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Tenter Hook – Back on the Road again/don’t need no Love
Dark Side Records A/6209 1981
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Die Band
Tenter Hook wurden 1973 in der Nähe von Lausanne in der französisch sprechenden Schweiz geründet in der Besetzung; Laurent Béguelin Keyboards, Eric Schenk. Gitarre, Domey Schreyer Bass, Serge Castiglione Sänger, Pierre Schenk Schlagzeug und Gesang.
Ihren ersten grösseren Erfolg feierte die Rockband mit dem 1. Platz Sparte Rock am Nationalen Rockwettbewerb 1979 in Augst. Diese „Band Wettbewerbe“ erfreuten sich in der Schweiz in dieser Zeit einer grossen Beliebtheit, nach meinem Wissen hat es aber nie eine Gewinnerband anschliessend wirklich geschafft sich längere Zeit zu etablieren und von der Musik zu leben. Tenter Hook schaffte es aber immerhin die Aufmerksamkeit eines Internationalen Musikstars auf sich zu ziehen. Rick Wakeman von Yes, der glaube ich zu dieser Zeit auch irgendwo in dieser Gegen (Genfersee) lebte. Wakeman wollte die Band produzieren und nahm mit Ihnen auch in einem Tonstudio in Lausanne einige Stücke auf.
Just aber in dieser Zeit bekam er irgendwie Aerger mit dem Schweizer Finanzamt und so machte er sich wieder auf den Weg nach England ohne seine Arbeit mit Tenter Hook abzuschliessen. Als Resultat immerhin konnte die Band ihre erste Single veröffentlichen (Back on the Road again). Wechselte dann zu denn Aufnahmen der 2. Single ihren Sänger aus. Neu übernahm ein gewisser Fredo Brohy das Mikrofon und war dann auch auf der 2. Single (Keep on dreaming/Man in the Shade) zu hören. Die erschien ebenfalls auf Dark Side Records mit der Nummer 0002, was darauf schliessen lässt das dieses Label kaum mehr andere Platten raus gebracht hat. Tenter Hook erlebte noch einen weiteren letzten Höhepunkt in ihrer Karriere als sie 1983 als Vorband der damals noch praktisch unbekannten australischen Band „Men at Work“ am Jazz Festival in Montreux auf die Bühne durften und nach eigenen Angaben ganz schön mächtig abgeräumt haben. Kurz danach war dann Schluss mit Lustig.
Die A / Seite „Back on the Road again“
Das Stück beginnt mit einem Keybaord/Piano Einleitung und geht über in einen feinen Boogie Rock Teil der besonders vom Schlagzeug getragen wird. Ich denke zu dieser Zeit haben Bands wie die englische Tyla Gang oder die Steve Gibbons Band ähnlich Stücke in ihrem Programm.
Die B / Seite „Don’t need no Love“
Definitiv nicht mein Cup of Tea. Zu sehr tönt dieses Stück an nach einem abgelegtes spätens Stück von Yes. Es dominiert das Keyboard und überhaupt kommt das Stück zu vertrackt rüber.
Das Interview
Das kurze Interview durfte ich mit Pierre Schenk führen
Wie oft habt ihr damals Live gespielt?
RS; Tenter Kook hat eigentlich recht viel in der Schweiz gespielt und so kamen doch 25-30 Konzerte pro Jahr zusammen
Wo würdest Ihr Euch Stilmässig sehen?
PS; Ja jeder wollte die Band irgendwie klassifizieren und zuordnen, so war es für uns selber schwierig uns einem gewissen Stil einzuordnen. Ich denke Rock trifft es doch am ehesten da wir verschiedenen Einflüssen ausgesetzt waren
Ich denke „Back on the Road again“ war sicher so etwas wie Euer Live Smasher?
PS; Yep, das war das Stück sicher geeignet, aber wir hatten noch andere ähnliche Stücke im Programm, im übrigen stammte der Leadgesang bei diesem Stück von mir.
AW; Wie seit Ihr damals überhaupt an Rick Wakeman gekommen?
PS; Das lief alles über unseren Sound Engineer Wolfgang Ehrlich, der echt jede Menge Leute im Musikbusiness kannte und auch wusste wie man die Leute zu kommen bewegen konnte….
Interessant auch das man auf beiden Singles von Euch keine Angaben zu den Komponisten der Stücke findet, etwa ein versteckter Hinweis auf noch mehr Hilfe von Wakeman?
RS; Nein, das hatte mit Wakeman nichts zu Tun, ich glaube wir fanden das einfach nicht Wichtig genug damals. Alle Stücke stammten aber aus der Feder von Laurent und mir
Wie hoch war die gepresste Auflage der Single und wie habt ihr diese an den Mann/Frau gebracht?
RS; Bei beiden Singles lag die Auflage genau bei 1000 Stück, welche wir meistens auf unseren Konzerten verkauften, einige haben aber auch den Weg in Musikläden gefunden.
Losgeworden sind wir aber in den Jahren alle irgendwie. Für mich selber habe ich fast alle Aufnahmen auf CD digitalisiert, also auch die Aufnahmen die mit Rick Wakeman entstanden.
Fazit;
Eine nette kleine Single, die man auf einem Flohmarkt gerne mitnimmt, für den ganz grossen Auftritt als gesuchte Powerpop Single wird es nicht reichen. Aufgrund ihrer Konzerte damals dürfte die Single auch eher im Raume Lausanne / Genf zu finden sein. Ob Rick Wakeman eine zuhause hat habe ich vergessen zu fragen.
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Ich bin ein Arbeiter der Liebe, ich habe immer Vollbeschäftigung