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george adams don pullen quartet, life line (1981)
man sieht es dem cover nicht an, aber hier fangen sie an zu zaubern. die akrobatik von EARTH BEAMS bringen sie hier in den ersten 5 minuten hinter sich (rasend schnelle postbop-nummer, die form wird gesetzt, dann zerstört, dann wieder zusammengebaut, mehrfach), danach bringt uns der großartige gesang von adams erst aufs feld, dann in die kirche, dann ins apollo theatre. mal eben einen strang der afroamerikanischen musik erzählen. richmond spielt calypso, dass die niederlande erzittert, cameron brown baut den druck dafür auf, alles wirkt wie eine lose session, jeder shout gibt einen neuen rhythmus vor, europäische tontechniker bauen am ende einen bogen daraus. wahrscheinlich hört man ganz tiefe b’s und ganz hohe h’s, mit sanders waren sie ein jahr früher unterwegs, der konnte mit der rhythm section bestimmt viel anfangen. am ende offene akkorde, später mingus, george adams zeigt nochmal völlig andere facetten.
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