Antwort auf: Ducal Sounds – Edward Kennedy "Duke" Ellington

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friedrich

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Bin mit der Ellington-Bio bald durch. Wolfram Knauer ist mit mir jetzt in den 60ern angekommen und da werden natürlich Ellingtons Zusammenarbeiten mit Coleman Hawkins, besonders aber die mit John Coltrane und die mit Charles Mingus und Max Roach hervorgehoben.

Duke Ellington / Charles Mingus / May Roach – Money Jungle (1962)

Wahrscheinlich die ungewöhnlichste Ellington-Platte. Ruppig und zart, mal sperrig, dann wieder gefällig, mit teils uralten Kompositionen, die hier aber total modern klingen. Wirkt so, als hätten der Duke, Mingus und Roach sich gegenseitig provoziert und wollten es sich gegenseitig mal so richtig zeigen.

Wolfram Knauer beschreibt Ellington als einen Musiker, der immer darauf aus war, seine künstlerische Palette zu verändern und zu erweitern. Money Jungle wäre ein sehr gutes Argument für diese These.

Der Titel des Albums würde auch gut zu einem Gangsterfilm passen.

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„Etwas ist da, was jenseits der Bedeutung der Worte, ihrer Form und selbst des Stils der Ausführung liegt: etwas, was direkt der Körper des Sängers ist, und mit ein- und derselben Bewegung aus der Tiefe der Stimmhöhlen, der Muskeln, der Schleimhäute, der Knorpel einem zu Ohren kommt, als wenn ein und dieselbe Haut das innere Fleisch des Ausführenden und die Musik, die er singt, überspannen würde.“ (Roland Barthes: Die Rauheit der Stimme)