Ahmed Abdul-Malik

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    wolle62

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    AHMED ABDUL-MALIK – East Meets West von 1960 auf R.C.A (US)

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    Der 1927 in Brooklyn, New York geborene Kontrabassist und Oud Spieler gehörte bis zu seinem Tod 1993 zu den Pionieren der Worldmusik im Jazz. Bereits im Alter von 8 Jahren spielte er Violine, bevor er als Jugendlicher zum Kontrabass wechselte. Seine Jazzkarriere begann bereits 1945 durch sein Mitwirken in den Bands von Art Blakey, Don Byas und Randy Weston. Später spielte er auch u.a. mit Jazzgrößen, wie Thelonious Monk, John Coltrane oder Johnny Griffin. Im Jahre 1957 gründete er das Ensemble MIDDEL EASTERN MUSIC, mit dem er erstmals arabische Musik mit Jazz fusionierte, womit er in den 60er Jahren sehr viel Erfolg hatte. Seit 1970 unterrichtete er im Rahmen eines staatlich geförderten Musikunterrichts-Programms verschiedene Saiteninstrumente an allgemeinbildenden Schulen seiner Heimatstadt New York. Ahmed Abdul-Malik starb am 2. Oktober 1993 in New Jersey.

    Sein zweites Album unter eigenem Namen „East Meets West“ wurde vom 16. bis 31. März 1959 in New York aufgenommen und 1960 auf R.C.A als Living Stereo LSP-2015 veröffentlicht. Für dieses Projekt, bei dem er Orientalische Musik aus Afrika u.a. aus dem Sudan (das Heimatland seines Vaters) oder Ägypten, dem Libanon oder auch dem Irak mit dem amerikanischen Jazz verschmolz, konnte er so namenhafte Musiker wie Benny Golson, Curtis Fuller, Johnny Griffin und Lee Morgan gewinnen.

    Zu den Songs:

    01. El-Lail (The Night) – Der erste Song macht auch gleich klar, wohin die Reise gehen soll. Wie ein Stück aus 1001 Nacht eröffnet das Stück, bevor es in jazzigere Gefilde mündet.
    02. La Ibky (Don’t Cry) – Wie eigentlich bei allen Stücken steht die Oud, die Ahmed Abdul- Maik hier als sein Zweitinstrument spielt, im Mittelpunkt. Zudem ein schönes Violinensolo von Naim Karacand, gefolgt von ein paar Ausrufezeichen von Lee Morgan.
    03. Takseem (Solo) – Der Song wird getragen von einer Frauenstimme, den Namen der Sängerin konnte ich leider nicht ermitteln.
    04. Searchin‘ – Ein Paradestück für Lee Morgen an der Trompete und Jerome Richardson an der Flöte. Abdul-Malik wechselt hier zum Kontrabass. Ein Klasse Stück mit einem Megadrive.
    05. Isma’a (Listen) – Seite gedreht und direkt sind wir wieder im Orient. Die Oud ist wieder Chef im Ring. Doch plötzlich zieht Al Harewood an den Drums das Tempo an und Golson, Griffin und Morgen blasen uns die Gehörgänge frei.
    06. Rooh (The Soul) – Hier ist der Jazz wohl am wenigsten zu spüren. Violine und Oud klingen doch sehr Arabisch.
    07. Mahawara (The Fugue) – Fängt fast an wie ein Militämarsch, wenn da nicht der gestrichene Kontrabass und die Percussion im Hintergrund wäre. Ein Oud-, gefolgt von einem Violinensolo rundet das Ganze ab.
    08. El Ghada (The Jungle) – Mit fast Latin mäßigen Rhythmen geht es in den Endspurt. So kommen Percussion und Drums auch nochmal zur Geltung.

    So, nach knapp 35 Minuten war es das, eine der ersten Weltmusikplatten im Jazz. Und obwohl mir nur ein US Reissue von 1995 auf Vinyl vorliegt, muss ich sagen, die Platte klingt hammermäßig gut und ich kann kaum glauben, dass das Original noch viel besser sein soll.

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    #9095669  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out So Much"

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    The Music of Ahmed-Abdul Malik (New Jazz) 1961 – wieder mit spürbar wachsendem „jazzigem“ Einschlag, feine Platte.

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #9095671  | PERMALINK

    wolle62

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    @soulpope,

    ja, eine sehr gute Platte von ihm, durch die ich erst auf ihn aufmerksam wurde. Lag Gestern Abend auch noch auf dem Teller.

    Wolle

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    #9095673  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out So Much"

    Registriert seit: 02.12.2013

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    @wolle 62

    Solltest Du auch für das Instrument Oud per se Interesse entwickeln, so kann ich Dir Folgendes empfehlen:

    Eine faszinierende Aufnahme des Oud-Meisters Munir Bashir produziert vom Radio France aus dem Jahr 1971

    http://www.amazon.co.uk/Iraq-Munir-Bashir/dp/B00005KCLI/ref=sr_1_1?s=music&ie=UTF8&qid=1391240651&sr=1-1&keywords=munir+bashir

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #9095675  | PERMALINK

    wolle62

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    Beiträge: 1,601

    @soulpope,

    danke für den Tip, da werde ich auch mal reinhören. Ich liebe noch die Platten von Henri Texier, einem französischem Bassisten, der auf seinen ersten Soloplatten auch teilweise die Oud spielt.

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    #9095677  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Mein Einstieg war „Jazz Sahara“ … „The Music“ und „Sounds of Africa“ gab’s dann auf einem tollen CD-Twofer. Die RCA-Scheibe fehlt mir leider immer noch.

    Jüngst hat Dustygroove auch das fehlende letzte Riverside-Album nachgelegt – steht bei mir noch auf dem Einkaufszettel:

    PS: ich hoffe, das Verschieben ist okay – wenn wir schon eine Jazz-Ecke haben, finde ich es sinnvoll, die Threads der einigermassen klar zuzuordnenden MusikerInnen hier zu bündeln (Nina Simone ist z.B. eine Ausnahme, deren Thread anderswo untergebracht ist – aber das grosse Publikum hier wird sich kaum für Ahmed Abdul-Malik interessieren, da „draussen“ ginge der Thread rasch unter und vergessen).

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    #9095679  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Oh, ich sehe gerade, die alte BMG-CD von „East Meets West“ ist natürlich nur zu überteuerten Preisen zu haben … aber es gibt einen Twofer, auf dem sich auch ein Album von Charles Ganimian findet … hässliches Cover, aber die hole ich mir wohl mal, von Ganimian habe ich noch nie gehört:

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    #9095681  | PERMALINK

    wolle62

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    @gypsy,

    klar ist das o.k., wusste nur nicht wo solche Threads aufmachen. Die mir noch fehlende „Spellbound“ habe ich auch schon geordert.
    Ansonsten gibt es Seine vier ersten Platten auch als Vinylreissues z.Zt. günstig bei hhv zu bestellen.

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    #9095683  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Hm, So Far Out Records (bei hhv) oder City Hall (bei JPC), was sind das für Label? Europäische PD-Ausgaben? Bei der CD, die ich abgebildet habe, frage ich mich natürlich dasselbe … vermutlich lautet die Antwort stets ja und andere Ausagben wären zu bevorzugen, aber die alten BMG-CDs sind wirklich keine Schmuckstücke, für eine solche werde ich auf keinen Fall 40€ oder noch mehr hinblättern.

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