Antwort auf: Dead & Gone

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pheebee
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nicht_vom_forum

stormy-monday Ich verstehe Menschen allgemein nicht, die sich vorsätzlich in gefährliche Situationen begeben.

Der Übergang zwischen „ungefährlich“ und „gefährlich“ ist halt fließend.

Eben. Und was man inzwischen weiß:
Laura und ihre Partnerin waren auf dem Abstieg, nachdem sie sich aufgrund der aktuellen Lage zur Umkehr entschlossen hatten. Sie wollten also nicht den Gipfel und damit stur und verblendet nur ihr Ziel erreichen. Wie weit geht jetzt hier der Vorsatz sich in gefährliche Situationen zu begegeben? Theoretisch wäre bei einer evtl. 10 Min. früherer getroffenen Entscheidung zur Umkehr beiden Bergsteigerinnen nichts passiert und der verhängnisvolle Steinschlag wäre ins Leere gestürzt. Theoretisch 2, wäre Laura voraus abgestiegen und nicht ihre Freundin Marina Krauss, hätte der Steinschlag mglw. sie und nicht Laura getroffen. Eine Verkettung unglücklicher Umstände mit fatalen Folgen nennt man das wohl.

Laura Dahlmeier war ein Kind der Berge und das war ihre große Leidenschaft. Wie in sog. Sozialen Medien (nicht hier natürlich) völlig empathie- und herzlos dummdreist daher geredet wird, entlarvt nur die Absender solcher Kommentare als vollkommene Trottel. Da fehlt es komplett an Respekt und Einfühlungsvermögen. Eine eiskalte Klientel. Ja, das Risiko und der mögliche eigene Tod klettert immer mit. Des einen Leidenschaft ist das Bergsteigen in abgelegenen Ländern und des anderen vielleicht das Meer, das mindestens genauso unberechenbar und gefährlich sein kann wie das Gebirge.

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Ever tried. Ever failed. No matter. Try Again. Fail again. Fail better. Samuel Beckett - 'Cos music is for listening and not to stored away in a bloody cupboard.