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latho
Klar, allerdings ist mir Graf außerhalb der Tatorte lieber. Die Reihe ist eben das Paradepferd der ARD und da gelten feste Vorgaben, auch für Graf: Kommissare sprechen hochdeutsch und immer deutlich in die Kamera, die immer auf die Sprechenden gerichtet ist, die sich gegenseitig immer ausreden lassen, „der Zuschauer darf nicht überfordert werden“ und es muss alles „realistisch“ sein, so dass man auch mit Google Maps nachvollziehen kann, wo der Kommissar entlang fährt. Ultra-konservativ eben und immer auf Nummer Sicher. Deswegen hat mich der heutige Tatort ja überrascht, weil er sich mal ein bisschen abseits der gewohnten Wege wagt. Vielleicht ein Kennzeichen der „Neben-Tatorte“ aus den Nicht-Landeshauptstädten, die können sich mal ein bisschen weniger Mainstream leisten.
So angepasst habe ich Graf bei seinen Tatorten, bzw. Polizeirufen nicht wahrgenommen. Erst recht nicht bei seinem besten, „Smoke On The Water“ – von wegen „hochdeutsch“ und „deutlich in die Kamera“.
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