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sparchDa muss man dann aber auch berücksichtigen, dass die Abstände zwischen den Alben immer größer wurden. So liegen zwischen Reality und The Next Day z.B. immerhin 10 Jahre. Dabei möchte ich nicht bestreiten, dass in den ersten 15 Jahren sicher mehr wichtige Aufnahmen entstanden sind als danach, aber so gesehen schneiden die restlichen 35 Jahre dann eben doch ganz gut ab, oder nicht?
Ja, stimmt. Wie gesagt: Ich will die Box nicht schlecht reden. Bestimmt sehr gut. Ich hatte sie im Plattenladen sogar schon mal in der Hand, habe mich dann aber anders entschieden, denn ich meine, man bekommt mehr gute Musik, wenn man sich stattdessen ein paar Bowie-must haves aus den 70ern besorgt. Oder andersrum und besser gesagt: Wenn man Ziggy und Low nicht komplett hört, verpasst man mehr, als wenn man Bowie nach 1980 nicht hört.
Ich wundere mich ja ein bisschen, dass kein schrecklicher shitstorm über mich hereinbricht, wenn ich den Bowie nach 1980 hier immer wieder schlecht mache – ohne ihn richtig zu kennen. Andererseits: Selbst die Bowie-Experten können da kaum was Amtliches empfehlen.
Am Ende ist es die Frage: Will man eine Compilation mit den Hits oder komplette Alben?
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„Etwas ist da, was jenseits der Bedeutung der Worte, ihrer Form und selbst des Stils der Ausführung liegt: etwas, was direkt der Körper des Sängers ist, und mit ein- und derselben Bewegung aus der Tiefe der Stimmhöhlen, der Muskeln, der Schleimhäute, der Knorpel einem zu Ohren kommt, als wenn ein und dieselbe Haut das innere Fleisch des Ausführenden und die Musik, die er singt, überspannen würde.“ (Roland Barthes: Die Rauheit der Stimme)