Der letzte Film, den ich gesehen habe (Vol. II)

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  • #4512073  | PERMALINK

    fifteenjugglers
    war mit Benno Fürmann in Afghanistan

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    tolomoquinkolomDer einzige Schwachpunkt an MA NUIT CHEZ MAUD liegt für mich in Trintignants Filmrolle.

    Magst Du das näher erläutern? Ich kann mir den Film ohne Trintignants Rolle nämlich kaum vorstellen.

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    "Don't reach out for me," she said "Can't you see I'm drownin' too?"
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    #4512075  | PERMALINK

    sweetheart
    trouble loves me

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    „Farewell, My Lovely“ von Dick Richards (US 1975, Kino, OF) * * * * ½

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    #4512077  | PERMALINK

    sweetheart
    trouble loves me

    Registriert seit: 17.09.2003

    Beiträge: 6,830

    „Caitlin Plays Herself“ von Joe Swanberg (US 2011, DVD, OF) * * * * *

    „Silver Bullets“ von Joe Swanberg (US 2011, DVD, OF) * * * * *

    Zuerst „Calitlin Plays Herself“ gesehen und danach zwei Mal „Silver Bullets“ (Sa. nacht und So. früh direkt nach dem Aufstehen). Bin jetzt total fertig und aufgewühlt. Ich dachte, nachdem ich die Kritiken zum ersten Film gelesen hatte, dass es nur ein nette Whatever-Zugabe zu den Collected Films sei (wusste zunächst ja gar nicht, dass der Film beiliegt und was mich erwartet). Traute mich danach kaum „Bullets“ einzulegen, weil „Caitlin“ mich schon so überwältigt hatte. Nachdem „Marriage Material“ als mein erster Swanberg mich ziemlich kalt gelassen hatte (ist ja jetzt leider nicht mehr zu sehen), brauche ich jetzt dringend mehr. Wie gut, dass ich bald in Berlin bin. Und Mumblecore auch in get happy?! ein Thema ist.

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    #4512079  | PERMALINK

    tolomoquinkolom

    Registriert seit: 07.08.2008

    Beiträge: 8,651

    gypsy tail windAch, ich fand Trintignant ganz okay… klar, die wirklich ideale Besetzung war er wohl nicht, und ein paar Mal schien er mir für kurze Momente etwas aus der Rolle zu fallen, aber ansonsten agiert das kleine Ensemble vorzüglich!

    FifteenJugglersMagst Du das näher erläutern? Ich kann mir den Film ohne Trintignants Rolle nämlich kaum vorstellen.

    Mein Kritikpunkt war nicht der Schauspieler Trintignant, sondern die von ihm dargestellte und von Rohmer so angelegte Person. Dieser verschämte Christ und Mathematiker Jean-Luis in MA NUIT CHEZ MAUD entwirft – nach dem Besuch des Sonntagsgottesdienstes – einen Lebens- und Liebesplan mit zwei Bedingungen: die Partnerin soll katholisch sein – und blond. Ich halte das für seltsam – nicht wegen der blonden Wunschfrau oder den Katholiken – sondern in Bezug auf die Liebe und den Zufall. Letzterer nimmt gewöhnlich keinerlei Rücksicht auf Konventionen, Moral, mathematische Lebensglückplanungen, persönliche Glaubensausrichtungen oder vormalige Ehestände.

    Wenn man den Film ein zweites Mal sieht, wird sich die Wahrnehmung verschoben haben. Die moralische Perspektive wird eine andere sein, denn nun weiß man, dass Francoise der Grund für Mauds Scheidung war (die letzte Einstellung am Strand macht das deutlich). Der prinzipienorientierte Jean-Luis wird am Ende die Betrügerin der Betrogenen vorgezogen, sie geheiratet haben. Der Dominikaner drückt es in seiner Predigt im Film so aus: Das christliche Leben ist keine Moral, es ist Leben. Und dieses Leben, es ist ein Abenteuer.

    gypsy tail windDie Bilder sind in der Tat enorm schön gestaltet und das widerspiegelt auch die perfekte Form des Filmes. Da wird nichts dem Zufall überlassen, aber dennoch wirkt alles leicht, da wird über Pascal und über die Liebe diskutiert, aber es wird auch gelacht und einfach gelebt. Ein Film wie eine perfekte Novelle.

    Ja, die sechs Teile der Contes Moraux sind tatsächlich Novellen, sind très écrits. Rohmer wies darauf hin, dass er sie lange vor den Verfilmungen als literarische Werke mit einem gemeinsamen Thema (in Variationen) konzipiert, aber nie veröffentlicht hat. Sie landeten in der Schublade; viel später dann – zum Glück – auf der Leinwand.

    ___
    Eigentlich gehört dies alles eher in den erbärmlich kurzen Rohmer-Thread (mit 17 Posts in 3 Jahren).
    .

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    #4512081  | PERMALINK

    witek-dlugosz

    Registriert seit: 19.11.2010

    Beiträge: 5,114

    Sweetheart“Caitlin Plays Herself“ von Joe Swanberg (US 2011, DVD, OF) * * * * *
    Kannst du über den Film ein paar Worte verlieren?

    Wie gut, dass ich bald in Berlin bin.

    Ziehst du nach Berlin oder kommst du nur zu Besuch?

    --

    #4512083  | PERMALINK

    jan_jan
    Chosen Undead

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 5,890

    Danke für den Tipp, Sweeetheart, hatte die DVD bis jetzt nur einmal eingelegt um zu schauen, was da überhaupt drauf ist. Ich finde es faszinieren, wie Swanberg so viele tolle Filme macht, in denen er selber einen Regisseur spielt ohne dass es langweilig wird.

    Ansonsten:
    Ghost Rider Spirit of Vengeance (Neveldine/Taylor) OF und 3D und langweilig.
    Shanghai Noon (Tom Dey): toller Buddy movie mit schön choreographierten Kampfszenen und schönen Landschaftsaufnahmen.
    Zoolander (Ben Stiller)
    Rushmore (Wes Anderson)

    --

    Arise now, ye Tarnished/Ye dead, who yet live/ The call of long-lost grace speaks to us all  
    #4512085  | PERMALINK

    juergen-willi

    Registriert seit: 10.05.2007

    Beiträge: 2,289

    Unforgiven (Clint Eastwood, 1992) ****1/2

    --

    #4512087  | PERMALINK

    pavlov-und-sein-hund

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 9,321

    Lonely Hearts Killers (2006) mit John Travolta, Salam Hayek, James Gandolfino

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    "...and if I show you my weak side ... will you sell the story to the ROLLING STONE ? ... Roger Waters - The Final Cut "1983"
    #4512089  | PERMALINK

    witek-dlugosz

    Registriert seit: 19.11.2010

    Beiträge: 5,114

    „Black Swan“ von Darren Aronofsky (* * * *)

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    #4512091  | PERMALINK

    shanks

    Registriert seit: 08.02.2009

    Beiträge: 16,325

    Scener ur ett äktenskap (Szenen einer Ehe) – Ingmar Bergman * * * * 1/2

    --

    Slept through the screening but I bought the DVD
    #4512093  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Fando y Lis
    (Regie: Alejandro Jodorowsky – Mexiko, 1967)

    Das junge Paar Fando und Lis begibt sich auf die Suche nach der mythischen Stadt Tar, wo sie ewiges Glück zu finden hoffen. Mit ihrem einzigen Besitz, einer Trommel und einem Grammophon, im Gepäck, durchstreifen sie eine karge Hügellandschaft, die bizarre Gestalten beherbergt…

    Alejandro Jodorowskys erster abendfüllender Film in s/w entstand unter katastrophalen Produktionsbedingungen (gedreht wurde meist am Wochenende) und gipfelte in einem Aufruhr anlässlich seiner Premiere 1968 beim Acapulco Film Festival.
    Komplett missverstanden und durch obskure Vampirismus-Gerüchte befeuert (angeblich bestand Jodorowsky darauf, seiner Hauptdarstellerin in einer Szene echtes Blut abzuzapfen), wurde der Film schließlich in Mexiko verboten.
    Im Vorfeld fragte ich mich, ob ein Jodorowsky-Film, dem die Farbe fehlt, überhaupt eine ähnliche Wirkung wie „El Topo“ oder „The Holy Mountain“ haben kann, diese Bedenken wurden aber schon in den ersten Minuten von „Fando y Lis“ zerstreut. Jodorowsky ist ein Meister der einprägsamen Bilder, der trauminspirierten Filmleinwandmalerei und bringt auch hier wunderschöne und einzigartige Szenen zusammen, wobei man jedoch nie vergessen sollte: Jodorowskys Welt ist (bei allen Wundern und aller Schönheit) eine grausame Welt. Der Tod ist ein zentrales Thema, immer begleitet von Gewalt und stellenweise Wahnsinn.
    Man findet in „Fando y Lis“ einige Ideen, die der Regisseur und Psychomagier später nochmals in „El Topo“ und „The Holy Mountain“ verwendet, etwa die Vögel, die beim Tod eines Menschen den Brustkorb verlassen – Teil einer albtraumhaften Beerdigungszene, die wohl direkt den Untiefen des unruhigen, nächtlichen Schlafs entsprungen ist.
    „Fando y Lis“ besitzt sicherlich nicht die Wucht der folgenden Filme, ist für sich gesehen aber eine wahre Perle, ein kleines Meisterwerk, das ich jedem ans Herz legen möchte, der sich auch nur halbwegs auf Jodorowsky einlassen kann.

    --

    #4512095  | PERMALINK

    krautathaus

    Registriert seit: 18.09.2004

    Beiträge: 26,193

    Puncture – Kassen & Kassen ***1/2

    --

    “It's much harder to be a liberal than a conservative. Why? Because it is easier to give someone the finger than a helping hand.” — Mike Royko
    #4512097  | PERMALINK

    sonic-juice
    Moderator

    Registriert seit: 14.09.2005

    Beiträge: 10,983

    Nick LonghettiBaby Yaga (Corrado Farina, 1973) * * * 1/2
    Le Orme (Luigi Bazzoni, 1975) * * * * 1/2

    Toll! Im Kino? Habe die beiden einst auch im Italo-Double Feature gesehen. Insbesondere „Le Orme“ ist ein Schatz – und die Gelegenheit, ihn auf Leinwand zu sehen, leider selten.

    --

    I like to move it, move it Ya like to (move it)
    #4512099  | PERMALINK

    tina-toledo
    Moderator

    Registriert seit: 15.06.2005

    Beiträge: 13,393

    In den letzten Tagen:

    Tinker Tailor Soldier Spy (Tomas Alfredson, 2012) * * * 1/2

    Sunset Boulevard (Billy Wilder, 1950) * * * * *

    Und nochmal:

    Morocco (Josef von Sternberg, 1930) * * * * 1/2

    --

    Sir, I'm going to have to ask you to exit the donut!
    #4512101  | PERMALINK

    jan_jan
    Chosen Undead

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 5,890

    Late Spring (Ozu)
    The Only Son (Ozu)
    Bottle Rocket (Wes Anderson)

    Owen Wilson mit kurzen Haaren!

    --

    Arise now, ye Tarnished/Ye dead, who yet live/ The call of long-lost grace speaks to us all  
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