Startseite › Foren › Das Radio-Forum › StoneFM › 28.03.15–Rudis Maxitüte#25: Städtereisen/Save me from this Rock’n‘Roll
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Jimmy Jørgensen – Everybody’s gotta learn sometime (J. Warren); A Face in the Crowd, 2011.
Gelernt hat er Klempner, aber wann der 1964 geborene Jimmy Jørgensen das letzte Mal die Rohrzange schwang, entzieht sich meiner Kenntnis. Seit Mitte der 80er Jahre macht er Musik, zuerst als Frontman von Hotel Hunger, die 1989 mit ihrem Debütalbum herauskamen, und seit Mitte der 90er Jahre in Soloausflügen. Er arbeitete als Schauspieler in Film und Fernsehen sowie auf der Bühne in Musikproduktionen wie Tom Waits‘ „Black Rider“ und veröffentlichte zwei großartige Coveralben – „Come into my Sleep“ von 2010 sowie „A Face in the Crowd“ von 2011. Aus letzter Produktion nun das Cover von „Everybody’s gotta learn sometime“, im Original von den Korgis. Und hier mache ich erneut eine Ausnahme von meinen selbstgesetzten Regeln, denn im strengen Sinne ist das jetzt wahrscheinlich kein Singer-Songwriter-Pop, da ja nicht selbstgeschrieben. Aber ohne Jimmy hätte ich diese Sendung unvollständig gefunden. Und Songwriting beherrscht er durchaus, nur ich bleibe den Beweis dafür schuldig.
http://da.wikipedia.org/wiki/Jimmy_J%C3%B8rgensen
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Werbung:sonne:
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... und in den Taschen nur Messer und Fusseldu wärst was schuldig geblieben, wenn du das nicht gespielt hättest ;-):sonne:
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BAD TASTE IS TIMELESSCopperheaddu wärst was schuldig geblieben, wenn du das nicht gespielt hättest ;-):sonne:
Danke :liebe: !
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Say yes, at least say hello.11.

Steen Jørgensen – Decades (Joy Division); Standards for living…, 2013.
Jørgensen, nicht verwandt und nicht verschwägert, zum zweiten, diesmal der ebenfalls komplett unverzichtbare Steen, den ich auch in meiner Novembersendung breiter mit seinem Soloalbum vorstellte. Also – die Chance genützt für ein Selbstzitat: „Steen Jørgensen, ehemals Frontman der ebenfalls großartigen Sort Sol, anfänglich Sods geheißen. Meine Güte – der Mann dürfte hier ja mittlerweile auch einen Namen haben, und vor einem Jahr brachte er endlich sein Soloalbum heraus. Es ist ja nicht so, dass er seit dem Ende von Sort Sol, geschätzt so um 2004 herum, Nägelkauend auf dem Sofa saß. (…) Aber im letzten Herbst dann endlich sein Solodebüt, ein Coveralbum mit dem großartigen Namen „Standards for Living…“, was die dänische Musikkritik in heftiges Schlingern brachte. Was war erwartet worden? Ein Coveralbum scheinbar nicht. Immerhin kann ein Künstler mit Coverversionen eine Menge deutlich machen, vor allem mit denen, die keiner auf dem Plan hat.“ Nun spiele ich heute Abend genau den Song, den man natürlich als komplett überraschungsfrei ansieht, wenn man die Tracklist des Albums anschaut. Wer sollte denn Joy Division covern, wenn nicht Steen Jørgensen? Auf der anderen Seite – werden Joy Division häufig gecovert? Na eben! „Decades“ lohnt unbedingt den erneuten Bruch der Regel, nur eigenes Material zu spielen.
https://da-dk.facebook.com/pages/Steen-J%C3%B8rgensen/319038854789968
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Say yes, at least say hello.
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
edit.
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So, bin wieder anwesend.
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>Still crazy after all these years<>>>
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
eine sehr gute Coversversion ist das:sonne:
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R2D2So, bin wieder anwesend.
Schön :sonne: !
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Say yes, at least say hello.sameine sehr gute Coversversion ist das:sonne:
Danke :liebe: – und das gesamte Album ist erste Sahne.
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Say yes, at least say hello.:sonne::sonne::sonne::sonne::sonne:
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... und in den Taschen nur Messer und Fussel12.
C.V. Jørgensen – Tempo & timing (Valentin, L. Hybel); Indian Summer, 1988.

Der dritte Jørgensen in meiner kleinen Reihe hat das Vornamenkürzel C.V., wobei C für Carsten, V für Valentin steht. Den Valentin hat er sich allerdings als Künstlernamen dazu gesucht. Und Achtung: Hier haben wir einen weiteren Monolithen, und ebenfalls jemanden, der mit sehr einprägsamer, nicht unbedingt gefälliger Stimme singt. 1950 im idyllischen Norden Kopenhagens geboren, startet er 1974 in seine musikalische Karriere. Es sind seine Texte, die ihn so unglaublich bedeutsam machen. Beißend satirisch ohne Rücksicht auf Gruppen, egal ob universitäre Intelligenzija oder Kleingärtneridyll, dazu mit einer phantastischen Metaphorik wird er im heutigen Dänemark vor allem als Dichter gefeiert, und die Bezeichnung „der dänische Dylan“ ist nicht falsch.
Waren die 70er für C.V. ein Jahrzehnt, in dem seine Kreativität förmlich explodierte, so entpuppten sich die 80er eher als Durststrecke. Nach „Tidens Tern“ von 1980, das Aufnahme fand in den nationalen dänischen Kulturkanon, fand er erst gegen Ende der 80er zu seiner alten Größe zurück. „Indian Summer“ erschien 1988, den Titelsong coverten unter anderen Sort Sol als einzigen dänisch sprachigen Song in ihrem Repertoire, und aus dem gleichnamigen Album spiele ich „Tempo & Timing“ für euch. In den 90ern entwickelte C.V. Jørgensen eine völlig veränderte musikalische Sprache – er entfernte sich vom Rock und verwendete Jazzelemente, seine Musik war nicht länger temporeich und mitreißend, sondern spröde und äußerst verstiegen.
Tempo & Timing
Mitternacht – halt mich wach, bis ich umfalle
Bis meine Schwarzseherei ausbleicht
Und meine Welt in Späne fälltStille – leiste mir Gesellschaft, während ich warte
Zeig mir all deine Talente
Halt mich aufrecht und pack mich in Watte, wenn ich kippeLeerlauf – rocke und rolle mich, bis ich lalle
Bis mein IQ fällt
Und mein Ego abdanktDummheit – gib mir Paroli, bis ich flenne
Pflanz ein Lächeln auf meine Lippen
Lass mich an einem Ort fallen, den es nicht gibtDas Tempo hängt, die Stimmung ist blau
Und der Beat, den wir vermissen, wird von anderen gemacht
Das Timing hält & wir werden alte Männer
Ehe der Geist von Achtundsechzig sich erneut unserer bemächtigtMorgengrauen – gib mir Vertrauen, bis ich schwanke
Bis mein Steckenpferd steigt
Und mein Hochmut fälltWahrheit – lass mich vergessen, wen ich kenne
Zünde meine Kerze an beiden Enden an
Nimm mich mit nach draußen, wo ich keine Wurzeln schlagen kannhttps://da-dk.facebook.com/pages/C-V-J%C3%B8rgensen/14274705484
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Say yes, at least say hello.Lucy Jordan12.
C.V. Jørgensen – Tempo & timing (Valentin, L. Hybel); Indian Summer, 1988.
toll! :sonne:
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Software ist die ultimative Bürokratie.Lucy JordanDanke :liebe: – und das gesamte Album ist erste Sahne.
und eine version meines „nr. 1 songs“ ist auch drauf ! :sonne:
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BAD TASTE IS TIMELESSTolle Musik, super Text!
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>Still crazy after all these years<>>> -
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