Re: Elvis Presley

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fotografgreg

Registriert seit: 30.11.2008

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Der Klang der Master ist bei allen drei Classic Ausgaben zu den Memphis Sessions (From Elvis In Memphis, Back In Memphis und dem Album das es nie gab – Elvis at American, jeweils als Doppel CD) denen der Legacy extrem ähnlich. Da gibt es keine nennenswerten Unterschiede – wenn überhaupt. Das gilt natürlich nur für die Stereo Fassungen, die Mono Versionen gibt es bei den FTD`s nicht.

Die verschiedenen Takes und auch die Mastertakes ohne Streicher, Chöre etc. die auf allen drei Ausgaben zu finden sind klingen Top. Lediglich bei einem oder einem oder zwei Proben ist Elvis „off Mike“, das liegt aber an der Aufnahme und ist kein klangliches, kein Mixingproblem.

Generell sind die Memphis Sessions technisch nicht die allerbesten Elvis Aufnahmen und rauschen etwas, aber das gilt auch für die Master. Die weniger oft überspielten Outtakes klingen eher besser da die Bänder „frischer“, weniger oft beansprucht sind.

Einziges Manko ist das man bei allen Versionen den Mix so wie bei den Originalalben gestaltet hat. Ende der 60èr war es durchaus üblich den Bass auf eine Seite und die Drums auf die andere zu mischen, die Rhythmusgruppe wird also auseinandergerissen. Das war damals modern ist aber definitiv eine Scheißidee gewesen weswegen dieser „Trend“ auch nie ein Comeback gefeiert hat. Über die Boxen ist es nicht so schlimm. über Kopfhörer nervt das allerdings schon etwas. Andererseits finde ich es absolut OK das man sich hier für ein historisch korrektes – und einheitliches – Klangbild entschieden hat.

Generell sind die Outtakes aus diesen Sessions sehr interessant weil Elvis – entgegen seiner Gewohnheit – nur mit kleiner Besetzung im Studio gearbeitet hat und die Alternativen Versionen daher sehr sparsam klingen.

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