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Melissa Aldana – Filin
Ob ein solches Album noch in die USA von heute passt, die wir von Tag zu Tag besser kennenlernen? Ich glaube eher weniger… zwei Migranten nehmen für das amerikanische Traditionslabel Blue Note ein Album auf, das sich vordergründig an einem von John Coltranes gefeiertsten Alben orientiert – Ballads – ersetzen aber die Balladen aus dem Great American Songbook durch solche aus kubanischen Filmsoundtracks der 40er bis 60er Jahre… weil die ihnen durch die spanischen Texte emotional näher seien (link). Sprüche, die Melissa Aldana und ihr Pianist, well, Gonzalo Rubalcaba nochmal bereuen könnten, wenn der Aufenthaltsstatus unter die Lupe genommen wird. Begleitet werden die zwei von Peter Washington (b) und Kush Abadey (dr). Für zwei der acht Stücke hat Aldana eine Entscheidung getroffen, die mir etwas Sorgen macht: Nachdem Cécile McLorin Salvant für zwei frühere Aldana Alben das Cover gestalten durfte, lässt man sie hier auch teilweise mitsingen… Aber ich bleib mal optimistisch, dass Johnny Hartman nicht verfügbar war, versteh ich durchaus, das Album erscheint Mitte Februar, bislang gibt es nur einen Track ohne Gesang… Was ich übrigens nicht verstehe, ist, warum man das hier zu einem Blue Note und nicht zu einem Impulse Album gemacht hat – der gleiche Laden wärs doch inzwischen gewesen, soweit ich weiss… Wenigstens das Cover passt sehr gut zu Blue Note, ein bisschen die Tradition von Page One und Steppin‘ Out
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