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Flanagan konnte ja einfach alles. Vom schnörkellosen Bop im Trio (von „Sea Changes“ zu seinen eigenen Enja Trios, ganz besonders „Giant Steps“) über „flowery“ Piano (etwa auf dem wunderbaren „Bennie Wallace“ von ebendem auf AudioQuest) bis zu funky Hardbop, etwa auf diesem Priester-Album aber auch auf „The Cats“ mit Coltrane, Watkins, Sulieman, Burrell und Hayes. Zudem war er natürlich auch auf „Giant Steps“ und „Saxophone Colossus“, ebenso wie auf ein paar von J.J. Johnson besten Alben (im Quartett mit Chambers und Roach auf Columbia, zwei Alben).
Danke für die Blumen… hab das Album heute zum ersten Mal richtig in Ruhe angehört (auch heute erst die CD gekriegt, davor nur… naja… review copy nennt man das wohl…) – und ich war sehr überrascht! Aufgrund des Line-Up hatte ich nur mittelmässige Erwartungen (hervorragende Leute, alle fünf, aber eine doch etwas seltsame Kombination, zumindest auf dem Papier). Umso schöner eben die Überraschung. Dann halt schnell was hingeschrieben dazu…
Höre jetzt grad ein viel späteres Album von Priester:
Das ist sein neustes von 2002 mit einem unbekannten Trio (Dawn Clement, p; Geoff Harper, b; Byron Vannoy, d), sein Ton ist noch weicher geworden, die Musik allerdings offen im besten Sinne – groovig, swingend, geerdet, aber improvisiert auf eine Art, dass man nicht überrascht ist, wenn die wildesten Haken geschlagen würden (war natürlich eher selten geschieht, sonst wäre ja die Spannung und das Überraschungsmoment dahin). Sehr schön – aber eindeutig nicht Hard Bop… dachte aber ich erwähn’s dennoch mal, einfach weil Priester ein so herausragender Posaunist ist und seine Diskographie so wertvoll klein. (Das Album kann man bei CDBaby finden.)
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #162: Neuentdeckungen aus dem Katalog von CTI Records, 8.4., 22:00; # 163: 13.5., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba