Re: Objektivität vs. Subjektivität bei der Bewertung von Musik

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hal-croves
אור

Registriert seit: 05.09.2012

Beiträge: 4,623

gypsy tail windAber sind die Fashion-Photos von Le (ich bin nicht so der Schminker) na vom Wochenende denn nun objektiv schön?

Ha Ha!

Im Ernst: Dass der Begriff der Objektivität im Zusammenhang mit Schönheit, mit den Künsten und der Musik fehl am Platze ist, ist längst hinreichend und überzeugend dargelegt worden. Viel stimmiger finde ich da den Begriff der Wahrheit, weil er in seiner Emphase der Schönheit sehr nahe ist und der Emotionalität der Musik durchaus gerecht wird. Und um die Wahrheit muss in der Tat gerungen werden, darin unterscheidet sie sich ebenfalls von der Objektivität, die als fait accompli erscheint.

In diesem Sinne behaupte ich mit dem Anspruch auf Wahrheit, dass Lenas Fotos im FAZ-Magazin schön sind, aber ich weiß, dass ich keinen Anspruch auf Zustimmung habe. Ich kann aber, sobald die Diskussion über diese Frage eröffnet ist, ausführlich begründen, warum sie schön sind, genauso wie ich ausführlich begründet habe, warum Lena großartigen Pop macht. In dieser Frage wurde die Diskussion in diesem Forum aber leider weitestgehend verweigert und durch Obstruktion ersetzt.

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"Edle, freie Unbefangenheit bei Allem. ... Alle übrigen Vollkommenheiten sind der Schmuck unsrer Natur; sie aber ist der der Vollkommenheiten selbst. ... Sie ist mehr als Leichtigkeit, sie geht bis zur Kühnheit: sie setzt Ungezwungenheit voraus und fügt Vollkommenheit hinzu. Ohne sie ist alle Schönheit todt, alle Grazie ungeschickt: sie ist überschwenglich, geht über Tapferkeit, über Klugheit, über Vorsicht, ja über Majestät." (Baltasar Gracián) =>mehr<=