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Selbst wenn es stimmen würde, Dylan hätte alles was ihm wichtig erschien nur billig zusammen geklaut, wäre das Ergebnis für mich immer noch deswegen so großartig, weil er es auf die wichtigsten Aussagen beschränkt hätte. Was aber trotzdem so nicht stimmt.
Ich höre gerade nochmal sein drittes Album und mir fällt schwer zu glauben, wie man sein Talent aufgrund des grossen Guthrie, Williams, Waters etc. so geringfügig einschätzen kann.
Was ist denn eine Revolution in der Musik?
Musik baut sich immer auf die Vorreiter selbst auf, kann daher nicht mit der Tür ins Haus fallen.
Das Dylan das zum Vorwurf gemacht wird, erscheint auf den ersten Blick logisch, da er sich nie richtig von seinen Vorbildern distanzierte.
Dennoch, ist es Zufall das seine Phase zwischen 65 und 66 so hochgeprisen wird?
Wenn man in seiner Frühzeit ständig „Plagiat!“ ruft, so muss man anerkennen, dass er in der Folgezeit eine eigene Kunstform entwickelte, oder wie will man sonst Songs wie Mr. Tambourine Man, Desolation Row oder Visions of Johanna bezeichnen? Sind die auch von Mr. Guhtrie?
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Well I'm going where the water tastes like wine We can jump in the water, stay drunk all the time.