Was darf/sollte ein Tonträger kosten?

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  • #6658765  | PERMALINK

    nes

    Registriert seit: 14.09.2004

    Beiträge: 61,726

    MikkoTheoretisch ja; das kannst Du allerdings nicht selbst „brennen“. Du musst Dir eine LP oder Single von einem Fachmann mit entsprechendem Werkzeug schneiden lassen. Das wird dann ziemlich teuer. Lohnt für Dich also gewiss nicht. Manche DJs lassen sich aber solche Unikate anfertigen.

    Ich habe mir mal von einer Aufnahme eines Tapes / Cassette/ eine CD brennen lassen.
    Das ging auch recht gut.
    :-)

    --

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    #6658767  | PERMALINK

    nes

    Registriert seit: 14.09.2004

    Beiträge: 61,726

    Irrlicht ich kaufe, sollte ich es wollen, auch Veröffentlichungen direkt am Erscheinungstag. Und aufgrund von begrenztem Budget auch sehr gezielt. Besonders gerne limited editions im Digipack samt 5.1 Abmischung als Beilage. Das darf dann auch gerne mal bis 25 € kosten. Neben dem Eigennutzen ist es mir ein Anliegen auch den Interpreten finanziell zu unterstützen, daher habe ich auch ungern gebrannte Rohlinge in der Sammlung. Ästhetisch natürlich sowieso ein Totalausfall. Auch unterstürte ich als „Fan“ auch gerne durch Konzertgänge und Kauf von Merch (Poster, Shirts etc).

    Du Held, Du.;-)

    --

    #6658769  | PERMALINK

    irrlicht
    Nihil

    Registriert seit: 08.07.2007

    Beiträge: 31,787

    NesDu Held, Du.;-)

    Ich schätze Kunst, ja. Und würdige sie daher dementsprechend auch.

    --

    Hold on Magnolia to that great highway moon
    #6658771  | PERMALINK

    martin-3862

    Registriert seit: 02.11.2005

    Beiträge: 9,391

    IrrlichtIch schätze Kunst, ja. Und würdige sie daher dementsprechend auch.

    dann gib VU&Nico endlich die verdienten *****!!! ;-)

    --

    #6658773  | PERMALINK

    irrlicht
    Nihil

    Registriert seit: 08.07.2007

    Beiträge: 31,787

    *Martin*dann gib VU&Nico endlich die verdienten *****!!! ;-)

    Warum sollte ich ? Damit Du beruhigt ins Bettchen kriechen kannst ? Die Welt muss auch einen halben Stern weniger vom Irrlicht vetragen können. Für die (gelegentlichen) Schwächen des Albums kann ich nix. Du ignorierst sie als „Hardcore-Fan“, ich ordne sie dementsprechend ein. Hab aber auch meine wertungstechnischen Aussetzer.

    --

    Hold on Magnolia to that great highway moon
    #6658775  | PERMALINK

    nes

    Registriert seit: 14.09.2004

    Beiträge: 61,726

    IrrlichtIch schätze Kunst, ja. Und würdige sie daher dementsprechend auch.

    Ich auch. Und egal auf welchem Tonträger, zum Teufel.

    --

    #6658777  | PERMALINK

    irrlicht
    Nihil

    Registriert seit: 08.07.2007

    Beiträge: 31,787

    NesIch auch. Und egal auf welchem Tonträger, zum Teufel.

    Kann man sicher, ja. Will da aber jetzt auch gar nicht mehr so groß drauf eingehen. Ich hab eben lieber was in der Hand, durchblättere das Booklet, freue mich über eine schöne Sammlung usw.

    --

    Hold on Magnolia to that great highway moon
    #6658779  | PERMALINK

    wolle

    Registriert seit: 03.11.2005

    Beiträge: 5,751

    IrrlichtKann man sicher, ja. Will da aber jetzt auch gar nicht mehr so groß drauf eingehen. Ich hab eben lieber was in der Hand, durchblättere das Booklet, freue mich über eine schöne Sammlung usw.

    jep so gehts mir auch.

    --

    Guitar fightin' the TV! ain't singin' for politicians, ain't singin' for spuds: This Note's For You! http://www.neilyoung.com/lwwtoday/index.html
    #6658781  | PERMALINK

    clau
    Coffee Bar Cat

    Registriert seit: 18.03.2005

    Beiträge: 93,375

    IrrlichtBesonders gerne limited editions im Digipack samt 5.1 Abmischung als Beilage.

    :zitter:

    --

    How does it feel to be one of the beautiful people?
    #6658783  | PERMALINK

    irrlicht
    Nihil

    Registriert seit: 08.07.2007

    Beiträge: 31,787

    Clau:zitter:

    ?

    --

    Hold on Magnolia to that great highway moon
    #6658785  | PERMALINK

    sunspot

    Registriert seit: 18.10.2003

    Beiträge: 6,513

    Irrlicht?

    Surround 5.1 ist Teufelswerk. Stereo schon hart an der Grenze.

    --

    #6658787  | PERMALINK

    fincky87

    Registriert seit: 30.05.2008

    Beiträge: 6,716

    Ich glaube er ist ein Vinyl Verteidiger. Da schüttelt es ihn durch, wenn er sowas wie 5.1 hört.

    --

    #6658789  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 88,645

    weilsteinNatürlich, aufhalten wird man diesen Trend nicht können, aber abschwächen allemal. In erster Linie könnte man sich als „Retter“ einer lebendigen Musiklandschaft sehen, oder? Mediamärkte manipulieren nicht unwesentlich diese Entwicklung, was dort gut verkauft wird und was nicht, ist doch schon klar bevor die CD erscheint. Der Kunde stößt also immer zuerst auf die riesigen Stapel von Neuheiten und Sonderangeboten. CDs von kleineren Vertrieben findest Du in der Regel nur einzeln, wenn sie verkauft sind werden sie oft nicht mehr nachbestellt, weil sich kaum jemand für die kleinen Vetriebe verantwortlich fühlt.

    Das sehe ich genauso, aber ich kaufe keine CDs bei Mediamarkt & Co. Allerdings benötige ich auch nicht den Fachhändler vor Ort, ich hatte wie gesagt noch nie „meinen“ Plattenhändler. Ich kaufe bei Anbietern im Internet, die mir ein breites Angebot zu (für mich) akzeptablen Preisen bieten. Ich habe bis jetzt noch nicht verstanden, warum ich der Vielfalt des Musikangebotes schade, wenn ich über Marketplace-Anbieter CDs bestelle, die aus Mediamarkt-Sicht obskur und uninteressant sind? Und wieso schade ich Künstlern wie Glasvegas oder The Broken Family Band, wenn ich ihre Singles via iTunes erwerbe, wo ich früher – in der Provinz in Vor-Internetzeiten – noch nicht mal gewusst hätte, woher ich sie beschaffen sollte? Ich bin sicher, die meisten dieser „Indie“-Acts sind durchaus froh, dass es iTunes & Co. gibt, jedenfalls machen sie alle auf ihren Myspace-Seiten Werbung für ihre Download-Releases.

    Noch einmal: Niemand wurde dafür verurteilt, günstig Tonträger zu erstehen, es ging einzig über die schon oft beschriebene Ramschmentalität. Seine Käufe allein über den Preis zurechtfertigen ist eben sehr fatal, statt drei Tonträgern einer x-beliebigen Band, die man eigentlich nicht so schätzt, aber bei 2,99 nicht widerstehen konnte, hätte es eben auch eine CD/LP/Single einer Band seien können, die man vielleicht viel mehr schätzt (oder einer Neuentdeckung!). Verzerrt eben extrem das Bild, oder?

    Genau das tue ich jedenfalls nicht. Heutzutage muss man nicht mehr blind kaufen. Wenn ich eine CD oder einen Download-Track erwerbe, dann sehr bewusst. Ich kaufe doch keine Musik, nur weil sie mir hinterher geworfen wird. Da sind wir uns einig. Ich weiß auch nicht, ob das hier irgendwer macht.

    Ich persönlich halte mehr als 15 Euro (inkl. Porto) für eine CD für ein unattraktives Angebot. Wenn die Preise prinzipiell höher wären, hätten manche Acts oder Label, deren CD ich sonst auch (gerne) gekauft hätte, das Nachsehen, weil ich eben mein Budget nur einmal ausgeben kann. Und ich hätte das Nachsehen, weil mir einige mich interessierende Neuerscheinungen und Re-Issues entgehen würden.

    --

    #6658791  | PERMALINK

    nail75

    Registriert seit: 16.10.2006

    Beiträge: 45,233

    Herr RossiDas sehe ich genauso, aber ich kaufe keine CDs bei Mediamarkt & Co. Allerdings benötige ich auch nicht den Fachhändler vor Ort, ich hatte wie gesagt noch nie „meinen“ Plattenhändler. Ich kaufe bei Anbietern im Internet, die mir ein breites Angebot zu (für mich) akzeptablen Preisen bieten. Ich habe bis jetzt noch nicht verstanden, warum ich der Vielfalt des Musikangebotes schade, wenn ich über Marketplace-Anbieter CDs bestelle, die aus Mediamarkt-Sicht obskur und uninteressant sind? Und wieso schade ich Künstlern wie Glasvegas oder The Broken Family Band, wenn ich ihre Singles via iTunes erwerbe, wo ich früher – in der Provinz in Vor-Internetzeiten – noch nicht mal gewusst hätte, woher ich sie beschaffen sollte? Ich bin sicher, die meisten dieser „Indie“-Acts sind durchaus froh, dass es iTunes & Co. gibt, jedenfalls machen sie alle auf ihren Myspace-Seiten Werbung für ihre Download-Releases.

    Genau das tue ich jedenfalls nicht. Heutzutage muss man nicht mehr blind kaufen. Wenn ich eine CD oder einen Download-Track erwerbe, dann sehr bewusst. Ich kaufe doch keine Musik, nur weil sie mir hinterher geworfen wird. Da sind wir uns einig. Ich weiß auch nicht, ob das hier irgendwer macht.

    Ich persönlich halte mehr als 15 Euro (inkl. Porto) für eine CD für ein unattraktives Angebot. Wenn die Preise prinzipiell höher wären, hätten manche Acts oder Label, deren CD ich sonst auch (gerne) gekauft hätte, das Nachsehen, weil ich eben mein Budget nur einmal ausgeben kann. Und ich hätte das Nachsehen, weil mir einige mich interessierende Neuerscheinungen und Re-Issues entgehen würden.

    Sehe ich auch so. Niemand der sich ernsthaft mit Musik beschäftigt, wird etwas kaufen, nur weil es billig ist.

    Die Bands bekommen beim Kauf von Downloads über i-tunes einen größeren Anteil als beim Kauf eines Tonträgers. Wer nur danach geht, der müsste nur noch dort einkaufen.

    --

    Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.
    #6658793  | PERMALINK

    djrso
    Moderator
    DJ@RSO, Moderator, Erfasser

    Registriert seit: 05.02.2003

    Beiträge: 16,073

    otis
    Natürlich kaufe ich, wenn ich die Wahl habe, die Platte für 10 € und nicht die für 15 €.

    Genau das ist es! Die Chance, die gewünschte Platte allerdings beim Plattenhändler um die Ecke für 10 € zu bekommen, ist meiner Erfahrung nach aber geringer, als bei einem der Metro-Ableger.

    Zumal es hier quasi (seit langer Zeit) den Plattenhändler „ums Eck“ nicht gibt. Wir haben hier zwei kleinere Geschäfte für Tonträger, die auch durchaus liebe- und mühevoll geführt werden. Die haben sich allerdings auf Klassik- bzw. Jazz-Vinyls spezialisiert. In ihren Segmenten sind diese Läden sicher in Beratung und Kompetenz nicht zu schlagen, aber durch die Spezialisierung sind sie gleichzeitig sehr limitiert. Natürlich würden mir die Betreiber weitestgehend auch das von mir Gewünschte bestellen wollen. Ähnliches gilt in diesem Falle allerdings auch für das auf andere Art limitierte Angebot (Ramschkisten, Chart-Ware und unglaubliche Mengen übelster DVDs) von Media-Markt/Saturn. Hier greift dann das bei mir durchaus begrenzte Budget und auch, ich gebe es zu, die Bequemlichkeit. Ich fahre nämlich mit der fast 100 %igen Gewissheit in die Stadt , dass die von mir gewünschte Veröffentlichung nicht vorrätig ist. Sowohl Plattenhändler als auch Media/Saturn sind aber bereit, mir das Gewünschte zu bestellen, „Kommen’s übermorgen noch mal rein, müsste dann da sein…“ Ist es aber nicht, Lieferschwierigkeiten oder was auch immer. Das Ganze lässt sich so abkürzen, dass bei Amazon, etc. pp die gewünschte Platte nur ein paar Mausklicks und in der Regel genau und gewiss nur zwei Tage entfernt ist, und oft auch noch zum günstigeren Preis bis ins Haus geliefert wird.

    Aber die 10€ sind für mich kein Grund, die Platte überhaupt zu kaufen.

    Wieder ganz meiner Meinung (und auch vieler Anderer hier). Ich kaufe keine Platte, die mich nicht interessiert, nur weil sie billig ist. Wozu auch? Möge der Tonträger auch noch so „billig“ sein, knabbert er mein begrenztes Budget für „Must Have“-Platten dennoch unerbittlich an.

    Natürlich bediene ich mich des Netzes und des dadurch zustande gekommenen Marktes, damit ich 1. die Platten bekomme, die ich haben möchte, und diese 2., sofern ich die Wahl habe, zu mir genehmen Preisen kaufen kann. Was soll daran schlecht sein?

    Für mich nichts. Siehe oben.

    Das stand, denke ich, auch nicht in der Kritik.

    Ja. sehe ich auch so.

    Was problematisch ist, und auch in meinen Augen dem Kulturgut Musik nicht unbedingt förderlich, ist das bedenken-, mühe- und kostenlose Anhäufen von Musik, nur weil sie verfügbar ist. Die schiere Verfügbarkeit ist keine (schönzuredende) Form der Demokratisierung von Kultur. Platte Verfügbarkeit verführt zu Geringschätzung, zu Fehleinschätzung, zu Überdruss etcpp.

    Grundsätzlich stimme ich Dir auch hier zu. Hier gilt es, wie überall im Leben, Maß zu halten. Das übermäßige Anhäufen von Musik führt sicher nicht zu der Auseinandersetzung, die wünschenswert wäre. Die Zeit, sich mit Musik zu beschäftigen, ist für den Liebhaber eh immer zu knapp bemessen, sodass sinnloses Anhäufen eher zu Stress als Genuss führt.

    Die Verfügbarkeit über Downloads, Streams usw. nutze ich aber sehr gerne, um mir einen Überblick zu verschaffen, Unbekanntes oder Empfohlenes zu erforschen, ohne mich durch eine Bestellung allzusehr festlegen zu müssen. Hier greift dann wieder das (bei den meisten zu knappe) Budget. Allzu viele Fehlkäufe möchte ich nicht tätigen, zudem bin auch kein Wieder-Verkäufer.

    Warum glaubt man, mehr von Musik zu verstehen, je mehr davon man gespeichert hat irgendwo, anstatt sich ins Einzelne wirklich zu vertiefen?

    Ob jetzt „irgendwo gespeichert“ oder mehr oder weniger ungehört im Regal rumstehend, ist letztlich egal. Wenn man sich nicht damit beschäftigt, bleibt es (Speicher-) Platz- und Geldverschwendung.

    MistadobalinaDarum ging es doch gar nicht, sondern um die Preisbindung und um die von dir dafür vorgeschlagenen Verkaufspreise. Ich sehe nicht, dass der Wert der Musik (darüber haben wir ja an anderer Stelle schon mal diskutiert) sinkt, wenn sie preis-wert (was ist daran so verwerflich?) anbietet. Popmusik lässt sich nicht von oben zum raren Kulturgut machen, sie entsteht, weil Menschen sie machen möchten. Und wenn sie sie im Internet anbieten, dann hat sie dadurch nicht automatisch weniger Wert.

    Eben. Die Wertschätzung lässt sich, wenn überhaupt, nur sehr begrenzt über den Preis regulieren. Menschen mit kleinem Budget und ohne tiefere Beziehung zur Musik kaufen dann eben nur noch zwei, statt drei Bravo-Hits. Leute, die sich tiefer damit auseinandersetzen möchten, werden die wenigen Platten, die sie dann noch erwerben können, zwar etwas mehr lieben, aber daran gehindert, weitere, gewünschte Tonträger zu kaufen.

    Was sind denn „extra preiswert hergestellte Tonträger“? Zweit- und Drittverwertung? Compilations gar?

    Ich stelle mir darunter die unverschämten Pappteile ohne Booklet für „preiswerte“ 9,99 € vor. Das sind natürlich die wirklich große Konkurrenz gegen Downloads im iTunes-Store….:doh:

    (…) Dafür zahle ich gern, aber nicht in die Taschen von anderen. Verpackung, Format ist mir dabei ziemlich egal.

    Das stimmt schon, aber für einen „Mehrwert“ einer von mir favorisierten Platte (Booklet, allgemein wertige Aufmachung, CD-Artwork etc.) zahle ich auch gerne mehr, als für einen gebrannten i-tunes-Download mit Filzstift-Beschriftung, aufgestapelt in einer Spindel. Ich denke allerdings, dass Du das ähnlich siehst.

    otis Aber mich stört dieser nicht zu überhörende Unterton, der in der allgemeinen Verfügbarkeit liegt: Ich will alles jetzt sofort. (oder gar: Ich habe ein Recht auf alles jetzt sofort.)

    Zur allgemeinen Verfügbarkeit siehe oben. Alles jetzt sofort will niemand, der sich ernsthaft mit Musik auseinandersetzt, weil man unmöglich alles jetzt sofort (mit Verstand) hören kann.

    MistadobalinaIch kenne niemanden, der sowas sagt. Aber wenn ich eine Platte möchte, und sie wird bei Caiman zu einem günstigen Preis angeboten, dann kaufe ich sie. Dann fahre ich nicht nach USA und hole sie mir in einem Shop in Texas. Das mag uns unterscheiden.

    Käme ich auch nicht drauf, auch wenn ich den Reiz, der dieser Art der Herangehensweise innewohnt, durchaus nachvollziehen kann. Allerdings besteht meine Arbeitswelt und sonstiges Leben nicht im Geringsten aus „in der Welt herumreisen und Musik dort erleben und kaufen, wo sie entsteht“. Schön für Jene, denen dies offensteht. Ohne Neid oder Ironie.

    Ich halte es aber dennoch für möglich, mich ernsthaft und mit Genuss mit Musik auseinanderzusetzen, selbst wenn sie mir nur per Media/Saturn/Amazon zur Verfügung steht.

    just meachso, stimmt; aber das ist doch auch schnurtz- oder?
    Jemand, ein JUGENDLICHER der sich eine gebundene Ausgabe anstatt eines Taschenbuches kauft, stellt sich doch auch Überlegungen an und kauft sich nicht paar 20 Teile so nebenher
    ich verstehe diese Streiterei hier nicht
    wer hat den Einblick in das Kaufverhalten oder überhaupt Kinder
    oder irgendwelche Jugendliche in seinem Umkreis ?
    Ihr redet doch nur ausschließlich von euch selbst, ein winziger exclusiver Kreis
    der das Kaufverhalten doch nicht im Geringsten beinflußt

    Nein. Ich kenne die Kaufkultur sowohl meiner 16jährigen Tochter, deren gleichaltriger Cousine als auch beider Freunde und Bekannte. Von daher habe ich diesbezüglich ansatzweise Einblick.

    TheMagneticFieldMir ging es darum, dass die Buchpreise (mit ihrer Preisbindung) damals bei Umstellung auf Euro nochmal erheblich (und wie ich finde ungerechtfertigt) gestiegen sind. Ich halte übrigens auch 9-12 euro für ein Taschenbuch für zu teuer.

    Richtig. Sehe ich auch so.

    Mein Frage zielte auch nicht auf irgendwelche Jugendlichen ab (die geben ihr Geld – wie zuvor einige Male erwähnt – zum Großteil sowieso für irgendwelchen Mist aus), sondern um den unterdurchschnittlich Verdienenden, der sich kulturell aber nicht gleich zwangsweise auf ein Minimum geistiger Unterhaltung begeben möchte.

    Die Unter- oder gerade-noch-Durchschnitts-Verdiener scheinen hier allerdings umgekehrt proportional zur allgemeinen Gesellschaft repräsentiert zu sein.

    Natürlich alles auf den Buchhandel um die Ecke bezogen und auf die ländliche Gegend. Man glaubt gar nicht wie viele Leute dort wohnen.

    Da brauchst Du gar nicht so weit raus. Die Beschreibung des Tonträgerverkäufer-Zustandes von mir oben bezieht sich auf Krefeld, einer Stadt mit immerhin ungefähr 240.000 Einwohnern. In Bezug auf Buchhändler sieht es nicht viel besser aus, neben Habel und Thalia bestehen die kleineren Händler nur mir Mühe.

    weilstein(…)Der Kunde stößt also immer zuerst auf die riesigen Stapel von Neuheiten und Sonderangeboten. CDs von kleineren Vertrieben findest Du in der Regel nur einzeln, wenn sie verkauft sind werden sie oft nicht mehr nachbestellt, weil sich kaum jemand für die kleinen Vetriebe verantwortlich fühlt.

    Das ist in der Tat ein beklagenswerter Zustand, ja. Aber meiner Meinung nach kaum oder gar nicht umkehrbar. Der Segen des Internets ist und bleibt für den Einzelhandel ein Fluch. Der Kunde (von mir aus auch Konsument) büßt so oder so persönlichen Kontakt und Beratung ein, gewinnt (von mir aus auch zweifelhaft) aber dadurch, dass er zu Produktionen Zugang erhält, von denen er vor Jahren nicht mal geträumt hätte.

    Noch einmal: Niemand wurde dafür verurteilt, günstig Tonträger zu erstehen, es ging einzig über die schon oft beschriebene Ramschmentalität. Seine Käufe allein über den Preis zurechtfertigen ist eben sehr fatal, statt drei Tonträgern einer x-beliebigen Band, die man eigentlich nicht so schätzt, aber bei 2,99 nicht widerstehen konnte, hätte es eben auch eine CD/LP/Single einer Band seien können, die man vielleicht viel mehr schätzt (oder einer Neuentdeckung!).

    Vollste Zustimmung. Siehe oben. Das ist meinem Empfinden nach aber bei den Meisten, die sich hier austauschen, ganz genau so.

    fokaDas musst Du weilstein fragen. Der brennt lichterloh.

    Unnnötig und unangebracht. Zumal in einem Stadium, in dem anscheinend wieder überwiegend sachlich diskutiert wird.

    --

    Doe maar gewoon... dan doe je al gek genoeg!
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