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KarmaComaIch hab selten etwas Überflüssigeres im Rolling Stone gelesen als den Bericht über die Kid Rock Doubles. Welche Zielgruppe soll mit dieser, nicht mal einer Randnotiz würdig, angesprochen werden?
Wer sich an Kid Rock erinnern kann geschweige denn sich für seine Doppelgänger interessiert, habe ich mich auch gefragt. Kanye West hat zwar viele Fans, vermutlich auch unter RS-Lesern, aber auch die erfahren in dem Artikel nur, dass er selbstverliebt ist, und das wussten sie wahrscheinlich auch vorher. Und die Klatsch-Seiten: Wer wirklich wissen will, was irgendwelche Leute (hat irgendwer hier schon mal den Namen „Miley Cyrus“ gehört? Für mich klingt das wie der Name einer Mötley Crüe-Coverband) bei „Wetten dass“ getragen haben, hat das schon zwei Monate vorher im Internet oder Privatfernsehen erfahren. Wenn man all diesen Quatsch – für den sich bestimmt weder ein RS-Leser interessiert noch sich ein einziger neuer dazugewinnen lässt – wegließe, wäre locker nicht Platz für eine zweite Konzertrezension sondern sogar noch für zwei weitere. Und selbst die vier wären dann noch recht wenig für eine Musikzeitschrift.
Ansonsten kein herausragendes aber unterhaltsames und sein Geld wertes Heft. Ohne die CD hätte mich allerdings das Westernhagen-Special (das sich dann als doch als gut lesbar herausstellte) vom Kauf abgehalten. Richtig angenehm überrrascht hat mich übrigens der Filmteil.
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