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Heute schreibt die SZ auf Seite 1 ihres Feuilletons in einem langen Artikel vom „ersten echten Pop-Meisterwerk des Jahres“. Jan Kedves spricht in seinem ganzen Jubel von einer Neudefinition des R&B. Schon werden Vergleiche zu Marvin Gaye und Stevie Wonder gezogen. Er soll der neue, große Star sein. Das neue Wunderkind. Na ja.
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AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
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Das ist natürlich kompletter Mumpitz. Aber da kommen sicherlich noch abstrusere Vergleiche in nächster Zeit.
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pinchDas ist natürlich kompletter Mumpitz. Aber da kommen sicherlich noch abstrusere Vergleiche in nächster Zeit.
Warum sollte das kompletter Mumpitz sein? Nur weil er erst 24 ist? Weil er nicht in den 60ern oder 70ern Musik gemacht hat sondern heute?
Für erinnert so eine Abwertung aktueller Künstler immer an die Sache mit Pete Seeger und der Axt. Oder die Judas-Rufe. Damals galt zum Beispiel Dylan auch als Wunderkind – und ein paar Ewiggestrige wollten das nicht wahrhaben.
Channel Orange ist ohne Frage ein emotionales Meisterwerk. Ziehe ich jeder Stevie Wonder Platte vor.
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Do you believe in Rock n Roll?
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
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captain kiddWarum sollte das kompletter Mumpitz sein? Nur weil er erst 24 ist? Weil er nicht in den 60ern oder 70ern Musik gemacht hat sondern heute?
Nein, weil die Platte alles andere als überragend ist und solche Vergleiche immer ein wenig überkandidelt, plump und bemüht wirken. Feuilleton-Bullshit.
captain kiddZiehe ich jeder Stevie Wonder Platte vor.
Weil er nicht heute sondern in den 60ern oder 70ern Musik gemacht hat?
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pinchWeil er nicht heute sondern in den 60ern oder 70ern Musik gemacht hat?
Nein, weil seine Platten alles andere als überragend sind… :bier:
Im ernst: Ist halt Geschmackssache. Verstehe nur nicht, warum gleich immer sagen muss: Ach, so toll wie die alten Helden ist der bestimmt nicht.
„There were no good old days
These are the good old days“--
Do you believe in Rock n Roll?
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
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captain kidd
Im ernst: Ist halt Geschmackssache. Verstehe nur nicht, warum gleich immer sagen muss: Ach, so toll wie die alten Helden ist der bestimmt nicht.„There were no good old days
These are the good old days“Sehe ich genauso, hast du vielleicht nur in den falschen Hals gekriegt. Dieses permanent Rückwärtsgewandte ist jedenfalls eine Unsitte. Genauso wie das ewige Bezugnehmen auf alte Helden. Und eben dieser Ansatz hat mich in der Rezension von Kedves gestört. Das fand ich fast so schlimm, wie „Geschmackssache“ als Argument
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Noch schlimmer finde ich aber die peinlichen Lobhudeleien der amerikanischen Kritiker (z.B. Pitchfork oder Frere-Jones), die tatsächlich in jedem Review darauf hinweisen müssen, welche ach so tolle Alternative Frank Ocean oder The Weeknd zum bösen Mainstream R&B seien. Rockism galore.
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Frank Ocean ist schon ein Guter, aber sein Album kommt mir dennoch etwas überschätzt vor. Ich höre hier eine halbe Stunde gute, zum Teil großartige Musik, aber auch viel Gedöns (die andere halbe Stunde).
Wirklich zwingend sind m.E. nur die folgenden Tracks:
1. Pyramids * * * * 1/2 (eigentlich zwei Songs, die sich aber gut ergänzen)
2. Pink Matter * * * * 1/2
3. Sweet Life * * * *
4. Monks * * * *
5. Lost * * * *
6. Thinking bout you * * * * (guter Song, gut gesungen, aber die Produktion könnte mehr Pfeffer vertragen)
7. Bad Religion * * * 1/2 (das Stück ist recht vordergründig angelegt, aber der Refrain ist überaus inspiriert)Man kann das Album durchhören, weil die übrigen Tracks zumindest angenehm klingen (* * *), aber es hat Längen. Und was diese ganzen Interludes sollen, weiß ich wirklich nicht.
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To Hell with PovertyDie Interludes geben dem Album einen fulminanten Fluss. Ich höre ja beinahe nur Hits. Du hast aber auf jeden Fall vergessen: Forrest Gump und Crack Rock. Kann das Album immer und immer wieder durchhören. Kein Track nervt oder scheint zuviel. Ein perjektes Album. Geil auch der Hidden Track auf CD. Ocean zirpt in seinem R&B-Style und plötzlich rotzt Tyler the Creator mit Subbass und dem ganzen Zauber rein. „And you’re golden, uh, your eyes open. Fuck it let’s toast and listen to Michael Bolton“
Das orange Weiße Album.
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Do you believe in Rock n Roll?captain kidd
Das orange Weiße Album.So schlecht ist es auch wieder nicht.;-)
Ich muss es noch mal in Ruhe hören, aber begeistert hat es mich beim ersten Durchgang nicht. Bislang sind meine R&B-Favoriten des Jahres THEESatisfaction.
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Mich berührt das Album (auch nach mehrmaligem Hören) nicht. Aber vielleicht waren die Erwartungen nach „Swim Good“ einfach zu hoch gesteckt.
**½
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Go1Ich höre hier eine halbe Stunde gute, zum Teil großartige Musik, aber auch viel Gedöns
Geht mir genauso. Das Album hätte eine Punktlandung werden können, schmeckt am Ende dann aber doch leider etwas wässrig. Destilliert man aber das Wesentliche, endeckt man durchaus Bemerkenswertes: Der Neo Soul-Ansatz eines D’Angelo wird zwar sehr offensiv zitiert, aber eben nicht kopiert (wer könnte das auch schon…). Dazu gesellen sich Entlehnungen aus dem Prince-Kosmos sowie das Kokettieren mit einer backpacker Attitüde. Mich wundert es nicht, dass Frank Ocean schon Songs für Justin Bieber geschrieben hat, ein Gespür für Universalität kann man Ocean nicht absprechen. Wenn er sich jetzt noch etwas kürzer gefasst hätte, wäre ihm mit Channel Orange vielleicht ein Meisterstück gelungen, so sind es nur Meisterversatzstücke – die Besten allerdings, die ich seit langer Zeit im R’n’B gehört habe.
„Too many bottles of this wine we can’t pronounce“ – Top5-Tracks:
01. Super Rich Kids
02. Thinkin About You
03. Crack Rock
04. Sweet Life
05. Pyramids--
You can't fool the flat man!Kürzer gefasst? Das Album geht doch gerade mal knapp über 50 Minuten. Einzig der Track „Monks“ scheint mir verzichtbar – wobei der dessen Leichtigkeit gut auf die drei folgenden emotionalen Höhepunkte vorbereitet. Und bei den Top 5 kein Bad Religion und kein Pink Matter?
Den Vergleich mit D’Angelo kann ich übrigens immer weniger verstehen. Der war so offensiv Testosteron und mack- und muckerermäßig… überhaupt nicht vergleichbar mit der spielerischen Leichtigkeit von Frank Ocean. D’Angelo limitiert sich für mich, rutscht oft ins Soul-Klischee – Frank Ocean nimmt sich Versatzstücke aus verschiedenen Stilen und macht einfach zeitgemäße Popmusik. Und vor allem: Nimmt er sich nicht so Ich-bin-der-Nabel-der-Welt-wichtig wie D’Angelo.
Der einzige Fehler von Channel Orange für mich: Die Jimmy-Fallon-Version von Bad Religion ist so viel besser als die Album-Version. deutlich langsamer und intensiver.
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Do you believe in Rock n Roll?Ich kenne das Album bisher nur rudimentär, aber bei Crack Rock hat mich Oceans Stimme sofort an jemanden erinnert. War absolut wie eine „Zwillingsstimme“ aber ich komme partout nicht darauf, an wen mich das erinnert.
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If I can't dance, I don't want your revolution!
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
captain kiddDer war so offensiv Testosteron und mack- und muckerermäßig… überhaupt nicht vergleichbar mit der spielerischen Leichtigkeit von Frank Ocean.
„Brown Sugar“ und „Voodoo“ sind also mack- und muckermäßige Testosteron-Alben? Interessant.
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Schlagwörter: Frank Ocean
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