Bob Dylan 2018

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  • #10346093  | PERMALINK

    krostitz

    Registriert seit: 08.12.2014

    Beiträge: 594

    @dengel

    Neu-Ulm mit 120 und Krefeld mit 144 ist aber auch nicht soviel besser. Oder geht man in so ne große Halle auch in feinen Zwirn?

    Allerdings ist es schon seltsam, dass die einen Hallen recht teuer und die anderen recht günstig sind. Ist mir bei anderen Künstlern, die in diesen Hallen gespielt haben, noch nicht so krass aufgefallen.

    --

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    #10346097  | PERMALINK

    dengel

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 54,610

    Ich kenne nur das Festspielhaus in Baden-Baden. Allein schon das Interieur (Sitze,  Leuchten…) ist schon zum Feineren zu rechnen. Vielleicht rechnen die aber auch mit Beschädigungen durch die „wilden Rockfans“ und schlagen das womöglich schon auf den Preis drauf.

    --

    #10346151  | PERMALINK

    nail75

    Registriert seit: 16.10.2006

    Beiträge: 41,648

    krostitz2014 hab ich für einen Innenraum-Stehplatz 65€ gezahlt, aber Stehplätze scheint es gar nicht mehr zu geben. Mit Sitzplätzen verdient man vermutlich mehr. Siehe Baden-Baden

    Das Festspielhaus in Baden-Baden gibt es nur in bestuhltem Zustand.

    --

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    #10346411  | PERMALINK

    jan-lustiger

    Registriert seit: 24.08.2008

    Beiträge: 10,028

    Live gehört hab ich ihn schon, gesehen nicht so wirklich. Vielleicht sollte ich das in Nürnberg ändern.

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    #10346455  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
    aquoiboniste

    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 45,741

    11.4., Zürich, Hallenstadion … gerade 2 Tickets gekauft – auch alles bestuhlt, leider schon länger so, weshalb ich da auch ein paar Dylan-Konzerte ausliess. Hoffe der alte Herr, für den die zweite Karte bestimmt ist, hat an dem Abend auch Zeit …

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    #10346715  | PERMALINK

    krostitz

    Registriert seit: 08.12.2014

    Beiträge: 594

    nail75 Das Festspielhaus in Baden-Baden gibt es nur in bestuhltem Zustand.

    Soweit ich das überblickt habe, sind alle Deutschland-Konzerte bestuhlt und es gibt nirgendwo mehr Stehplätze. Kann aber auch sein, dass ich was übersehen hab

    --

    Es gibt Tage, da verliert man und es gibt Tage, da gewinnen die Anderen
    #10450959  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
    aquoiboniste

    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 45,741

    Bob Dylan – Hallenstadion, Zürich – 11.04.2018

    Etwas verhalten ging es los, Bob krächzte ein wenig, das Gesangsmirko war so leise oder er sang so daneben, dass man ihn anfangs nur schlecht hörte … „Things Have Changed“? Spätestens als die Band eine fetzige Version von „Highway 61“ anstimmte, verflogen die Bedenken schnell, Dylan sang mit grosser Ernsthaftigkeit und gab sich ebenso grosse Mühe: man merkte es ja auf den letzten Alben mit den alten Broadway-Songs: er weiss genau, was er tut, er trifft jeden Ton, wenn er denn will … und er kann trotz der nicht mehr vorhandenen Stimme sogar noch lange Töne halten. Die Band trug ihn durch das Set, Soli gab es eigentlich keine (eine kurze Passage für den Kontrabass hörte man kaum, weil das Boogie-Woogie-Piano von Dylan etwas zu stark verstärkt war, später gab es ein kurzes Schlagzeugsolo, Charlie Sexton und Donnie Herron spielten da und dort ein paar Linien, aber das tolle an dieser Band ist ja gerade, wie gut sie zusammen spielen, wie eng sich alles verzahnt und wie tight die Grooves sind, die dabei herauskommen. Der Sound im Hallenstadion war erfreulich gut, die Bühne mit einigen Tüchern und verschiedenen Scheinwerfern ähnlich gestaltet wie vor ein paar Jahren in Basel (wo es zuviele der alten Songs gab, dieses Mal waren es nur drei und die ersten zwei davon waren zudem wirklich berührend, „Autumn Leaves“ müsste nicht sein, finde Dylans Version auch auf CD recht lahm, irgendwie fehlt der Wechsel in den kickenden Swing, der nötig wäre, um das lahme Ding zu retten).

    Die 90 Minuten vergingen wie im Flug, neben einem halben Dutzend Songs von „Tempest“ gab es auch welche von „Time Out of Mind“, „Love and Theft“ und „Modern Times“. Und dazwischen ein paar grossartige Klassiker, „Desolation Row“ nicht neu arrangiert aber sehr schön, „Simple Twist of Fate“ endlich in einem neuen Arrangement, das durchgenudelte der letzten Jahre wurde aussortiert. Kaum zu erkennen war auch das grossartige „Tangled Up in Blue“ – bei manchen Songs halfen wirklich nur Textzeilen, um sie zu erkennen. Die Klassiker-Dichte war also recht niedrig, zumal „Don’t Think Twice“ noch nicht wirklich gut war – aufwärmen dürfte halt auch his Bobness noch hinter der Bühne, aber das ist wohl zuviel verlangt … Als Zugaben folgten dann noch zwei, „Blowin‘ in the Wind“ mit Herron an der Geige und auch kaum zu erkennen (der alte Herr, den ich zum Konzert einlud, wollte mir zunächst nicht glauben, dass das „Blowin‘ in the Wind“ war) und dann noch die Ballade des dünnen Mannes – „something is happening here“ und wir wissen immer noch nicht so genau, was es denn ist. Aber gut war es, sehr gut sogar. Und wie der altgediente Dylanologe Jean-Martin Büttner im Tagesanzeiger schreibt: zum Guten gehörte auch, dass er die Harmonika kein einziges Mal hervorholte. Gegen etwas mehr „center of stage“ hätte ich auch nichts gehabt, das übermässig laute Piano war manchmal etwas nervig, dann aber mit seinen rollenden Akkorden und Attacken auch wieder toll ins Gefüge der Band eingepasst.

    Die Setlist:
    1. Things Have Changed (Bob on Piano)
    2. Don’t Think Twice, It’s All Right (Bob on Piano)
    3. Highway 61 Revisited (Bob on Piano)
    4. Simple Twist Of Fate (Bob on Piano)
    5. Duquesne Whistle (Bob on Piano)
    6. Melancholy Mood (Bob center stage)
    7. Honest With Me (Bob on Piano)
    8. Tryin‘ To Get To Heaven
    9. Once Upon A Time (Bob center stage)
    10. Pay In Blood (Bob on Piano)
    11. Tangled Up In Blue (Bob on Piano)
    12. Early Roman Kings (Bob on Piano)
    13. Desolation Row (Bob on Piano)
    14. Love Sick (Bob on Piano)
    15. Autumn Leaves (Bob center stage)
    16. Thunder On The Mountain (Bob on Piano)
    17. Soon After Midnight (Bob on piano)
    18. Long and Wasted Years (Bob center stage)
    (encore)
    19. Blowin‘ In The Wind (Bob on Piano)
    20. Ballad Of A Thin Man (Bob on Piano)

    Die Band:
    Bob Dylan – voice, piano
    Tony Garnier – bass
    George Recile – drums
    Charlie Sexton – lead guitar
    Stu Kimball – rhythm guitar, maracas
    Donnie Herron – pedal steel, lap steel, violin, banjo, electric mandolin

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    #10450965  | PERMALINK

    stormy-monday

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    Beiträge: 10,849

    Danke Gypsy. Wenn es sich zeitlich ausgeht, brause ich heute Abend nach Ulm. Ging sicher pünktlich los?

    --

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    #10451007  | PERMALINK

    nikodemus

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    Beiträge: 20,104

    Aber doch insgesamt eine tolle Setlist.

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    #10451011  | PERMALINK

    gipetto

    Registriert seit: 04.02.2015

    Beiträge: 7,274

    Danke für die geschilderten Impressionen, @gypsy-tail-wind! Als Dylan vergangenes Jahr in Braunschweig spielte, hatte ich ihn noch nicht auf dem Schirm. Vielleicht ergibt sich die Gelegenheit ja noch einmal. Wobei meine Schwester, die ihn als Riesenfan mittlerweile etliche Male live gesehen hat, seine Konzerte inzwischen bewusst meidet.

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    "Really good music isn't just to be heard, you know. It's almost like a hallucination." (Iggy Pop)
    #10451021  | PERMALINK

    cycleandale
    ALEoholic

    Registriert seit: 05.08.2010

    Beiträge: 5,793

    nikodemusAber doch insgesamt eine tolle Setlist.

    Ja. Ich komm jetzt doch ins Grübeln….

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    #10451097  | PERMALINK

    jackofh

    Registriert seit: 27.06.2011

    Beiträge: 2,021

    gipettoAls Dylan vergangenes Jahr in Braunschweig spielte, hatte ich ihn noch nicht auf dem Schirm. Vielleicht ergibt sich die Gelegenheit ja noch einmal. Wobei meine Schwester, die ihn als Riesenfan mittlerweile etliche Male live gesehen hat, seine Konzerte inzwischen bewusst meidet.

    Dann ist sie aber kein Riesenfan. Auf jeden Fall eine fatale Fehlentscheidung…

    Nach Braunschweig (und Hannover) kommt Dylan doch recht regelmäßig: also beim nächsten Mal hingehen! Ich habe den Meister in BS bereits mehrmals gesehen. An die wunderbare Version von „Where Teardrops Fall“ z.B. auf dem Konzert von 2001 in der Stadthalle denke ich noch oft zurück. Solche Überraschungen hat er heute zwar kaum noch im Programm. Dennoch lohnt sich natürlich jede einzelne von Bobs Shows!

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    #10451123  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
    aquoiboniste

    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 45,741

    stormy-mondayDanke Gypsy. Wenn es sich zeitlich ausgeht, brause ich heute Abend nach Ulm. Ging sicher pünktlich los?

    Ja, es ging möglicherweise sogar schon um 19:58 los … aber die ersten zwei Songs waren ja noch sowas wie Soundcheck und Einspielen.

    nikodemusAber doch insgesamt eine tolle Setlist.

    Sehr tolle Setlist fand ich! In Basel, wo ich ihn zuletzt hörte, war das Ambiente etwas schöner (der Raum viel kleiner), aber es gab anteilsmässig zuviele von den alten Standards … der NZZ-Rezensent (mit dem ich v.a. in Sachen Jazz oft nur halb einig bin, manchmal auch gar nicht) fand auch gestern einiges zu sehr runtergespielt, aber ich denke das ist halt der Grat, auf dem sich die Band bewegt – die sind aufeinander abgestimmt, auch auf Dylan und sein Piano bestens eingestellt, sie lassen das ganze Konzert zum nahtlosen Fluss werden (wobei ich das – musikalische – Herumgeplänkel zwischen den Songs dazu nicht immer gebraucht hätte) … und da schleicht sich halt auch Routine ein, die da und dort vielleicht etwas zu sehr in den Vordergrund gerät.

    gipettoDanke für die geschilderten Impressionen, @ gypsy-tail-wind! Als Dylan vergangenes Jahr in Braunschweig spielte, hatte ich ihn noch nicht auf dem Schirm. Vielleicht ergibt sich die Gelegenheit ja noch einmal. Wobei meine Schwester, die ihn als Riesenfan mittlerweile etliche Male live gesehen hat, seine Konzerte inzwischen bewusst meidet.

    Fatale Fehleinschätzung würd ich nicht sagen … nachvollziehen kann man das schon, aber ich habe mir im Gegenteil gestern vorgenommen, zu jedem allenfalls noch kommenden Dylan-Konzert hinzugehen, einfach weil … was halt schon eindrücklich ist: ich vermute, durch die Standards-Alben hat er sich in Sachen Singen im Vergleich mit Mitte der Nuller (ich glaube 2004 hörte ich ihn im Hallenstadion, das war mein drittes Dylan-Konzert und gerade wegen dem Gesang der Tiefpunkt – das gestern war das sechste, ich habe im Hallenstadion – das ich auch als Raum nicht mag, gestern war es zudem kalt, weil unter dem Boden noch das Eis für die Hockeyaner war, der Raum war aber verkleinert, weil Dylan den sonst nicht ausverkauft hier, war auch so nicht restlos voll) wieder deutlichg gesteigert hat. Man kann wohl sagen: er hat zwar keine Stimme mehr, aber er setzt sie sehr gekonnt ein, sein Timing ist toll, er trifft die Töne genau so, wie er will, und im Gesamtpaket hat das schon ordentlich Charisma (trotz des total uncharismatischen Gesamtauftritts) und vermag immer noch sehr zu berühren. So war ausgerechnet der alte Song „Melancholy Mood“ gestern eines der Highlights.

    --

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    #10451185  | PERMALINK

    pheebee
    den ganzen Tag unter Wasser und Spaß dabei

    Registriert seit: 20.09.2011

    Beiträge: 15,262

    jackofh

    gipettoAls Dylan vergangenes Jahr in Braunschweig spielte, hatte ich ihn noch nicht auf dem Schirm. Vielleicht ergibt sich die Gelegenheit ja noch einmal. Wobei meine Schwester, die ihn als Riesenfan mittlerweile etliche Male live gesehen hat, seine Konzerte inzwischen bewusst meidet.

    Dann ist sie aber kein Riesenfan. Auf jeden Fall eine fatale Fehlentscheidung…
    Nach Braunschweig (und Hannover) kommt Dylan doch recht regelmäßig: also beim nächsten Mal hingehen! Ich habe den Meister in BS bereits mehrmals gesehen. An die wunderbare Version von „Where Teardrops Fall“ z.B. auf dem Konzert von 2001 in der Stadthalle denke ich noch oft zurück. Solche Überraschungen hat er heute zwar kaum noch im Programm. Dennoch lohnt sich natürlich jede einzelne von Bobs Shows!

    Ja, Dylan Konzerte sind immer noch ein Ereignis. So oder so. Gypsy beschreibt das korrekt.
    Andereseits: geh mir weg mit den „Riesenfans“! Ich bin immer froh, wenn die nicht in meiner Nähe sitzen/stehen, weil die ständig sabbeln, was zu nörgeln haben, lautstark ihre Kommentare ablassen (müssen). Nervig ohne Ende. Dann isses mir lieber, die bleiben weg, wenn’s ihrer Meinung nach so unerträglich ist.

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    Ever tried. Ever failed. No matter. Try Again. Fail again. Fail better. Samuel Beckett
    #10451191  | PERMALINK

    jackofh

    Registriert seit: 27.06.2011

    Beiträge: 2,021

    Da ich keine Smileys nutze: Die „fatale Fehlentscheidung“ war natürlich nicht 100% ernst gemeint (daher die …). Dennoch würde und werde ich es als Fan wie gypsy halten und jede sich bietende Gelegenheit nutzen, um Dylan zu sehen.

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