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Lange haben sie sich Zeit gelassen nach ihrer Flut EP und sind damit das Risiko eingegangen, als neue deutsche Hoffnung wieder in Vergessenheit zu geraten.
Und dann gäbe es ja auch noch soviele schlechte Vorzeichen: aus Bonn statt aus einer der Hochburgen deutschsprachiger Musikschaffenheit, eine Stimme (siehe Timo Räisänen), die sich überschlägt, in ungeahnte Höhen gleitet und damit sicher als für viele gewöhnungsbedürftig zu bezeichnen ist, und dann auch noch diese Vergleiche mit Coldplay, mit denen man in diesen Tagen ja mehr schadet, als einen Gefallen tut. (nicht bei mir, aber bei vielen andren)
Aber jeder der sich z.B. „Flut“ anhört wird zugeben, dass sie eines definitiv nicht tun bei Voltaire, ihr Fähnchen in den Wind hängen und auf den fahrenden Zug Richtung „Charts auf Teufel komm raus“ aufspringen. Dafür sind die Melodien zu vielschichtig zu verquer und auch die Texte zu weit ab vom üblichen reim dich oder ich schlag dich Schema. Und allein das verdient Respekt.--
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WerbungIch muss gestehen, dass ich nach der Flut EP enorm Grosses erwartet habe. Zu Anfangs war ist leicht, aber wirklich nur leicht, enttäuscht von „Heute Ist Jeder Tag“. Das Album wächst, mitlerweile höre ich es ebenso gern wie die Flut EP. Die Melodien gefallen mir sehr gut, ich stimm‘ dir da absolut zu wenn du sagst „die Melodien sind vielschichtig, verquer und die Texte weit ab vom üblichen reim dich oder ich schlag dich Schema“.
Vergleiche mit Coldplay sind abstrakt. Ich würde sie da noch am ehesten mit Blumfeld vergleichen wobei ich betonen muss, dass ich Voltaire spannender finde!
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Musikalisch würde ich sie nicht mit Blumfeld vergleichen. Gesanglich aber klingt Roland Meyer de Voltaire (was für ein Name), wenn er nicht gerade mit Kopfstimme singt, schon Diestelmeyer mitunter sehr ähnlich. Aber gerade der Falsettgesang (bzw. die Maniriertheit des Gesangs überhaupt) ist mir auf Dauer des Albums durchgehend zu viel des Guten. Auch textlich mag der Bandname dem, was die Band tatsächlich bieten kann, nicht gerecht werden. Gut, das wäre auch vermessen. Neben einigen Plattitüden und Peinlichkeiten, gibt es aber auch ganz ordentliche Textzeilen (und das ist beim neuen Blumfeld ja nicht anders). Jedenfalls sollte man im Gegensatz zum Songtitel eher die „Augen auf“ halten, denn „ist doch noch viel Zeit“ für diese Band, in der gewiss Potenzial schlummert. Viel treffender als JH im aktuellen Stone kann man das Album kaum beschreiben.
(Richtig übel und skippbar ist allerdings „Wie du willst“.)--
Musikalisch finde ich die band okay und ausbaufähig, Texte na ja, aber mit Deutschgesang habe ich immer so ein bisschen Probleme. Schlimm ist aber wirklich die Kopfstimme. Mir ist unbegreiflich, warum so viele Sänger plötzlich Falsett singen. Ist für meine Ohren unerträglich. Einer der wenigen, der das wirklich beherrschte war Frankie Valli, aber der hat sowieso eine Stimmlage, von der aus das Wechseln in Falsett sehr stimmig klingt. Und wenn man das schon tut, dann muss das bitte sauber gesungen sein und man sollte vielleicht auch die Töne treffen, die man da ansingt. (Bei Chris Martin schmerzen mir diesbezüglich auch die Gehörgänge)
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When I hear music, I fear no danger. I am invulnerable. I see no foe. I am related to the earliest time, and to the latest. Henry David Thoreau, Journals (1857)Das ist dann wohl der vorläufige Tod dieser Band, richtig?
Warum sollte man ihnen und diesem Album jetzt noch eine Chance geben nachdem Herr Hentschel, Herr Birdsey und Frau Mistadobalina der Meinung sind das alles sei nur mittelprächtig, man solle abwarten, Herr Meyer de Voltaire wäre besser dran er nähme quasi nochmals Gesangsunterricht weil er die Töne nicht findet. Ich hoffe die Kopfstimme wird dann auch ebenfalls bei Blumfeld für unangenehm empfunden?
Ich bin gerade etwas platt. Es ist schade, denn viele hören auf die Meinung dieser Drei und lassen sich eventuell somit etwas entgehen, dass mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Denn Voltaire haben mit ihrem ersten Album definitiv, um Längen mehr zu bieten als alle Silbermonds, Juli, Madsen, Virginia Jetzt!, Sportfreunde Stiller u.s.w.--
chocolate milkDas ist dann wohl der vorläufige Tod dieser Band, richtig?
Warum sollte man ihnen und diesem Album jetzt noch eine Chance geben, nachdem Herr Hentschel, Herr Birdsey und Frau Mistadobalina der Meinung sind das alles sei nur mittelprächtig, man solle abwarten, Herr Meyer de Voltaire wäre besser dran er nähme quasi nochmals Gesangsunterricht weil er die Töne nicht findet. Ich hoffe die Kopfstimme wird dann auch ebenfalls bei Blumfeld für unangenehm empfunden?
Ich bin gerade etwas platt. Es ist schade, denn viele hören auf die Meinung dieser Drei und lassen sich eventuell somit etwas entgehen, dass mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Denn Voltaire haben mit ihrem ersten Album definitiv, um Längen mehr zu bieten als alle Silbermonds, Madsen, Virginia Jetzt!, Sportfreunde Stiller u.s.w.Wie kommst du denn darauf? Warum sollten ein paar Meinungsäußerungen in diesem Forum den Tod einer Band bedeuten? So wichtig nehme ich mich nicht und ich glaube auch kaum, dass sich andere User davon abhalten lassen die Platte zu hören. Ansonsten bräuchten wir uns hier eigentlich gar nicht mehr über Bands und deren Musik unterhalten.
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When I hear music, I fear no danger. I am invulnerable. I see no foe. I am related to the earliest time, and to the latest. Henry David Thoreau, Journals (1857)
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
also ich wollte schon vor der Meinung der drei nicht reinhören, ich warte lieber aufs neue Juli-Album…
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@mistadobalina:
Es war mit Absicht etwas überspitzt formuliert.
Wenn du meinst das stimmt nicht, von wegen dass deine Meinung mehr zählt als meine… dann können wir uns ja die Hände reichen, oder? Ich könnte dir eine ganze Liste von Namen nennen, deren Meinung hier hoch geschätzt wird. Wenn diese Leute etwas… ach egal…@Herr Laurent:
Das war klar, dass du jetzt wieder ankommst. Kauf dir das neue Juli-Album.--
Es ist nur einfach so, dass dieses Album/ diese Band es nicht verdient haben so, als fast schon schlechteres Mittelmaß, hingestellt zu werden. Ich könnte sie jetzt ohne Ende in die Lüfte loben, es würde nicht mehr wirklich was bringen. Der Stempel ist einfach zu massiv. Es macht mich traurig. Naja…
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Ich kann es nun mal nicht ändern, aber mir gefallen durchaus beide Virginia Jetzt! Alben besser als das von Voltaire. Ich weiß aber gar nicht, wen das mehr diskreditiert
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Du sollst es ja auch nicht ändern.
Warum zum Beispiel hast du kein positives Songbeispiel genannt? Jetzt erzähl mir bloss nicht, dass es keinen guten Song auf dem Album gibt. Anstelle dessen sagstest du „Richtig übel und skippbar ist allerdings „Wie du willst“. Hmmmh…
Was ist mit Songs wie:
Zu schön
Tür
Augen zu
Vampir
Wo
Heute???
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Weil ich keine Lust hatte einen Roman zu schreiben und für jeden Song Details zu äußern. Wer mag, kann sich ja positive Resonanzen aus dem Netz ziehen. Z.B. war das Album bei Plattentests Platte des Monats (ich stimme dem Text aber nicht zu, insbesondere erkenne ich gar keine Ansätze von Melancholie weder in den Texten noch in der Musik). Auch bei [B]Laut gibt es eine gut gemeinte Rezension (der ich mich auch nicht anschließen kann, denn wer meint in den Texten hier Lyrik zu entdecken, der hält wahrscheinlich Baudelaire für einen Bordeaux oder Voltaire für eine Art Voltax). Wenn ich die Lust gehabt hätte mich intensiver mit dem Album auseinanderzusetzen, dann hätte es schlichtweg einfach besser sein müssen. So habe ich dazu ehrlich gesagt keine große Lust.
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Du siehst also keinen Ansatz von Melancholie? Weder in den Texten noch in der Musik?
„Fortgewaschen, leere Straßen, zerbrochene Fenster schreien mich an
der Himmel verhangen von grauen Worten fragen was hast du getan?“„Geh wohin du willst und komm nie mehr wieder, diese Tür ist zu.
Ich will mich nicht wiederholen, ich will dich nicht wiedersehen, dir wiederstehen.
Komm schau dich an du bist so lächerlich mit deinen Herzen im Gesicht“„Warte Welt! Warte auf mich! Hört sie sich jeden Morgen reden.
Was hat sie was andere nicht haben, nicht wollen?“„Und sie macht ihre Augen zu und nimmt sich vor nie wieder zu reden
des Nachts beschwört sie die Sterne“„Hey seid bitte still, ich kann euch nicht mehr hören
das Dröhnen in meinem Kopf ist viel zu laut voller Worte, voller Leere, voller Wiederhall“„Aus meinem Kopf, aus meinem Sinn, ich geh woanders hin.
Dorthin wovor ihr Angst habt hinzugehen, um dort hinzugelangen bleib ich einfach stehen“„Und da sitzt du schaust dir deinen Lieblingsfilm an
so laut wie es geht, dass man den Schmerz nicht mehr hört“„Und so schweigst du und du träumst von dem was dich quält… die heile Welt“
„Ich schau zum Fenster raus und warte mich in den nächsten Tag
erlebe tausendmal was nie passiert“Du hast recht, keine Spur von Melancholie!
Ich nerve ab jetzt nicht mehr weiter. Nichts für ungut.--
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
chocolate milkNichts für ungut.
Nichts für ungut, aber Werbung sind diese Textfetzen nicht…
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Warum machst du das immer wieder? Reagier‘ dich mal ab. (Ich kann nichts dafür das dein Sportstudio heute geschlossen hat).
Ich finde schon das diese Zitate für sich sprechen. Auserdem bin ich keine Werbetexterin oder gar Journalistin und muss nicht alles perfekt hier darbieten.
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Schlagwörter: Voltaire
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