend trauriges Duett zwischen Stimme und Akustikgitarre, während das dynamische „Come Fly With Me“ (am bekanntesten wohl als einer von Frank Sinatras schönsten Standards) wahrscheinlich noch nie so flüssig, locker und zeitlos schön interpretiert wurde. Ein weiteres Juwel ist „Make It Go Away“, dass in anderer Version bereits auf dem 97er-Cole-Album „Dark Dear Heart“ zu hören war, hier aber noch einmal zur Perfektion aufpoliert wurde und beweist, dass diese junge Dame nicht nur eine grandiose Jazz-Sängerin ist, sondern auch als sophistischer Country-Star beste Chancen hätte. Es wird Zeit, dass dieses Talent endlich auch außerhalb seiner Heimat gewürdigt wird.“ (Rolling Stone)

    von dir gerrit?

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    #2195237  | PERMALINK

    travis
    a campaign of hate

    Registriert seit: 10.02.2004

    Beiträge: 4,453

    Originally posted by Dominick Birdsey@29 Jun 2004, 16:12
    Ich habe lediglich „Romantically Helpless“. Schöne Interpretationen von u.a. Paul Simon, Rany Newman und Cole Porter. Sehr relaxed und jazzig. Großartige Stimme.

    die hab ich, nur, auch. ist auf jedenfall eine ergänzung zu den Diana Krall's und Norah Jones's

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    Let's rock and roll/put some real hip hop in your soul/over this track there's no stoppin the flow/let's blast off in a ridiculous way/face off, like Nicolas Cage
    #2195239  | PERMALINK

    yellowsubmarine

    Registriert seit: 03.08.2002

    Beiträge: 2,445

    Frau Cole schafft es sogar Weihnachtslieder wunderbar zu interpretieren und da das Fest nicht mehr so weit entfernt ist, kann ich euch empfehlen auch diese CD (wie alle anderen auch) von ihr zu kaufen.
    Für mich eine der meist unterschätzten Interpretinnen, zu gut um bei uns mal im Radio gespielt zu werden?
    Grüße

    --

    "Don ́t sit down cause i ́ve moved your chair" (Artic Monkeys)
    #2195241  | PERMALINK

    stillstand

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 384

    Meine Konzertkritik von November 2003
    _______________________________________

    Die kanadische Sängerin Holly Cole im Tollhaus

    Und hätte es nur den Sinn gehabt, endlich einmal den Wert einer Brian-Wilson Komposition zu erkennen, es hätte sich schon gelohnt: Wie Holly Cole aus dem Beach Boys Schlagerchen „God Only Knows“ eine strukturierte, direkt auf den Punkt kommende Erleuchtung macht, das ist die hohe Kunst. Die Kunst der Reduzierung auf das notwendige. Das Freilegen eines musikalischen Skeletts und die Aufwertung desselben in Richtung Rückgrat. Und doch dieses Sehnen, nach was auch immer, das viel intensiver zwickt als in der Vorlage.
    Holly Cole ist Kanadierin, eine Jazz-Sängerin im weitesten Sinne. Mit einer Tendenz zum gepflegten Pop. Wobei gepflegt schon wieder zu plüschig klingt. Cole saugt fremde Songs auf, überprüft ihren Gehalt und arbeitet an der definitiven Version. Das ist der Eindruck, den sie hinterlässt. Die Mittel sind auf das Instrumentarium Flügel, Schlagzeug, Bass (elektrischer Standbass), Flöte und Saxophon beschränkte. Keine Gitarren, keine Synthesizer.
    Spröde? Ja, spröde ist das auch. Aber niemals trocken oder akademisch. Schon die Stimme, die Phrasierungen, die Bühnenpräsenz dieser Frau verraten neben Perfektionismus auch einen Hang zu Humor, zu Ironie und schlichtweg Spaß.
    „Heat Wave“ von Irving Berlin eröffnet das Konzert, es ist Pop es ist Jazz es ist alles. Es läuft heiß, die Flöte tupft Linderung auf die Stirn. Der Song erzeugt ein eigene Mikroklima, wie jeder weitere auch. Am Ende hüpft die Künstlerin. Ihre aktuelle Platte „Shade“ hat viel mit Temperaturen zu tun: „Zwischen Sommerlicht und Herbstmelancholie“ ist eigentlich ein peinlicher Klischeesatz, aber hier stimmt es. Immer wieder vermittelt sie das Gefühl, große weiße Verandatüren zu öffnen auf eine Terrasse mit jeweils anderer Landschaft. Gut, die Farbe der Türen wechselt auch.
    Musikalische Hocherotik gibt es auch : „Too darn hot“ von Cole Porter basiert auf einem repetitiven Grundriff, das von Bass und Klavier mit stoischer Eindringlichkeit getragen wird. Spannung baut sich Takt um Takt auf, die Streicher der Studiofassung fehlen angenehm, und gerade drum entfaltet es eine solche Wirkung. Zurück zu den wirklich bekannten Coverversionen: Immer wieder finden sich überraschende Abzweigungen: Das eher harmlose Beatles-Frühwerk „I’ve just seen a face“ wächst in ihrer Interpretation zum Klassiker mit Tiefgang, ohne seine ursprüngliche Fröhlichkeit zu verlieren. Und bitte: „Que Sera“ als ganz normalen Blues zu spielen, das allein hat schon Größe. Manche Oldies bedürfen eben eines Rückgriffs auf noch ältere Musikformen, um sie wieder neu klingen zu lassen. „I can see clearly now“ beraubt sie seines ursprünglichen Reggae-Unterbaus. Und wieder funktioniert der Trick: Nichts mehr verstellt dem Ohr den Blick auf die Melodie. Höchstens die hervorragenden Einzelleistungen der Musiker, die aber nie egomanische wirken, ganz im Gegenteil: Hier wird immer banddienlich und vor allem songdienlich musiziert. Wer dann immer noch Bedarf hat, richtig entfesselte Musiker längere Soli spielen hören zu können, dem wird im Zugabenblock ausführlich Nachtisch aufgefahren.

    --

    #2195243  | PERMALINK

    blackjack

    Registriert seit: 09.03.2003

    Beiträge: 2,352

    Mir ist gerade aufgefallen, dass ich eine CD von ihr habe, die ich sehr gut finde. Vorausgesetzt, sie ist vom Holly Cole Trio? :)

    --

    "After four hundread years, we made it!" Coleman said. "You don't think it was too soon?" Duke asked.
    #2195245  | PERMALINK

    wowee-zowee

    Registriert seit: 19.12.2003

    Beiträge: 4,994

    Originally posted by Der Hausmeister@29 Jun 2004, 15:50
    Baby, it's cole outside.

    Schönes Album. Weihnachtslieder im September hören macht doch mehr Spaß als ich gedacht habe.

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    #12205375  | PERMALINK

    stefane
    Silver Stallion

    Registriert seit: 24.07.2006

    Beiträge: 6,585

    Heute abend im Radio:

    Montag, 27. November 2023
    23.30-24.00 Uhr
    NDR Kultur

    Round Midnight
    Die Liebe zum Lied – Die kanadische Sängerin Holly Cole
    Eine Sendung von Ralf Dorschel

    Der NDR schreibt dazu in seiner Sendungsankündigung:

    „Was macht man nicht so alles mit den Juwelen aus dem American Songbook? Oder denen von Tom Waits, von Brian Wilson? Und was ist überhaupt machbar – wie oft kann man sie drehen und wenden, auf den Kopf stellen, auf links drehen und neu beleuchten, wie bekommt man sie zu einem ganz neuen Funkeln? Sarah Vaughan, Billie Holiday und Ella Fitzgerald haben die Kunst des Liedes in neue Höhen gehoben, Holly Cole ist die wohl wichtigste Erbin dieser Frauen. Mit Witz und Ironie, mit schnellen Haken und tiefen Loten hat die Kanadierin sich in 35 Jahren Karriere Songs genähert, die wir alle schon so oft, vielleicht ja zu oft, gehört hatten.
    Aber noch nie so. Denn darum geht es hier: Nicht um Kraftakte, nicht um schiere Virtuosität – es geht um die Kunst, ein Lied für sich zu nehmen, ernst zu nehmen, auf seinen Wahrheitsgehalt und seine Aktualität zu prüfen. Die kanadische Sängerin sagt: „Der Subtext, den wir in diese Songs bringen, ist oft viel interessanter als der Text, wie er da steht.“ Dazu kommt: Bei allem Respekt vor den musikalischen Vorfahrinnen ist Cole ein Kind unserer Zeit: Frech und provokant, lustvoll und gegen die Genderrollen gebürstet.
    Coles frühe Alben im Trio mit Aaron Davis und David Piltch sind heute audiophile Klassiker – radikal reduziert im Aufwand und der Studiotechnik, maximal in der neuen Wirkmacht dieser Lieder. Am 25. November ist Holly Cole 60 Jahre alt geworden, in Round Midnight feiern wir ihre Musik – und wir gucken mal, warum es so oft still wird um die Sängerin, warum sie nicht aufschließen konnte zu den Erfolgen ihrer Landsfrauen k.d. lang und Diana Krall.“

    --

    "Bird is not dead; he's hiding out somewhere, and will be back with some new shit that'll scare everybody to death." (Charles Mingus)
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