Re: Neue Anlage – Fragen & Antworten/Kaufempfehlungen

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meloy

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SommerDas läßt sich am besten mit einem Hörtest erläutern aber ich versuche es mal mit einem Beispiel welches ich erlebt habe.

Ich habe die Mordaunt Short früher mit einem Cambridge 340 A betrieben. Die Kombination klang ordentlich bis ich die Mordaunts an einen stärkeren Verstärker anschloss. Ich habe die Boxen bezüglich Feindynamik und Basspräzision nicht wiedererkannt. So „lahm“ erschien mir die alte Kombination. Das liegt daran, dass die Lautsprecher durch einen schechten Wirkungsgrad (= man benötigt viel Leistung um sie zu betreiben) von schwachen Verstärkern nicht mal annähernd angetrieben werden können. Das fällt einem nicht auf solange man nicht eine passende Kombination gehört hat. Du mußt Dir das vielleicht mit Gewichten vorstellen. Ein großes Gewicht (= schlechter Wirkungsgrad) kann nur durch viel Kraft angemessen schnell (= Dynamik) gehoben werden. Ein starker Verstärker übt einfach viel mehr Kontrolle aus und zwingt die langsamen, behäbigen Boxen dazu schnell zu sein.

Aber ich müsste doch auch beim schwächeren NAD den Volumenregler nicht auf 90% drehen um Zimmerlautstärke zu bekommen. (Oder doch?)
Insofern ist mir immer noch nicht ganz klar, wieso die Leistungsreserven des Verstärkers in Kombination mit den Mordaunts einen Klangunterschied ausmachen.
Nicht dass ich da jetzt Deinen Hörerfahrungen widersprechen will, aber kann der Klangunterschied nicht schlicht damit zusammenhängen, dass der stärkere Verstärker über qualitativ hochwertigere Komponenten verfügt?

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