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FlashWenn Du jetzt noch ein schönes „Ich finde“ davor setzt, sähe das ganze schon viel netter aus.
Das setze ich stillschweigend voraus. Meine Aussagen sind ja nicht allgemeingültig.
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WerbungIch hab gerade erst die Single zum ersten Mal in voller Länge gehört. Bis zum Refrain gefiel sie mir richtig gut… aber wirklich nur bis dahin. Denn der Refrain ist eine milde Katastrophe. Sowas einfallsloses hab ich noch nie von den Peppers gehört. Er klang schwer nach „wir haben ne idee, sind aber zu faul um weiterzudenken“. Der Song ist nicht in sich geschlossen, wirkt wie in zwei Teile geteilt.
Nach dieser herben Enttäuschung glaube ich kaum noch daran, dass mir das Album gefallen wird.--
Habe die Single auch heute zum ersten mal gehört. Mir hat sie eigentlich sehr gut gefallen. Wollte schon wieder Anfangen mich auf die neue Peppers zu freuen. Werde das nächste mal aber genauer hinhören.
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Menschen mögen auch Blutwurst, Menschen sind Schwachköpfe.Noch kurz zu dem Witz von Vergleich mit Tokio Hotel (deren Songs zumindest ,kenne aber nur die Singles, auch gar nicht so so schlimm sind)
Californication fand ich ja als Album sehr stimmig bis auf dem obligatorischen Funk oder wie auch immer von „Get on top“. Für mich wirklich wunderschöner Rock der noch dazu absolut nicht langweilt.. Bitte nochmal Scar tissue , Otherside oder Road Trippin anhören.
By the way hatte dann zumindest doch wieder einige sehr geile SOngs, auch wieder ein oder zwei funkige und mit Throw away your television sogar einen sehr gelungenen. Cant stop z.B hat doch auch gerockt.--
Menschen mögen auch Blutwurst, Menschen sind Schwachköpfe.fantiNoch kurz zu dem Witz von Vergleich mit Tokio Hotel (deren Songs zumindest ,kenne aber nur die Singles, auch gar nicht so so schlimm sind)
Californication fand ich ja als Album sehr stimmig bis auf dem obligatorischen Funk oder wie auch immer von „Get on top“. Für mich wirklich wunderschöner Rock der noch dazu absolut nicht langweilt.. Bitte nochmal Scar tissue , Otherside oder Road Trippin anhören.
Californication ist voll von grandiosen Songs: Around The World, Parallel Universe, Other Side, Easily, Purple Stain…
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fantiBitte nochmal Scar tissue , Otherside oder Road Trippin anhören.
bitte nicht. Diese songs sind sowas von totgespielt. Fand sie ja auch anfands ganz gut. Aber selbst wer nicht Radio hört, kam und kommt ja nicht dran vorbei.
Ich weiß aber auch nicht, ob ich es gut fände, wenn nur noch dieser Einheitsbrei à la DSDS gespielt werden würde, das ist jetzt schon schlimm genug…
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Hier gibt es übrigens einen – nun ja – etwas anderen Blick auf das Geheimkonzert gestern in Hamburg:
http://www.mattwagner.de/2006/04/im-zelt-mit-den-red-hot-chili-peppers.htm--
Die F.A.Z. druckt schon eine vorsichtige, zurückhaltende Rezension – von By the Way war man damals noch begeistert:
Bastardpop: Neues von den „Red Hot Chili Peppers“
Von Andreas RosenfelderGefallen bleibt ja immer eine Sache von Gewöhnung. Wahrscheinlich muß man auch das neue Doppelalbum der „Red Hot Chili Peppers“ nur in den Sommerurlaub mitnehmen, um es dann doch ins Herz zu schließen.
Waren nicht alle Platten der Kalifornier eigentlich Soundtracks für das Befahren imaginärer Küstenstraßen? Doch obwohl jeder Song auf „Stadium Arcadium“ auf Anhieb nach den „Red Hot Chili Peppers“ klingt, wirkt das Album wie ein unbeseelter Fremdkörper – und man weiß nicht recht, ob man sich darauf freuen soll, daß es im Verlauf des Sommers mehr oder weniger mit der inneren Jukebox zusammenwächst.Rückkehr zu den Wurzeln
Irgendwann nach dem letzten Album „By the Way“, einem strahlenden Denkmal gebrochener Schönheit, muß das Quartett die Rückkehr zu seinen Wurzeln beschlossen haben – vielleicht, weil viele Fans auf dieser verträumten Retropop-Scheibe den beinharten Funk vermißten. Daß der gefühlte Mangel nun durch eine Überdosis wettgemacht wird, deuteten die „Peppers“ schon am vergangenen Montag bei einem Exklusivkonzert in Hamburg an. Vor einem Publikum von Jugendheimgröße, in dem Wladimir Klitschko und beängstigenderweise auch Reinhold Beckmann standen, setzte die Band auf beinharten Hochdruckfunk mit nackten Oberkörpern, wie ihn frühe Alben wie „Freaky Stiley“ oder „Mother’s Milk“ in den achtziger Jahren verewigten.
Sänger Anthony Kiedis pumpte seine tätowierten Unterarme auf und inszenierte sich als Hardrocker, Bassist Flea sorgte mit Dauererektion im Daumen für Erdbebenbässe, und Schlagzeuger Chad verwandelte die Snare in einen Preßlufthammer – nur Gitarrist John Frusciante beschreitet mit der äußerlichen Annäherung an Jesus Christus wie immer seinen eigenen Weg. Die „Red Hot Chili Peppers“, die in St.Pauli neben schweißtreibenden Klassikern wie „Power of Equality“ auch fünf Stücke ihres neuen Albums vortrugen, feierten die Rückkehr des Schweinefunks und das Ende der Selbsterkundung. Wie immer bei dieser begnadeten Live-Band war das Konzert umwerfend.
Verdacht des Etikettenschwindels
Trotzdem bestätigt „Stadium Arcadium“ beim ruhigen Hören den Verdacht eines Etikettenschwindels, den schon die seit Wochen rotierende Single „Dani California“ nährte. Fast müßte man die Band des geistigen Diebstahls bezichtigen – wenn sie sich nicht am eigenen Eigentum vergreifen würde. Nahezu jeder der achtundzwanzig Songs enthält ein Dejà-vu-Erlebnis, als wäre das Album eine versteckte Aufforderung, das Gesamtwerk mit historisch-kritischem Ehrgeiz nach Belegstellen zu durchforsten. Man kann das zur reifen Form des Selbstbezugs verklären. Aber oft entsteht der Eindruck, als wären bloß ausgemusterte Alternativversionen alter Songs neu eingespielt worden. In der Strophe ähnelt zum Beispiel die Ballade „Desecration Smile“ der Songperle „Dosed“ von „By the Way“ so sehr, daß man beide Stücke problemlos parallel hören kann: Die „Red Hot Chili Peppers“ betreiben Bastardpop mit sich selbst.
Dabei ist „Stadium Arcadium“, das ohne zwingenden Grund in die Teil-Alben „Jupiter“ und „Mars“ zerfällt, keineswegs ein eindimensionales Werk. Es enthält alle Zutaten, die man bei den Pfefferschoten kennt und liebt: handgelöteten Funk wie „Hump de Bump“ mit seinen abgedrehten Bläsersätzen, vom Sommerwind umwehte Balladen wie „Slow Cheetah“ und ratternde Sattelschleppersongs mit Kuschelrockzwischenspiel wie „Torture Me“. Dazu kommen ein paar neue Aromen wie jener Hauch von Südstaatenrock, der „Dani California“ wie ein entferntes Echo von „Sweet Home Alabama“ klingen läßt. Trotzdem haftet dieser Platte, deren Texte wie immer von Kalifornien, Mädchen und in dunklen Metaphern auch von überwundener Drogensucht handeln, der Beigeschmack eines Best-of-Albums an.
Das Zeug zum Reißer
Vielleicht schadet ja auch die Monumentalform des Doppelalbums jener Handvoll denkwürdiger Stücke, die durch das Füllmaterial ihre Einzigartigkeit verlieren. „Charlie“ zum Beispiel, ein federleichter Funkrocksong mit souligem Refrain, hat durchaus das Zeug zu einem Reißer. Und im rätselhaften „Strip My Mind“ mit seinem verzerrten Geistergesang und der durch den Synthesizer gejagten Gitarre entfalten die „Red Hot Chili Peppers“ ihre düstere Größe – hier dient die elektronische Geräuscheküche des Produzenten Rick Rubin, der schon das Doppelalbum „Blood Sugar Sex Magic“ aufnahm, als Resonanzraum und nicht bloß als Klangdesignwerkstatt.
Man kann „Stadium Arcadium“ allerdings auch ganz anders betrachten – nämlich als behelfsmäßige Plattform für die wachsende Genialität von John Frusciante, für den im Gitarrenhimmel nach „Stadium Arcadium“ ein Platz neben Jimi Hendrix und David Gilmour vorgemerkt sein dürfte. In buchstäblich jedes Stück baut Frusciante, der die Stahlsaiten wie hochsensible Erweiterungen seines Nervensystems behandelt, ein klassisches Solo ein – gerne auch mit Wahwah-Pedal und Hall wie in den verstrahlten Siebzigern. Man sollte also, falls man dem Album im Sommerurlaub seine Chance gibt, auf jeden Fall die Luftgitarre einpacken.
Red Hot Chili Peppers, Stadium Arcadium, 2 CDs, Warner 936249996-2
Text: F.A.Z., 29.04.2006, Nr. 100 / Seite 42
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„Weniger, aber besser.“ D. RamsMich bringt der obige FAZ-Artikel nicht weiter. Er verwirrt mich nur gehörig und ist doch ziemlich widersprüchlich.
Dass die RHCP auf dem Rückweg zum harten Metal-Funk seien, lese ich in Bezug zur Neuen das erste Mal. Und dass viele Songs in einem Selbst-Plagiat landen, diesen Vorwurf kann man leicht vielen Künstlern machen. Zumindest wird der immer besser werdende John gelobt.
Naja, in wenigen Tagen kann ich es selber beurteilen.--
Jetzt schon 62 Jahre Rock 'n' Rolldr.musicMich bringt der obige FAZ-Artikel nicht weiter. Er verwirrt mich nur gehörig und ist doch ziemlich widersprüchlich.
Dass die RHCP auf dem Rückweg zum harten Metal-Funk seien, lese ich in Bezug zur Neuen das erste Mal. Und dass viele Songs in einem Selbst-Plagiat landen, diesen Vorwurf kann man leicht vielen Künstlern machen. Zumindest wird der immer besser werdende John gelobt.
Naja, in wenigen Tagen kann ich es selber beurteilen.Fand es auch seltsam larifari, aber immerhiin wird noch über die CD gesprochen. In der Süddeutschen hat Karl Bruckmaier dieses Wochende 75% seines Textes über Scott Walker damit zugebracht, sich über die Bemusterungspraktiken zu beschweren und dass er sich für das Album nicht zuständig fühlt, m.a.W. zum Thema nix gesagt.
Die F.A.Z. schreibt wenigstens zum Thema, kommt aber zu früh – jetzt erscheinen die Besprechungen schon vor eine Woche vor V.Ö. Die machen sich unnötig Druck, sollten lieber warten, bis sie ein sicheres Urteil abgeben können.
Bin ebenso gespannt auf die eigene Erfahrung, fürchte aber die Menge an Material.
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„Weniger, aber besser.“ D. RamsKai Bargmann… In der Süddeutschen hat Karl Bruckmaier dieses Wochende 75% seines Textes über Scott Walker damit zugebracht, sich über die Bemusterungspraktiken zu beschweren und dass er sich für das Album nicht zuständig fühlt, m.a.W. zum Thema nix gesagt.
Was soll man denn auch über ein schier unhörbares Album schreiben – wo es nichts zu schreiben gibt. S. auch Willander im RS 05/2006.;-)
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Jetzt schon 62 Jahre Rock 'n' Rolldr.musicWas soll man denn auch über ein schier unhörbares Album schreiben – wo es nichts zu schreiben gibt. S. auch Willander im RS 05/2006.;-)
Aber abgefeiert wird es trotzdem. Wenn nicht in der Rezension, dann in irgendeinem Artikel über den Interpreten.
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dengelAber abgefeiert wird es trotzdem. Wenn nicht in der Rezension, dann in irgendeinem Artikel über den Interpreten.
Dengler, stimmt.;-) Die Schönhörer machen das immerzu.
Sprichst Du wirklich über das neue „SW-Album“?--
Jetzt schon 62 Jahre Rock 'n' RollKai BargmannWahrscheinlich muß man auch das neue Doppelalbum der „Red Hot Chili Peppers“ nur in den Sommerurlaub mitnehmen, um es dann doch ins Herz zu schließen.
Waren nicht alle Platten der Kalifornier eigentlich Soundtracks für das Befahren imaginärer Küstenstraßen?Ha, meine Rede:
Bullitt 11.03.2005
War für mich der perfekte Kalifornien Soundtrack 2002. Demnach eigentlich ein ***** Album. Aus einiger Distanz fallen einige Songs doch etas ab.--
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