Melba Liston

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  • #11665263  | PERMALINK

    thelonica

    Registriert seit: 09.12.2007

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    Zu Melba Liston wurde schon ein wenig im Chuck Thompson-Thread geschrieben, Maxine Gordon arbeitet wohl noch an einem Buchkapitel über sie, aber ihr Hauptthema im Buch wäre wohl Shirley Scott. Irgendwie kommt man nicht um Melba Liston herum, wenn man sich mit Arrangeuren und Frauen im Jazz beschäftigt. Außerdem kann man interessante Arbeiten entdecken, die auch nicht so bekannt sind. Gestolpert bin ich über u.a. über folgende Produktionen…

    Hier war eigentlich erst die andere Seite der 7″ mit „The Night Has A Thousand Eyes“ interessant, wie das Stück zum Standard wurde hatte mich interessiert.

    „Little Niles“ von Randy Weston wäre noch eine weitere wichtige Zusammenarbeit, wenn man sich frühe Alben anschaut. Im NPR Portrait über Melba Liston gibt es interessante Einblicke in die gemeinsamen Arbeiten.

     

     

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    #11699181  | PERMALINK

    thelonica

    Registriert seit: 09.12.2007

    Beiträge: 3,461

    Randy Weston hatte im Jazz Profile zu Melba Liston ganz interessant Sachen über die Zusammenarbeit mit erzählt. Siehe auch oben. Dieses Album ist etwas ungewöhnlich bzw. eine interessante Ensemblearbeit, die teilweise an Mancini, Ellington oder Basie erinnert, z.B. beim ersten Stück „We’re Ladies“. Etwas Latin gibt es auch (Willie Rodriguez), Elvin Jones ist mit dabei und halt „Four Trombones, hier Melba Liston, Slide Hampton, Bennie Green und Frank Rehak. Dabei ist der Posaunensatz hier sehr einfühlsam und gar nicht übermässig laut, eher ein warmer Sound. Das ist fein abgestimmt auf das Klavierspiel von Weston. Schwer zu sagen, ob es eine eher kommerzielle Platte ist. Ein bißchen erinnert es auch an Tadd Dameron oder „Gil Evans & Ten“, besonders beim letzten Stück „I Say Hello“. Gefühlt wird auch das Thema von „Down By The Riverside“ auf beiden Seiten kurz angespielt.

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    #11699247  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 61,504

    Für Randy Weston war’s jedenfalls das einzige Album aus der (offiziellen) Diskographie, das er ablehnte und als sein Mosaic Select in Arbeit war darum bat, dass es nicht in die 3-CD-Box aufgenommen würde. Ich hab’s grad nicht im Ohr, aber ich glaub ich kann schon nachvollziehen, warum er das so sah, ist halt arg smooth (und ja, so gesehen wohl „kommerziell“, auch wenn das eh ein schwieriges Etikett ist). Weston/Liston haben ja später noch diverse hervorragende Alben zusammen gemacht, mit denen dieses hier nicht mithalten kann, finde ich – allen voran „Volcano Blues“, auf der sie auch als Co-Leaderin geführt wird:

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #133: Revivals und Comebacks in den 90ern - 14.6., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #29: tba
    #11699733  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Biomasse

    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 61,504

    Gestern spät noch reingehört … das ist hübsche Musik, doch die Tunes sind jetzt echt nicht so super, und Weston klimpert die halbe Zeit mässig motiviert herum, die Stücke sind auch alle sehr kurz, nur eines knapp über drei Minuten. Da war wohl einfach nicht genügend Fleisch am Knochen, Ich verstehe schon, warum er davon kein Reissue haben wollte (und mit Mangel von Wertschätzung für Liston hatte das bestimmt nichts zu tun). Schön fand ich z.B. den dritten Track, „Rose Lovejoy of Paradise Alley“, der kommt im 3/4-Takt daher und Weston klingt hier für einmal ganz wie er selbst.

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #133: Revivals und Comebacks in den 90ern - 14.6., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #29: tba
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