Startseite › Foren › Über Bands, Solokünstler und Genres › Solokünstler › Karel Gott › Antwort auf: Karel Gott
cycleandaleGute Musik bleibt gute Musik. Egal ob man jetzt selbst alt & grau & gesetzt geworden ist oder die Musiker oder gar beide.
Streitet ja keiner ab, dass gute Musik kein Verfallsdatum hat. Live-Aufführungen eben solcher aber schon. Und den Nostalgietoursimus, der daraus in den letzten Jahren hervorgegangen ist, kann man durchaus kritisch hinterfragen.
hotblack-desiato Nirvana kannst du dir halt nicht mehr anschauen.
Eben, da kann auch nichts mehr kaputt gemacht werden. Die jungen Stones kann ich mir ja auch nicht mehr anschauen. Gerde bei Acts, die mal jugendliche Popkultur repräsentiert haben und auch für eine gewisse Körperlichkeit und Rebellion standen, ist ein Altereungsprozess ein Problem. Klar, sicher auch lustig und unterhaltsam, wenn Metallica Drafi Deutscher auf der Bühne covern, aber eben auch nah an der Selbstparodie. Gibt bei Rockbands genau eine einzige Ausnahme, die ihr Ding konsequent, glaubwürdig, ohne Peinlichkeiten und Gesichtsverlust bis ins Alter durchgezogen haben: Motörhead, also Lemmy. (und mein Avatar natürlich
)
sparch Gäbe es ein neues Album, auf das die Band auch wirklich heiß ist und das nicht klingt, als wäre immer noch 1987, sähe die Sache ganz anders aus.
Da fehlt mir die Phantasie. Wie soll das klingen? Chinese war eine Solo-LP. Solokünstler haben generell bessere Möglichkeiten zu altern, weil sie kompromissloser neue Wege einschlagen können. Bands mit so einer Historie haben doch in der Regel keine Wahl. Befriedigen sich nicht die Erwartungshaltung ihres Publikums, wird das gnandenlos abgestraft. Gerade bei Noel Gallagher erlebt. Neues Material wollte da keiner hören. Alle haben auf „Don’t Look Back in Anger gewartet“.
zuletzt geändert von bullitt
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