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AutorBeiträge
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DAY DREAM kenne ich immer noch nicht…

peter evans, being & becoming (2020)
wenn ich joel ross mal etwas wilder haben will, greife ich zu diesem album, obwohl das natürlich auch kein free jazz ist. evans bleibt ja bei aller hypervirtuosität immer warm und emotional zugänglich, und ross und dem super aufwändig spielenden rhythmusgespann fallen viele tolle dinge dazu ein.
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WerbungvorgartenDAY DREAM kenne ich immer noch nicht…

peter evans, being & becoming (2020)
wenn ich joel ross mal etwas wilder haben will, greife ich zu diesem album, obwohl das natürlich auch kein free jazz ist. evans bleibt ja bei aller hypervirtuosität immer warm und emotional zugänglich, und ross und dem super aufwändig spielenden rhythmusgespann fallen viele tolle dinge dazu ein.ja, das mac ich auch so… ich weiss es ist ein Klischee sowas im Zusammenhang mit Evans zu sagen… aber mir fehlt bei dem Album ein bisschen die Wärme… aber rasant ist es

Lafitte Persiany – „Les Classiques Du Jazz“ Vol. 2ein Coverfoto aus der Zeit, als Farbfotos noch die Ausnahme waren und keiner so richtig auf sie eingestellt…
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.vorgarten

sanders, live at fabrik (1980/2023)
das letzte album, das es in meine top100 geschafft hat… für mich die sensation des jahres, ein akustisches quartett, das in minute 7 formschön explodiert und danach nicht mehr in die erdumlaufbahn zurückkehrt… endlich ein dokument, das john hicks in allem zeigt, was er konnte (live erlebt, allerdings mit david murray), aber ich mag da niemanden hervorheben, sie sind alle vom gleichen heiligen geist erfasst gewesen. heißeren akustischen jazz kriegt man nirgendwo.Läuft hier auch mal wieder, sensationell gut und eins der besten Archiv-Highlights dieses Jahres.
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Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...Das Evans-Album kenne ich gar nicht … und Garros‘ Strickjacke ist immerhin auf eins der Wandpanele hinter ihm abgestimmt. Leider eins der Lafitte-Alben, das unter den Erwartungen bleibt (generell: Persiany ist einfach nicht so gut bzw. mochte sehr leichte Kost).
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169 – 13.01.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbaja, Persiany ist nicht wirklich gut… aber ich mag die Alben eigentlich schon ganz gerne, wenn man den Rest der Zeit Dixie hört, hat man die Melodien auch alle im Ohr… das Evans Album ist sicher ambitionierter… hier lief später noch der Vorgänger mit stilvollem Schwarzweisscover

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.redbeansandrice
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peter evans, being & becoming (2020)
wenn ich joel ross mal etwas wilder haben will, greife ich zu diesem album, obwohl das natürlich auch kein free jazz ist. evans bleibt ja bei aller hypervirtuosität immer warm und emotional zugänglich, und ross und dem super aufwändig spielenden rhythmusgespann fallen viele tolle dinge dazu ein.ja, das mac ich auch so… ich weiss es ist ein Klischee sowas im Zusammenhang mit Evans zu sagen… aber mir fehlt bei dem Album ein bisschen die Wärme… aber rasant ist es
wahrscheinlich liegt die wahrheit irgendwo dazwischen – die wärme, die bei evans ständig gegen den formalen kontrollwahnsinn triumphiert, oder umgekehrt. wäre sie nicht da, würde ich viel mehr distanz dazu aufbauen, glaube ich, aber ich bin regelmäßig in einzelnen momenten wirklich ergriffen.

tarbaby, oliver lake, dance of the evil toys (2022)
dieses jahr verspätet gekauft, nach hinweis von gypsy, schlagzeuger und bassist (waits/revis) gehören dabei zu meinen liebsten überhaupt. konzeptionell finde ich das alles sehr frisch und offen und gegenwärtig, auf oliver lake hätte ich trotzdem manchmal verzichten können, aber ein reines trio-album haben sie offenbar noch nicht machen wollen. josh lawrence ist auch noch dabei, ein sehr moderner trompeter, worin keine wertung liegt… unter den cleanfeed-alben jedenfalls ein schwergewicht.
am ende die so tief in den raum getupfte version von „sometimes it snows in april“ – da hätte ein*e richtige*r produzent*in wahrscheinlich angesetzt und gesagt: macht mal mehr von solchen sachen. ich würde es kaufen.
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tyshawn sorey trio, continuing (2023)
das mood-album des jahres, mit einem klaviertrio, in dem der pianist sich weigert, solo zu spielen. kann ich zu jeder tages- und nachtzeit hören, sehr aufmerksam, nur nebenbei, auf details achtend, als ambient, egal – es passiert immer was schönes dabei.
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tarbaby, oliver lake, dance of the evil toys (2022)
dieses jahr verspätet gekauft, nach hinweis von gypsy, schlagzeuger und bassist (waits/revis) gehören dabei zu meinen liebsten überhaupt. konzeptionell finde ich das alles sehr frisch und offen und gegenwärtig, auf oliver lake hätte ich trotzdem manchmal verzichten können, aber ein reines trio-album haben sie offenbar noch nicht machen wollen. josh lawrence ist auch noch dabei, ein sehr moderner trompeter, worin keine wertung liegt… unter den cleanfeed-alben jedenfalls ein schwergewicht.
am ende die so tief in den raum getupfte version von „sometimes it snows in april“ – da hätte ein*e richtige*r produzent*in wahrscheinlich angesetzt und gesagt: macht mal mehr von solchen sachen. ich würde es kaufen.Schön! Und ja zu beidem: Trio und anderes Material … ich hab die Band (inkl. Lake) ja auch mal live gesehen und Du erinnerst Dich vermutlich an meine kleine Irritation (Auftreten vs. Personae und so). Das RogueArt-Album liegt bei mir seit einer Weile zum Wiederhören bereit.
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169 – 13.01.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbagypsy-tail-wind ich hab die Band (inkl. Lake) ja auch mal live gesehen und Du erinnerst Dich vermutlich an meine kleine Irritation (Auftreten vs. Personae und so).
was meinst du? kann mich nicht erinnern…
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gypsy-tail-wind ich hab die Band (inkl. Lake) ja auch mal live gesehen und Du erinnerst Dich vermutlich an meine kleine Irritation (Auftreten vs. Personae und so).
was meinst du? kann mich nicht erinnern…
Das Auftreten kam mir derart heteronormativ mackerhaft rein, dass ich schon fast Angst hatte, sie würden Lake von der Bühne jagen, als er zur Flöte griff …
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169 – 13.01.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbagypsy-tail-wind
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gypsy-tail-wind ich hab die Band (inkl. Lake) ja auch mal live gesehen und Du erinnerst Dich vermutlich an meine kleine Irritation (Auftreten vs. Personae und so).
was meinst du? kann mich nicht erinnern…
Das Auftreten kam mir derart heteronormativ mackerhaft rein, dass ich schon fast Angst hatte, sie würden Lake von der Bühne jagen, als er zur Flöte griff …
haha ok. eric revis ist schwul, glaube ich – bin mir aber nicht sicher, kriegte so pärchen-vibes, als ich ihn nach dem konzert in brooklyn mit einem anderen typen gesehen habe. wirkte jedenfalls alles andere als mackerhaft
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Ja, eben* … und mir kam Lake da wie die grosse Ausnahme vor, dahinter die drei Kerle … irgendwie irritierend, aber diese Art Irritation ist bzw. tut ja oft auch ganz gut
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zuletzt geändert von gypsy-tail-wind
*) nicht im Sinn von „ich weiss“ sondern: wir haben das eben schon mal diskutiert--
"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169 – 13.01.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbamackertum hat ja auch nicht unbedingt was mit sexueller orientierung zu tun. und was letzteres angeht, ist das ja im jazz immer noch genauso offen wie die fußballbundesliga. und ich wiederhole mich jetzt schon, oje, gut, dass hier bald abgeschaltet wird
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vorgartenmackertum hat ja auch nicht unbedingt was mit sexueller orientierung zu tun. und was letzteres angeht, ist das ja im jazz immer noch genauso offen wie die fußballbundesliga. und ich wiederhole mich jetzt schon, oje, gut, dass hier bald abgeschaltet wird
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169 – 13.01.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbavorgarten

tyshawn sorey trio, continuing (2023)
das mood-album des jahres, mit einem klaviertrio, in dem der pianist sich weigert, solo zu spielen. kann ich zu jeder tages- und nachtzeit hören, sehr aufmerksam, nur nebenbei, auf details achtend, als ambient, egal – es passiert immer was schönes dabei.Das Album lief bei mir heute morgen zweimal, ich bin ebenfalls immer wieder angetan. Besonders toll finde ich die Version von Harold Maberns „In What Direction Are You Headed?“, vor allem die mehrfachen Tempoverschleppungen und angedeuteten Enden. Ich kannte vorher nur die Version von Lee Morgan, die ich jetzt augelegt habe:

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Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos... -
Schlagwörter: Ich höre gerade... Jazz, Tagebuch
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