Funde aus dem Archiv (alte Aufnahmen, erstmals/neu veröffentlicht)

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  • #10926071  | PERMALINK

    nail75

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    Hi Gypsy, NVF, danke euch. Auf der Pablo-Box ist nur ein Bruchteil des Musik, die auf den beiden Boxen enthalten ist, etwa 1 CD für 1961 und 2 CDs für 1962. Der Hauptteil der Pablo-Box beschäftigt sich mit 1963. Daher lohnt sich die Anschaffung für mich auf jeden Fall.

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    Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.
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    #10931145  | PERMALINK

    kurganrs

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    Beiträge: 5,853

    Ich weiß nicht ob hier reingehört… Jazz ist auch dabei.
    Vielleicht schon bekannt:
    78rpm Records Digitized by George Blood, L.P.
    Es sind Platten von 1900 bis 1960 zum kostenlosen Download.

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    #10941383  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
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    Registriert seit: 25.01.2010

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    Sam Rivers – Zenith (NoBusiness Records NBCD 124, 2019)

    Sam Rivers – tenor and soprano saxophones, flute, piano
    Joe Daley – tuba, euphonium
    Dave Holland – bass, cello
    Barry Altschul – drums
    Charlie Persip – drums

    Universal Message 53:19

    Credits and release info
    Recorded 6th November, 1977 in Berlin, Germany
    Re-mastered by Arūnas Zujus at MAMAstudios
    Design by Jeff DiPerna

    Gestern morgen Post aus Litauen abgeholt – die zweite Rivers-Scheibe lief am Abend gleich ein erstes Mal. Ein ganz hervorragendes Set in bester Klangqualität. Rivers war damals länger in Europa unterwegs und trat in verschiedenen Besetzungen auf, auch im Trio (Holland/Altschuld) und Quartett (plus Daley), das öfter durch einen zweiten Drummer zum Quintett wuchs. Charli Persip ist vielleicht keine so offensichtliche Wahl, doch er war seit 1974 für Jazzmobile unterwegs, eine Organisation, die sich nicht nur bemüht, den Jazz weltweit möglichst bekannt zu machen sondern auch Kurse und Stunden in den verschiedenen Vierteln von New York anbot. Solche Credentials, so Ed Hazell in seinen Liner Notes, habe Rivers sehr geschätzt. Wir finden uns hier ja noch mitten in der Loft-Szene, die ein paar Jahre später implodierte. Rivers spielt auf jedem seiner Instrumente ein langes Segment, dazwischen kommen auch die anderen zum Zug, Daley hat ein langes, hervorragendes Solo, die beiden Drummer verzahnen sind so dicht ineinander, wie Daley/Holland es als eingespieltes Team tun, das Quintett – das in dieser Form vielleicht nur bei dem einen Konzert existierte bzw. nur da aufgenommen wurde – wirkt überhaupt nicht wie ein Quartett mit Gast. Wirklich hervorragend.

    Eine erste längere Rezension gibt es auch schon, der Free Jazz Blog zieht sicher bald nach:
    https://jazzandblues.blogspot.com/2019/12/sam-rivers-quintet-zenith-nobusiness.html

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #105: Sonny Rollins, Charlie Parker, Gary Peacock - 24.9., 22:00; #106: Gary Peacock in Japan - 15.10., 22:00; Slow Drive to South Africa, #6: tba | No Problem Saloon, #21: Quarantine Music -22.10., 22:00
    #10945847  | PERMALINK

    imernst

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    gypsy-tail-wind Sam Rivers – Zenith (NoBusiness Records NBCD 124, 2019) Sam Rivers – tenor and soprano saxophones, flute, piano Joe Daley – tuba, euphonium Dave Holland – bass, cello Barry Altschul – drums Charlie Persip – drums Universal Message 53:19 Credits and release info Recorded 6th November, 1977 in Berlin, Germany Re-mastered by Arūnas Zujus at MAMAstudios Design by Jeff DiPerna — Gestern morgen Post aus Litauen abgeholt – die zweite Rivers-Scheibe lief am Abend gleich ein erstes Mal. Ein ganz hervorragendes Set in bester Klangqualität. Rivers war damals länger in Europa unterwegs und trat in verschiedenen Besetzungen auf, auch im Trio (Holland/Altschuld) und Quartett (plus Daley), das öfter durch einen zweiten Drummer zum Quintett wuchs. Charli Persip ist vielleicht keine so offensichtliche Wahl, doch er war seit 1974 für Jazzmobile unterwegs, eine Organisation, die sich nicht nur bemüht, den Jazz weltweit möglichst bekannt zu machen sondern auch Kurse und Stunden in den verschiedenen Vierteln von New York anbot. Solche Credentials, so Ed Hazell in seinen Liner Notes, habe Rivers sehr geschätzt. Wir finden uns hier ja noch mitten in der Loft-Szene, die ein paar Jahre später implodierte. Rivers spielt auf jedem seiner Instrumente ein langes Segment, dazwischen kommen auch die anderen zum Zug, Daley hat ein langes, hervorragendes Solo, die beiden Drummer verzahnen sind so dicht ineinander, wie Daley/Holland es als eingespieltes Team tun, das Quintett – das in dieser Form vielleicht nur bei dem einen Konzert existierte bzw. nur da aufgenommen wurde – wirkt überhaupt nicht wie ein Quartett mit Gast. Wirklich hervorragend.

    Kann gypsy-tail-wind nur zustimmen. Gestern Nacht die CD gehört und bin begeistert – grandiose Musik in guter Klangqualität.

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    #10946193  | PERMALINK

    kurganrs

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    gypsy-tail-wind …Gestern morgen Post aus Litauen abgeholt – die zweite Rivers-Scheibe lief am Abend gleich ein erstes Mal. …

    Welches ist die Erste? :unsure:

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    #10946259  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    kurganrs

    gypsy-tail-wind
    …Gestern morgen Post aus Litauen abgeholt – die zweite Rivers-Scheibe lief am Abend gleich ein erstes Mal. …

    Welches ist die Erste?

    „Emanation“, erschien letztes Jahr:
    http://forum.rollingstone.de/foren/topic/funde-aus-dem-archiv/page/33/#post-10790360

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #105: Sonny Rollins, Charlie Parker, Gary Peacock - 24.9., 22:00; #106: Gary Peacock in Japan - 15.10., 22:00; Slow Drive to South Africa, #6: tba | No Problem Saloon, #21: Quarantine Music -22.10., 22:00
    #10957871  | PERMALINK

    kurganrs

    Registriert seit: 25.12.2015

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    gypsy-tail-wind Sam Rivers – Zenith (NoBusiness Records NBCD 124, 2019) Sam Rivers – tenor and soprano saxophones, flute, piano …

    Btw. beeindruckend was hier alles zusammengetragen wurde:
    Sam Rivers – „Tell them what they missed.“
    The Sam Rivers Sessionography

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    #10957879  | PERMALINK

    imernst

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    kurganrs

    Btw. beeindruckend was hier alles zusammengetragen wurde: The Sam Rivers Sessionography

    Rick Lopez ist dabei diese Fleißaufgabe als Buch zu veröffentlichen. VÖ ist wohl noch nicht definitiv. Aber 2020 wird es wohl sein.

    zuletzt geändert von imernst

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    #10957885  | PERMALINK

    kurganrs

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    imernst

    kurganrs

    Btw. beeindruckend was hier alles zusammengetragen wurde: The Sam Rivers Sessionography

    Rick Lopez ist dabei diese Fleissaufgabe als Buch zu veröffentlichen. VÖ ist wohl noch nicht definitiv. Aber 2020 wird es wohl sein.

    Respekt den Menschen, die sich solcher Aufgaben annehmen, um Kultur, Wissen zu erhalten. :good:
    Es ist ja fast eine Lebensaufgabe.

    --

    #10957889  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Wenn Lopez das hinkriegt, wird das Buch fraglos gekauft, die Website nutze ich seit bald 20 Jahren immer wieder …

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    #10957895  | PERMALINK

    imernst

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    Rick Lopez hat schon vor fünf Jahren seine erste große Fleißarbeit bei Aum Fidelity/Centering veröffentlicht. Es ist dies die Sessionography von William Parker: http://www.aumfidelity.com/cent1011.html

    Und das letzte Buch von WP soll auch nicht unerwähnt bleiben (bei RogueArt)

     

    Und ja – so eine Aufgabe (Sessionography aber auch die Interviews von WP) ist wesentlich!

    --

    #10957907  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Von Parker bin ich ja kein so grosser Fan … aber da mir neulich die zweite „New World Pigmies“ überraschend gut gefiel, habe ich mal die Box von NoBusiness gekauft (das Label finde ich ja eh sehr unterstützenswürdig). Mal schauen … die drei „Conversations“-Bände habe ich aber unabhängig davon auf dem Schirm, denn die Liste der Leute, mit denen Parker sich unterhielt, liest sich ja wie ein Who Is Who – ach, ich hab sie gerade bestellt, es ist ja Weihnachten :-)

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    #10957915  | PERMALINK

    imernst

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    gypsy-tail-windVon Parker bin ich ja kein so grosser Fan … aber da mir neulich die zweite „New World Pigmies“ überraschend gut gefiel, habe ich mal die Box von NoBusiness gekauft (das Label finde ich ja eh sehr unterstützenswürdig). Mal schauen … die drei „Conversations“-Bände habe ich aber unabhängig davon auf dem Schirm, denn die Liste der Leute, mit denen Parker sich unterhielt, liest sich ja wie ein Who Is Who – ach, ich hab sie gerade bestellt, es ist ja Weihnachten

     

    Das Du kein grosser Fan von William Parker bist, habe ich schon mitbekommen. Warum eigentlich? Was stört oder fehlt Dir bei Ihm. Finde zum Beispiel seine Beiträge zu CTs Fee Trio zum Teil wunderbar. Auch sein Spiel im David S. Ware Quartet ist hervorzuheben. Ja ich weiss auch, das Du Ware nicht so sehr magst.

    Alle drei auf einmal! – aber ja es ist Weihnachten und auch mich hat es zum verstärktem Einkauf angeregt. Nicht nur Tonträger aber auch einige Bücher, Bücher, Bücher (eins sogar mit einer Flexi auf dem das Arditti Quartet zu hören ist).

    --

    #10957921  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Tja, auf der Website von RogueArt gab es dieses verlockende Bündel-Angebot ;-)

    Bei Parker fehlt mir so Vieles, in erster Linie der Boden, der Klang … also ganz essentielle Dinge – er spielt in Europa ja meist auch ein schrottiges Instrument, bei dem ich mich schon fragte, ob ev. der ganz Resonanzkörper mit verkleistertem Sägemehl gefüllt wurde (hilft beim Reisen gegen Schäden) … aber klar, Ausnahmen wie das Feel Trio gab es schon immer. Mit Ware komme ich auch nicht klar, da habe ich – im Gegensatz zu Parker, wo ich alle paar Jahre einen Anlauf nahm und auch immer wieder schöne Sachen entdeckte (z.B. das Duo mit Billy Bang auf NoBusiness, „… and William Danced“ mit Anders Gahnold auf Ayler, „To Roy“ auf Intakt – mit Campbell hatte ich mal eine schöne Begegnung an zwei Abenden in Paris, als er dort, im Sept Lézards, im Duo mit Joëlle Léandre spielte und fast keiner hinging) – habe ich bei Ware aber eigentlich aufgegeben. Dann hörte ich Parker halt auch mehrmals in Konzerten, die mich nicht überzeugten (inkl. ein Solo-Set, in dem er die politisch korrekten Hipster der Stadt pamperte, das war total ätzend bzw. er machte sein an sich wohl gutes Ding halt total am falschen Ort – in der überreichen Bankenstadt vom fehlenden Klo zu labern kommt halt bestenfalls unfreiwillig (situations-)komisch rüber, wenn das Publikum dann noch in totale Verzückung verfällt). Aber wie gesagt, ich bleibe dran, es ist ja jetzt wieder mal ein Brocken da – dieser hier, für alle, die mitlesen und nicht genau wissen, wovon wir reden:

    http://nobusinessrecords.com/centering.-unreleased-early-recordings-1976-1987.html

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #105: Sonny Rollins, Charlie Parker, Gary Peacock - 24.9., 22:00; #106: Gary Peacock in Japan - 15.10., 22:00; Slow Drive to South Africa, #6: tba | No Problem Saloon, #21: Quarantine Music -22.10., 22:00
    #10957941  | PERMALINK

    imernst

    Registriert seit: 16.08.2019

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    gypsy-tail-windTja, auf der Website von RogueArt gab es dieses verlockende Bündel-Angebot Bei Parker fehlt mir so Vieles, in erster Linie der Boden, der Klang … also ganz essentielle Dinge – er spielt in Europa ja meist auch ein schrottiges Instrument, bei dem ich mich schon fragte, ob ev. der ganz Resonanzkörper mit verkleistertem Sägemehl gefüllt wurde (hilft beim Reisen gegen Schäden) … aber klar, Ausnahmen wie das Feel Trio gab es schon immer. Mit Ware komme ich auch nicht klar, da habe ich – im Gegensatz zu Parker, wo ich alle paar Jahre einen Anlauf nahm und auch immer wieder schöne Sachen entdeckte (z.B. das Duo mit Billy Bang auf NoBusiness, „… and William Danced“ mit Anders Gahnold auf Ayler, „To Roy“ auf Intakt – mit Campbell hatte ich mal eine schöne Begegnung an zwei Abenden in Paris, als er dort, im Sept Lézards, im Duo mit Joëlle Léandre spielte und fast keiner hinging) – habe ich bei Ware aber eigentlich aufgegeben. Dann hörte ich Parker halt auch mehrmals in Konzerten, die mich nicht überzeugten (inkl. ein Solo-Set, in dem er die politisch korrekten Hipster der Stadt pamperte, das war total ätzend bzw. er machte sein an sich wohl gutes Ding halt total am falschen Ort – in der überreichen Bankenstadt vom fehlenden Klo zu labern kommt halt bestenfalls unfreiwillig (situations-)komisch rüber, wenn das Publikum dann noch in totale Verzückung verfällt). Aber wie gesagt, ich bleibe dran, es ist ja jetzt wieder mal ein Brocken da – dieser hier, für alle, die mitlesen und nicht genau wissen, wovon wir reden: http://nobusinessrecords.com/centering.-unreleased-early-recordings-1976-1987.html

     

    Das ‚Bündel‘ bei RogueArt wäre verlockend wenn ich die drei Bücher nicht schon hätte. Immerhin 30,- Euro günstiger als wenn man die drei einzeln kaufen würde. Bin auch gespannt ob Dir die WP Box gefällt. No Business hat ja noch eine andere Box (mit Buch über die Loft Szene un NY) herausgebracht. Lobenswerte Edition!

    Nun aber gleich zum Weihnachtsessen……bis bald.

    zuletzt geändert von imernst

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