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tezuka
jimmydean
tezukaDanke für den Tipp, TH. Aldrich ist eigentlich einer meiner Lieblingsregisseure, (mag auch Lancaster und Borgnine gerne) aber den Streifen kannte ich tatsächlich noch nicht. Habe gerade erst „Major Dundee“ (oder „Sierra Charriba“) von meinem Lieblings-Westernregisseur Sam Peckinpah gesehen, der ja auch vor dem Hintergrund der französischen Intervention in Mexiko spielt, ist jetzt mal ein ganz interessanter Vergleich.
„major dundee“ wurde ja vom studio ziemlich zerschnipselt, auch wegen folterszenen etc…. es gibt einen längeren cut, aber der directors cut war ja angeblich über vier stunden lang und wird wahrscheinlich nie erscheinen… ich glaube aber auch nicht, das er zu den grossen filmen peckinpahs aufschliessen könnte, der plot ist nicht ganz stimmig… trotzdem natürlich spitzenwestern…
Bin selbst gar kein unbedingter Verfechter davon dass ein Film zwingend nur in der vom Regisseur angedachten Version richtig ist. Vom Plot her schwamm „Major Dundee“ sicher im Fahrwasser von „The Searchers“, nur dass das eigentliche Ziel- Häuptling Sierra Charriba zu verfolgen- aus den Augen verloren wurde, und sich mehr auf die Psychologie der Figuren konzentriert wurde, darunter bereits Peckinpahs grosses späteres Thema der in die Brüche gehenden Freundschaft. Und eine der wenigen tiefer gehenderen Darstellungen von Charlton Heston! Alles in allem ist der Aldrich natürlich vorzuziehen (gerade von der Handlung her…), aber bin dann doch zu grosser Peckinpah-Fan um den „Major“ uninteressant oder schlecht zu finden.
ich dachte schon das daa wer falsch verstehen könnte… natürlich ist ein schlechter peckinpah noch immer besser als das gros des durchschnitts… bis auf „convoy“ finde ich jeden peckinpah mindestens sehr gut…aber zu filmen wie „ride the high country“, „wild bunch“, „pat garrett & billy the kid“, „ballad of cable hogue“ oder „alfredo garcia“ fehlt dann doch etwas… und heston ist zwar gut, aber trotzdem halt kein william holden oder james coburn
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