Antwort auf: Anton Bruckner

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So kann’s kommen, wieder rumgeklickt und gefunden  Celibidaches Einstudierung der Neunten, drum stelle ich es hier herein. Ich höre und sehe so etwas inzwischen fast lieber als die Werke selbst, sofern ich sie einigermaßen kenne. Diese großen Proben sind wohl vorbei, Celibidache hatte sie sich noch ausbedungen, Michael Gielen auch. Und es ist eigenartig, bei der Tremolo-Erläuterung um Minute 8 herum, sprechen sie alle, auch Celibidache, wie die Enten. Das ist nicht neu, das ist bekannt. Da sitzen, nicht nur am Pult, so viele Leute, die ihr Instrument spielen können, weil sie ein Leben drangesetzt haben. Trotzdem muss der Dirigent noch Aufklärung zum Atmen geben. Eigenartig. Und wie schön: Bitte sprechen Sie nicht in der Agentensprache mit mir, sagen Sie mir nicht, es sei schön gewesen … Wir haben womöglich verschiedene Schönheiten.

„Ich atme mit euch mit, das ist das Geheimnis.“ Ich brauche diese Geheimsprache auch nicht wirklich, sie lässt zu viel Raum für Unfug, aber Celbidache zeigt ja, was er will. Dann ist es wieder klar.

Bei der Gelegenheit frage ich mich wieder, warum weder Celibidache noch Wand Mahler eingespielt haben. Wand sagte mal, Bruckner sei doch eine Aufgabe und er müsse nicht alles machen. Na gut.

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