Startseite › Foren › Kulturgut › Für Cineasten: die Filme-Diskussion › Der letzte Film, den ich gesehen habe (Vol. II)
-
AutorBeiträge
-
Gestern im Kino: Shanghai Blues (Shang Hai zhi yen) (HK 1984) von Tsui Hark. Sagte mir überhaupt nichts, bin mit dem HK-Kino bisher null vertraut (abgesehen von ein paar Filmen von Wong Kar-wai) und war neugierig. Ein wilder Mix aus Bonbon und Sozialdrama, eine Screwball-Comedy, in der auch die psychischen Schäden des Kriegs reinspielen … toll!
Heute im Kino: O Agente Secreto (The Secret Agent) (BR/FR/DE/NL 2025) – Kleber Mendonça Filhos Film ist weit oben in meiner Bestenliste der wie üblich nicht sehr zahlreichen aktuellen Filme, die ich gesehen habe. Sehr, sehr toll! Extrabonuspunkte für die Capybara-Familie. Und ist das Udo Kiers letzter Auftritt? Auch ein starker Cameo. Überhaupt trotz des überragenden Hauptdarstellers auch ein starker Ensemble-Film.
--
"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169 – 13.01.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbaHighlights von Rolling-Stone.deWie aus dem verwunschenen „Get Back“ das letzte Album der Beatles wurde
„Star Wars: Die Rückkehr der Jedi-Ritter“: Der beste „Krieg der Sterne“-Film
Die 60 besten Soundtracks aller Zeiten
Klasse von ’87: War 1987 das beste Musikjahr aller Zeiten?
Die 33 besten Songs von George Michael
Die 30 besten Songs von Madonna
WerbungHeute Nachmittag im Kino: El Sur (Víctor Erice, ES/FR 1983) – zum zweiten Mal nach vielen Jahren und erneut vollkommen platt davon, wie grossartig dieser Film ist.
Morgen will ich nach der Arbeit Erices Kurzfilme gucken, „El Espiritu de la colmena“ gibt es zwischen Weihnachten und Neujahr (auch zum zweiten Mal), und ich hoffe, auch „El Sol del membrillo“ noch zu schaffen. Den filmischen Austausch mit Kiarostami habe ich leider verpasst und „Cerrar los ojos“ sah ich 2023 in Frankreich (hier hat er im Programmkino gerade verspätete Premiere).
--
"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169 – 13.01.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbagypsy-tail-windUnd ist das Udo Kiers letzter Auftritt? Auch ein starker Cameo.
Udo Kier wird nach meiner Erinnerung in den Credits genannt, also kein Cameo im engeren Sinn.
--
"Don't reach out for me," she said "Can't you see I'm drownin' too?"Gestern drei Filme im Kino gesehen:
„Amrum“ (Fatih Akin, 2025). Sehr stark. Man spürt, dass Hark Bohm hier unbedingt noch etwas loswerden wollte. Gleichzeitig sind Akin und er Profis genug, um dabei die Unterhaltung nicht zu vernachlässigen. Toller Ensemble-Film auch, mit der Insel als weiterer Hauptdarstellerin.
„Weihnacht“ (Roland Klick, 1963)
Sehr früher Kurzfilm von Roland Klick, und ein wirklich toller dazu. An Avantgarde-Filmen der vergangenen Jahrzehnte geschultes Schnittfeuerwerk der Weihnachtsvorbereitungen in einer deutschen Stadt, konsumkritisch, aber dabei von einer gewissen Leichtigkeit. Damit verwoben ist die Geschichte eines kleinen Jungen, der das Ganze mit staunendem Blick wahrnimmt und gleichzeitig vom Fliegen träumt. Wahrscheinlich der beste von seinen Kurzfilmen („Zwei“ fehlt mir allerdings noch).
„Alle Jahre wieder“ (Ulrich Schamoni, 1967)
Ulrich Schamoni nimmt die Nachkriegsgesellschaft in seiner zeitweiligen Wahlheimat Münster aufs Korn. Im Mittelpunkt steht Hans Dieter Schwarze als Werbefuzzi Hannes Lücke, der mit seiner jungen Freundin (Sabine Sinjen
) der Stadt einen Weihnachtsbesuch abstattet. Von seiner Familie lebt er getrennt, kann sich aber zu einer Scheidung nicht wirklich durchringen. Daneben wird viel Alkohol konsumiert, es gibt grässliche Momente zum Fremdschämen, gleichzeitig wirkt das alles beklemmend realistisch. Ein guter Film, aber trotz komischer Momente keine Komödie. Das Ende ist sehr toll.--
"Don't reach out for me," she said "Can't you see I'm drownin' too?"fifteenjugglers
gypsy-tail-windUnd ist das Udo Kiers letzter Auftritt? Auch ein starker Cameo.
Udo Kier wird nach meiner Erinnerung in den Credits genannt, also kein Cameo im engeren Sinn.
Ja, da hast Du recht, er steht im Abspann … er steht auch in der von oben aufgenommenen Karnevals-Massenszene auf der anderen Strassenseite (des Kinos?) und guckt dem Geschehen zu.
--
"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169 – 13.01.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbaKnives out 3 – „My wife left me for someone she met on the Phish forum.“ – „Phish? The Band???“ – „I had no idea.“
--
Don't be fooled by the rocks that I got - I'm still, I'm still Jenny from the blockZuletzt gesehen:

Whale Rider (Regie: Niki Caro – Neuseeland/Deutschland, 2002) 6,5/10
Happy Times (Regie: Michael Mayer – Israel/USA, 2019) 6/10
Dark Stories to Survive the Night (Regie: François Descraques/Guillaume Lubrano – Frankreich/Belgien, 2019) 7/10
Licorice Pizza (Regie: Paul Thomas Anderson – USA, 2021) 7,5/10
Swan Song (Regie: Todd Stephens – USA, 2021) 8/10
The Limits of Control (Regie: Jim Jarmusch – USA, 2009) 7,5/10
Ulysses: A Dark Odyssey (Regie: Federico Alotto – Italien, 2018) 4/10
Nikita (Regie: Luc Besson – Frankreich/Italien, 1990) 7/10
Sorgenfri (Regie: Bo Mikkelson – Dänemark, 2015) 6/10Udo Kiers letzter Auftritt mag in O Agente Secreto stattfinden, seinen Schwanengesang stimmt er jedoch in, ja, genau, Swan Song von Todd Stephens an. Endlich darf er nicht nur mal wieder in einer Hauptrolle glänzen, der ganze Film kreist ausschließlich um Udo Kier – obwohl die Geschichte eines anderen Mannes erzählt wird: Pat Pitsenbarger, dem „Liberace von Sandusky“. Beide sind Übriggebliebene einer vergangenen Epoche, beide wirken im heutigen Kontext etwas deplatziert, beide thronen exzentrisch, doch würdevoll, über dem Zeitgeist. Beautiful.
--
Come with uncle and hear all proper! Hear angel trumpets and devil trombones. You are invited.@Lümmel
Was sind deine Streaming-Dienste? Ich nehme an, über Prime und Netflix kann man die nicht alle sehen?
--
when there's nothing left to burn, you have to set yourself on fireMeine Freundin hat Prime, Netflix und Magenta. Ich habe hier nur Blu-rays, DVDs und VHS. Welchen willst du denn sehen?
--
Come with uncle and hear all proper! Hear angel trumpets and devil trombones. You are invited.Von den zuletzt genannten am dringendsten Swan Song.
Ansonsten die schrägen Sachen, die du immer wieder mal nennst..Ist natürlich praktisch, wenn du zu Netflix & Chill nicht auf den eigenen Account angewiesen bist
Wie groß ist deine Filmsammlung?
VHS habe ich schon ewig nicht mehr.--
when there's nothing left to burn, you have to set yourself on fireSwan Song gibt es bei Prime.
Meine Filmsammlung umfasst im Moment ca. 3000 Filme.
--
Come with uncle and hear all proper! Hear angel trumpets and devil trombones. You are invited.Wow, Respekt!
Danke für den Hinweis, habe Swan Song auf meine Watchlist gesetzt.Dadurch dass ich die meisten Filme nur einmal gucke, kaufe ich nicht so viele.
zuletzt geändert von mozza
Bei Alben ist das anders. Da lohnt sich ein Kauf mehr, da ich die meisten mehrmals höre, manche immer wieder.
Und auf Vinyl ist der Klang natürlich noch mal ganz anders als im Stream.--
when there's nothing left to burn, you have to set yourself on fireFilme sollte man grundsätzlich nur auf Vinyl kaufen.
--
Come with uncle and hear all proper! Hear angel trumpets and devil trombones. You are invited.pfingstluemmelFilme sollte man grundsätzlich nur auf Vinyl kaufen.
VHS?
--
when there's nothing left to burn, you have to set yourself on fireImmer wieder mal gerne und bei Prime nur noch kurze Zeit verfügbar:
Die 12 Geschworenen (12 Angry Men, Sidney Lumet, 1957) *****
Ein brillanter Film über Gerechtigkeit und menschliche Vorurteile. Hervorragend besetztes Kammerspiel … und der geniale Henry Fonda schießt hier mal mit Worten, die Zweifel sähen.
Nach Ein Haufen toller Hunde (The Hill) für mich der zweitbeste Film von Lumet.
--
Das Leben als Pensionär ist einfach nur geil! -
Schlagwörter: cinéphilie, Film, Kino, Tagebuch
Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.