Re: The Beatles

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clau
Coffee Bar Cat

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Der HofackerAllerdings sollte man Emericks Schnurren ein wenig relativieren, da er doch ein ausgesprochener „Paulaner“ ist, d.h. in McCartney den eigentlichen Führer und das eigentliche Genie der Band sieht, während er Lennons Beitrag spürbar niedriger hängt und Harrison sowohl als Komponisten wie auch als Gitarristen ziemlich abledert. Es gibt Zeitzeugen, die das ein bisschen anders sehen, zum Beispiel Klaus Voormann.
Dennoch ein unheimlich interessantes Buch, allein schon, weil es tolle Einblicke in die damalige Arbeitsweise gibt.

Moment, Emericks kritische Aussagen zu George Harrison beziehen sich ausdrücklich auf die Frühphase bis ’66, Harrisons Beiträge seit „Sgt. Pepper’s“ hat Emerick beinahe ausschließlich wohlwollend kommentiert, gleiches gilt für dessen Fähigkeiten als Instrumentalist. Klau Voorman war bei den allerwenigsten Aufnahmesessions der Beatles überhaupt anwesend und kann die Arbeit der Fabs dort nicht aus erster Hand beurteilen.

Von Lennon hält und hielt Emerick überaus viel, jedoch beschreibt er in seinem Buch Lennons, durch Drogekonsum und seinem Verhältnis zu Yoko Ono bedingten sinkenden kreativen Input bei den Aufnahmen der Band. Das kann man durchaus so stehen lassen.

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