Re: ROLLING STONE Januar 2005

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bullitt

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Schönes Heft. Vor allem der Tocotronic Artikel und das Oliver Stone Interview haben mir gefallen.

Etwas irritierend hat mich zunächst die Rezension der Nirvana Box. Nicht mal das Ergebnis, eher die Kriterien. Oder hat Arne Willander etwa Recht? „Incesticide“ ist ja vielleicht wirklich nur eine „scheußliche Ausschuss-Sammlung“, zumindest wenn man die ersten zehn Songs inkl. der Singles mal ignoriert. Vielleicht waren Nirvana auch wirklich eine Band, die für ihre sensiblen und melodienreichen Live Perfomances bekannt waren. Wenn man mal die „grauslichen“ Auftritte der ersten fünf Jahre ihres Bestehens außer Acht lässt und sich auf den November ´93 beschränk kommt das ja durchaus hin. Und demnach kann die Box natürlich auch nur Kacke sein, denn bei jener Session wurden ja bekanntlich keine Zugaben gespielt, deren Existenz auf „With The Lights Out“ Herrn Willander vermutlich weitaus versöhnlicher gestimmt hätten.
Bleibt nur eins, was ich immer noch nicht verstehe. Warum sollte Nirvana für jeden Nachlassverwalter eine Katastrophe darstellen? Mit „Unpugged In New York“ sind doch scheinbar alle bestens bedient worden: Vom Nachlassverwalter bis hin zum RS-Kritiker.

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