Der letzte Film, den ich gesehen habe

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  • #832763  | PERMALINK

    dr-nihil

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    Ich war mir da jetzt nicht so ganz sicher, was das Lyrische und das Narrative und deren Unvereinbarkeit angeht und habe mal nachgeschlagen: „…ist das Lyrische nicht an eine bestimmte Darbietungsform gebunden, es kann auch im Drama und in der Epik (Goethe „Werther“, Hölderlin „Hyperion“) begegnen.“

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    #832765  | PERMALINK

    dr-nihil

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    Originally posted by DR.Nihil@12 Feb 2004, 14:21
    Ich war mir da jetzt nicht so ganz sicher, was das Lyrische und das Narrative und deren Unvereinbarkeit angeht und habe mal nachgeschlagen: „…ist das Lyrische nicht an eine bestimmte Darbietungsform gebunden, es kann auch im Drama und in der Epik (Goethe „Werther“, Hölderlin „Hyperion“) begegnen.“

    Okay, aber dies betrifft nicht die Bedeutung, die candy und ich annahmen und die wohl auch als Grundbedeutung des Lyrischen zu ebtrachten ist: Lyrisch demnach gleich: „die Zugehörigkeit eines literarischen Werkes zur poetischen Gattung“ (Lyrik).

    --

    #832767  | PERMALINK

    candycolouredclown
    Moderator

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    Originally posted by DR.Nihil@12 Feb 2004, 14:23
    Okay, aber dies betrifft nicht die Bedeutung, die candy und ich annahmen und die wohl auch als Grundbedeutung des Lyrischen zu ebtrachten ist: Lyrisch demnach gleich: „die Zugehörigkeit eines literarischen Werkes zur poetischen Gattung“ (Lyrik).

    Was ja so auch nicht GANZ richtig ist: Siehe Prosagedichte.

    --

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    #832769  | PERMALINK

    dr-nihil

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    Originally posted by candycolouredclown@12 Feb 2004, 14:33
    Was ja so auch nicht GANZ richtig ist: Siehe Prosagedichte.

    Sind das denn noch Gedichte?
    Ich bin mir nicht sicher, ob ich eins kenne.

    --

    #832771  | PERMALINK

    candycolouredclown
    Moderator

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    Originally posted by DR.Nihil@12 Feb 2004, 14:34
    Sind das denn noch Gedichte?

    Natürlich.
    Als übliches Beispiel wird immer Trakl herangezogen, von dem ich aber nichts kenne.
    Ansonsten kenne ich Prosagedichte von Ginsberg und T.S. Eliot („Das Wüste Land“-unendlich groß!)

    --

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    #832773  | PERMALINK

    dr-nihil

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    Originally posted by candycolouredclown@12 Feb 2004, 14:37
    Natürlich.
    Als übliches Beispiel wird immer Trakl herangezogen, von dem ich aber nichts kenne.
    Ansonsten kenne ich Prosagedichte von Ginsberg und T.S. Eliot („Das Wüste Land“-unendlich groß!)

    Ach ja, klar „Das wüste Land“.
    Ja, Prosagedicht steht auch in meinem schlauen Buch drin…
    Ich stell mal was von Trakl rein, wenn ich mehr Zeit habe. Hab nur eins, Aber Prosagedichte sind doch trotzdem in Versform oder?

    --

    #832775  | PERMALINK

    dr-nihil

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    Originally posted by DR.Nihil@12 Feb 2004, 14:41
    Ach ja, klar „Das wüste Land“.
    Ja, Prosagedicht steht auch in meinem schlauen Buch drin…
    Ich stell mal was von Trakl rein, wenn ich mehr Zeit habe. Hab nur eins, Aber Prosagedichte sind doch trotzdem in Versform oder?

    Nein, natürlich nicht.
    Glaub ich.

    --

    #832777  | PERMALINK

    candycolouredclown
    Moderator

    Registriert seit: 08.07.2002

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    Originally posted by DR.Nihil@12 Feb 2004, 14:41
    Ach ja, klar „Das wüste Land“.
    Ja, Prosagedicht steht auch in meinem schlauen Buch drin…
    Ich stell mal was von Trakl rein, wenn ich mehr Zeit habe. Hab nur eins, Aber Prosagedichte sind doch trotzdem in Versform oder?

    In einem weit entfernten Zusammenhang mit der eigentlichen Defintion von „Versform“ wahrscheinlich schon.
    Und in gewisser Weise sind die ja auch metrisch gebunden.

    Ich bin mal auf was von Trakl gespannt.

    --

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    #832779  | PERMALINK

    dr-nihil

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    Originally posted by candycolouredclown@12 Feb 2004, 13:19
    Ebend, darum kam ich mit der Aussage von Deady nicht klar.
    Ist ungefähr so, als ob ich sagen würde: Dieser Roman ist lyrisch oder narrativ. Ersteres ist wohl fast unmöglich und das Zweite ein weißer Schimmel.

    Musste jetzt nochmal drüber nachdenken: und in der Literatur gibt es aber ide Verbindung von Lyrik und Erzählung ja schon. So z.B. sehr deutlich in Balladen.

    --

    #832781  | PERMALINK

    candycolouredclown
    Moderator

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    Originally posted by DR.Nihil@12 Feb 2004, 18:09
    Musste jetzt nochmal drüber nachdenken: und in der Literatur gibt es aber ide Verbindung von Lyrik und Erzählung ja schon. So z.B. sehr deutlich in Balladen.

    Nun habe ich das ja auch an dr Gattung des „Romans“ festgemacht.
    Und die Ballade ist trotz ihres erzählerischen Flusses, eine sehr stark gebundene Gedichtform. Und nach jeder Strophe wird doch der Kehrreim wiederholt. Würde es also darum ziemlich eindeutig der Lyrik zuordnen. Auch schon wegen der erhöhten Sangbarkeit einer Ballade. Was ja nach dem eigentlichen Ursprung des Wortes „Lyrik“ (also der Lyra) eine wichtige Struktureigenschaft ist.

    --

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    #832783  | PERMALINK

    dr-nihil

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    Originally posted by candycolouredclown@12 Feb 2004, 18:30
    Nun habe ich das ja auch an dr Gattung des „Romans“ festgemacht.
    Und die Ballade ist trotz ihres erzählerischen Flusses, eine sehr stark gebundene Gedichtform. Und nach jeder Strophe wird doch der Kehrreim wiederholt. Würde es also darum ziemlich eindeutig der Lyrik zuordnen. Auch schon wegen der erhöhten Sangbarkeit einer Ballade. Was ja nach dem eigentlichen Ursprung des Wortes „Lyrik“ (also der Lyra) eine wichtige Struktureigenschaft ist.

    Wo hast du eigentlich so einen Scheiß wie „Lyra“ gelernt? Das krieg ich zwar auch hin, aber in meinem Deutsch-LK hab ich nix gelernt.

    Natürlich sind Balladen der Lyrik zuzuordnen. Trotzdem beinhalten sie narrative Elemente, sogar recht stark ausgeprägt.
    Wollte ja damit auch nur zeigen, dass diese beiden Elemente, eben der des Narrativen und der des Lyrischen durchaus vereinbar sind.
    Das hat aber natürlich nix mit dem zu tun, was deady ursprünglich sagte. Filme sind, so viel ich weiß, nie in Versform und werden auch nur selten gesungen. In diesem Fall dann sicherlich lyrisch in einer anderen Bedeutung.

    --

    #832785  | PERMALINK

    candycolouredclown
    Moderator

    Registriert seit: 08.07.2002

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    Originally posted by DR.Nihil@12 Feb 2004, 18:36
    Wo hast du eigentlich so einen Scheiß wie „Lyra“ gelernt? Das krieg ich zwar auch hin, aber in meinem Deutsch-LK hab ich nix gelernt.

    Natürlich sind Balladen der Lyrik zuzuordnen. Trotzdem beinhalten sie narrative Elemente, sogar recht stark ausgeprägt.
    Wollte ja damit auch nur zeigen, dass diese beiden Elemente, eben der des Narrativen und der des Lyrischen durchaus vereinbar sind.
    Das hat aber natürlich nix mit dem zu tun, was deady ursprünglich sagte. Filme sind, so viel ich weiß, nie in Versform und werden auch nur selten gesungen. In diesem Fall dann sicherlich lyrisch in einer anderen Bedeutung.

    Das mit „Lyra“ habe ich auch nicht aus dem Deutsch LK. Literaturwissenschaftskurs für Slawisten. Ist ja aber auch egal.

    Was Du mit dem Beispiel der Ballade zeigen wolltest, ist mir schon klar. Habe ich doch das gleiche vorher mit dem Prosagedichten versucht.

    Und natürlich meinte Deady „lyrisch“ nicht im literarischen Sinne. Wenngleich es interessant wäre, zu analysieren, ob es überhaupt eine andere Bedeutung gibt, UND ob ein Film überhaupt lyrisch sein KANN.
    „Narrativ“ war auch letztendlich nicht das, was Deady meinte; das wurde schon, in PN´s zurückgenommen.
    Im Übrigen kann man Lyrik auch an anderen Sachen festmachen, als nur an der Versform. ;)

    --

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    #832787  | PERMALINK

    dr-nihil

    Registriert seit: 08.07.2002

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    Originally posted by candycolouredclown@12 Feb 2004, 19:01
    Das mit „Lyra“ habe ich auch nicht aus dem Deutsch LK. Literaturwissenschaftskurs für Slawisten. Ist ja aber auch egal.

    Was Du mit dem Beispiel der Ballade zeigen wolltest, ist mir schon klar. Habe ich doch das gleiche vorher mit dem Prosagedichten versucht.

    Und natürlich meinte Deady „lyrisch“ nicht im literarischen Sinne. Wenngleich es interessant wäre, zu analysieren, ob es überhaupt eine andere Bedeutung gibt, UND ob ein Film überhaupt lyrisch sein KANN.
    „Narrativ“ war auch letztendlich nicht das, was Deady meinte; das wurde schon, in PN´s zurückgenommen.
    Im Übrigen kann man Lyrik auch an anderen Sachen festmachen, als nur an der Versform. ;)

    Ja, ich weiß. Aber man neigt dazu.

    Und ja, lyrisch kann auch so viel wie „gefühl- oder stimmungsvoll“ bedeuten. Insofern ähnlich wie „poetisch“, das auch auf ähnliche Weise verwendet werden kann (und natürlich auch eine literaturwissenschaftliche Bedeutung hat).

    --

    #832789  | PERMALINK

    candycolouredclown
    Moderator

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    Musstet ihr auch den Text von Jürgen Link lesen? ;)

    --

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    #832791  | PERMALINK

    dr-nihil

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    Originally posted by candycolouredclown@12 Feb 2004, 20:22
    Musstet ihr auch den Text von Jürgen Link lesen? ;)

    Nö, wer ist das? Ein Lyrikforscher?

    Nein, eigentlich musste ich mich bisher weder von der Schule noch von der Uni aus intensiver mit der Begriffsdefinition von Lyrik beschäftigen.
    In der 11. Klasse hat uns ein Lehrer mal erklärt, dass es da drei poetische Hauptgattungen gibt und so weiter, aber nur vage. Bin also nicht wirklich bewandert.

    --

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