2018: Jazzgigs, -konzerte & -festivals

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  • #10353727  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    aquoiboniste

    Registriert seit: 25.01.2010

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    Ist zwar noch etwas früh, aber … ich plane, hierhin zu fahren:

    artacts’18 (9.-11. März 2018)

    We are happy to announce the following artists to perform at our festival …

    Thomas Berghammer, Neil Charles, Stephen Davies, Dieb13, Trevor Dunn, Elisabeth Flunger, Clementine Gasser, Jakob Gnigler, Frank Gratkowski, Elisabeth Harnik, Alexander Hawkins, Steve Heather, Terrie Hessels, Kalle Kalima, Didi Kern, Martin Mallaun, Andrea Massaria, Elaine Mitchener, Melvyn Poore, Mette Rasmussen, Jasper Stadhouders, Oliver Steidle, Ken Vandermark, Alessandro Vicard, Joe Williamson, Nate Wooley, …

    Also we proudly announce the first performance of Ken Vandermark’s new tentet Entr´acte at artacts’18!

    http://www.artacts.at/

    Und gleich die Woche darauf gibt es in Zürich das erste Taktlos der neuen Ära:

    taktlos – Programm 2018 (15.-17. März 2018)

    Donnerstag, 15. März 2018 – 20.00 Uhr, Kanzlei Turnhalle, Zürich
    La Berge Dramm – Pace – Frey
    Matana Roberts
    Steamboat Switzerland

    Freitag, 16. März 2018 – 20.00 Uhr, Kanzlei Turnhalle, Zürich
    Ensemble Of Nomads
    Radian

    22.30 Uhr, Kino Xenix, Zürich
    Diamanda La Berge Dramm
    Visual Bassic

    Samstag, 17. März 2018 – 20.00 Uhr, Kanzlei Turnhalle, Zürich
    Hyper Fuzz
    Roberts – Hawkins – Niggli

    22.30 Uhr, Cafe/Restaurant Volkshaus, Zürich
    Kœnig
    Skyjack

    kuratiert von Lucas Niggli

    http://taktlos18.wixsite.com/taktlos

    Das Trio Matana Roberts/Alexander Hawkins/Lucas Niggli ist gesetzt, ob Roberts am ersten Abend solo Auftritt (wie der Flyer suggeriert) oder mit den anderen zusammenspielt (so sieht es auf der Website aus) weiss ich nicht … der Donnerstag wäre aber der zweite (bzw. erste) Abend, der mich auch noch interessieren dürfte, auch wegen Steamboat Switzerland, die ich tatsächlich noch nie live gehört habe.

    --

    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #88: Blue Note Records: Die frühen Jahre, Teil 2: Hot Jazz, 1943-46 - 22.6., 22:30; #89: Blue Note Records: Die frühen Jahre, Teil 3: Swing, 1941-52 - tba; #90: Blue Note Records: Die frühen Jahre, Teil 4: New Orleans Revival, 1949-55 - tba | Slow Drive to South Africa, #5: tba | No Problem Saloon, #11: tbd | Konzertkritiken und mehr: ubu's notizen
    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #10353729  | PERMALINK

    ford-prefect
    Feeling all right in the noise and the light

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 5,616

    gypsy-tail-windIst zwar noch etwas früh, aber … ich plane, hierhin zu fahren:
    artacts’18 (9.-11. März 2018)

    Und gleich die Woche darauf gibt es in Zürich das erste Taktlos der neuen Ära:
    taktlos – Programm 2018 (15.-17. März 2018)

    Du Hedonist, du ;-)

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    If you know the words please sing along
    #10353909  | PERMALINK

    napoleon-dynamite
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    Am 2.2. spielen Roscoe Mitchell und George Lewis in Berlin auf dem CTM Festival.

    --

    "Coltrane is definitely one of my favourite musicians. Her husband John is also high on the list."
    #10353943  | PERMALINK

    atom
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    napoleon-dynamiteAm 2.2. spielen Roscoe Mitchell und George Lewis in Berlin auf dem CTM Festival.

    Prima, das plane ich ein!

    --

    read it in a book or write it in a letter
    #10355219  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    aquoiboniste

    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 45,266

    Das artacts’18 Programm ist ja schon komplett draussen, hatte ich übersehen – bei den Nachmittagen scheint noch was zu fehlen, da steht jeweils vor den ersten Sets („followed by“, d.h. es könnte noch was davor geben, letztes Jahr gab es wohl auch jeweils zwei kürzere Konzerte am Nachmittag):
     
    Freitag, 09. März ‘18

    ab 19.00 h

    Flunger / Berghammer / Vicard / Gnigler
    Elisabeth Flunger – percussion / Thomas Berghammer – trumpet / Alessandro Vicard – double bass / Jakob Gnigler – saxophon

    Branch/Rempis/Håker-Flaten/Østvang
    Jaimie Branch – trumpet / Dave Rempis – reeds / Ingebrigt Håker-Flaten – double bass / Tollef Østvang – drums

    Clementine Gasser / Andrea Massaria
    Clementine Gasser – cello / Andrea Massaria – guitar

    Shelter
    Ken Vandermark – reeds / Steve Heather – drums & crackle box / Nate Wooley – trumpet / Jasper Stadhouders – electric bass & guitar
     
    Samstag, 10. März ‘18

    Mette Rasmussen solo
    Mette Rasmussen – saxophone

    ab 19:00 h

    Harnik / Mallaun / Poore
    Elisabeth Harnik – piano / Martin Mallaun – zither / Melvyn Poore – tuba

    Silva / Anker / Sandell / Zetterberg / Fält
    Susana Santos Silva – trumpet/flugelhorn / Lotte Anker – tenor/soprano saxes / Sten Sandell – piano / Torbjörn Zetterberg – double bass / Jon Fält – drums

    Oliwood
    Frank Gratkowski – reeds / Kalle Kalima – guitar / Oli Steidle – drums, composition / Trevor Dunn – double bass
     
    Sonntag, 11. März ‘18

    Dieb 13 / Didi Kern
    Dieb 13 – turntables / Didi Kern – percussion

    ab 19.00 h

    Alexander Hawkins / Elaine Mitchener Quartet
    Neil Charles – double bass / Stephen Davis – drums / Alexander Hawkins – piano, compositions / Elaine Mitchener – voice

    Castello / Duthoit / Agnel
    Angelica Castello – paetzold, tapes, electronic / Isabelle Duthoit – clarinet, voice / Sophie Agnel – piano

    Ken Vandermark’s Entr’acte
    Dieb13 – turntables / Elisabeth Harnik – piano / Steve Heather – drums / Terrie Hessels – guitar, Didi Kern – drums / Mette Rasmussen – reeds / Jasper Stadhouders – electric bass, guitar / Ken Vandermark – reeds / Joe Williamson – bass / Nate Wooley – trumpet

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    #10373411  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Julian Lage Trio – Moods, Zürich – 11. Januar 2018

    Julian Lage (g), Jorge Roeder (b), Eric Doob (d)

    Ein phänomenaler Auftakt ins Jazz-Konzertjahr gestern (nach zwei Opern, heute Abend folgt das erste klassische Konzert) … schon im ersten Stücke dachte ich, Julian Lage könne rein technisch gesehen wohl schlicht alles. Das grossartige ist aber, dass er seine Virtuosität stets im Dienst der Melodie einsetzt, dass es nie zu unmusikalischen Spielereien kommt, auch nicht wenn er seine Finger so schnell über das Griffbrett und die Saiten rasen lässt, dass man sie kaum noch sehen kann. Die Musik des phantastisch abgestimmten Trios wandert hin und her zwischen Jazz, Blues, Folk, Country, es gibt poppige Grooves und Changes, aber während diese sich auf dem Album („Arclight“, Mack Avenue, 2016) manchmal etwas rasch erschöpfen, auch weil dort alles kurz und präzis bleibt (was den poppigen Charakter stärkt, mit dem Vibraphon, das Kenny Wollesen via Overdubs da und dort ergänzt hat, geht das auch mal ein wenig in Richtung Lounge – aber stets mit grösstem Charme), schliessen im Konzert an die Themenpräsentationen weite solistische Bögen an. Auch wird mit dem Material oft etwas gespielt, es gibt mehrere Durchgänge, in denen etwas aufgebaut wird, das sich dann in den Soli entlädt. Lages Spielfreude ist zugleich total gelassen und von beeindruckendem Ideenreichtum – manchmal dachte ich in der Tat kurz an Sonny Rollins, auch wenn Lage in mancher Hinsicht viel geschmeidiger und wendiger ist, wobei Rollins in seiner Kantigkeit ja grösste Eleganz an den Tag legt (das gehört ja gerade zum Faszinosum). Jedenfalls nahmen die Soli manchmal schier unfassbare Formen an – und Roeder/Doob waren durchaus in der Lage, mitzugehen und einige Male anzusetzen und den Faden auf ihre Weise fortzuspinnen. Das erste Set dauerte wohl eine knappe Dreiviertelstunde, dann riss Lage eine Saite (das Hi-Hat war auch schon früh im ersten Set kaputt) und das letzte geplante Stück wurde auf nach der Pause verlegt. Am Ende gab es eine Standing Ovation – kann mich nicht erinnern, das im Jazzclub schon erlebt zu haben. Dieser war überdies voll, schon vor Türöffnung gab es eine lange Schlange (was auch mit dem Artikel zu tun haben mag, der vorgestern in der NZZ erschien). Auch die bleichen Nachwuchsjazzer von der Hochschule waren wieder da, mit ihren Wollmützen und Flauschefellchen im Gesicht – so ein Auftritt könnte beim einen oder anderen durchaus zu Veränderungen des Berufswunsches führen, ist also nicht ungefährlich …

    Was mir im Kopf herum ging: woher kommt Lage eigentich? Klar, Jim Hall – aber mit dem anderen Sound, seine Telecaster war wohl nicht direkt in den Verstärker eingesteckt, aber ausser ein paar wenige Male den mittleren Drehknopf betätigte er überhaupt nichts, spielte einfach mit dem altmodischen, leicht angerockten Sound, den das Ding hergab – und auch damit holte er eine ordentliche klangliche Vielfalt heraus. Besonders schön fand ich, wie das ganze Trio mit Dynamik umgehen kann: da kann aus einer sehr lauten, druckvollen, fast schon kathartischen Passage in einem Moment schon das feinste Pianissimo kommen – ohne dass die Spannung abfallen würde. Aber gut, ich dachte sonst vor allem an die ganzen Westküsten-Leute, vielleicht manchmal an Tal Farlow (und am Rand: Barney Kessel), am Rand auch mal an Texas (Herb Ellis), aber vor allem an Leute wie John Pisano, Billy Bean … und vielleicht auch Gabor Szabo und Larry Coryell – quasi die Chico Hamilton-Schule der Jazzgitarre … aber im Gegensatz zu deren hollow body Gitarren spielt Lage eben die Telecaster, wie man sie wohl am ehesten von Bruce Springsteen kennt. Im verlinkten Artikel steht die Geschichte, wie sein Vater dem vierjährigen eine Attrappe nach einem lebensgrossen Poster des Boss hergestellt habe, mit fünf spielte er dann schon, mit acht trat er mit Carlos Santana auf und schon als Teenager gab er Kurse in Stanford – schon ziemlich krass, aber umso schöner, dass er wohl seit spätestens drei, vier Jahren die Kurve gekriegt hat und etwas ziemlich Eigenes schafft. An Bill Frisell mag man auch denken, vor allem wegen des Americana-Stilmixes – aber die Textur von Lages Sound wie auch sein sehr lineares und klares Spiel (das sind dann eben Jim Hall und diese ganze LA-Clique) sind doch wieder völlig anders.

    Auf jeden Fall ein Start nach Mass! Danke nochmal @redbeansandrice, ohne dessen kurze Meldung ich das Konzert gestern wohl wegen überfülltem Terminkalender sausen lassen hätte.

    Die nächsten Jazztermine, allesamt ebenfalls im Moods, sind: Fly (Turner-Grenadier-Ballard), Depart (inzwischen mit Fredy Studer – Om, Koch-Schütz-Studer – am Schlagzeug) mit J-P Bourelly, im Februar dann David Murray (mit Saul Williams), Malcolm Braff und vielleicht Tim Berne (Big Satan, also mit Marc Ducret und Tom Rainey).

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    #10373461  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
    aquoiboniste

    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 45,266

    Fake-Telecaster wohl … gemäss der 2016er CD spielt er Gitarren von Danocaster:
    https://danocaster.com/about

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    #10375115  | PERMALINK

    vorgarten

    Registriert seit: 07.10.2007

    Beiträge: 4,604

    ruf der heimat, jazzkeller69, aufsturz klub, 12.1.2018
    (thomas borgman, as, ss, sopranino, x ; christoph winckel, b; willi kellers, dm, perc; christof thewes, tb).

    die vorzeichen stehen schlecht. petrowsky tritt nicht mehr auf, borgmann ist krank, sein tenor muss generalüberholt werden, auf dem alt versucht er sich erst seit kurzem, kellers hat schlechte laune. das alles erfahre ich beim rauchen vorher. der keller allerdings ist voll. und auf der bühne ist das alles wie weggeblasen. zur gewohnten, ermüdend mäandernden vorrede des klubbesitzers fällt kellers und winckel schon mal ein groove ein, thewes kommentiert ironisch auf der posaune, irgendwann spielen sie alle über den redner hinweg, der seinen text stoisch zu ende bringt. die aus reibung entstehende energie hält das ganze erste set hindurch. ruf der heimat ist ein elektrisches feld, mit stromstößen an vier punkten. es blitzt so hin und her. borgmann auf dem alt ist tatsächlich gewöhnungbedürftig, aber sein motivisches spiel, ohne den gesanglichen, hymnischen ton, verschiebt alles überraschend richtung ornette. den hymnischen part übernimmt thewes, die rhythm section rumpelt und swingt, schlägt wellen, macht pausen. da hebt was ab, ganz schnell. im zweiten set ist das schon eingespielter, die pointen sind sie eigentlich schon losgeworden, daumenklavier, in 80 takten um die welt, kinderlieder mit brüchigen stimmen. aber der schlecht gelaunte kellers (er lächelt von minute 2 an) federt das ding durch den raum, ein merkwürdig idiosynkratischer swing, trotzdem natürlich hinreichend informiert. ich kenne wenig bessere (deutsche) drummer. der ganze abend macht sehr viel spaß. irgendwie ist das kirche und spielplatz in einem. und am ende gehen alle bestimmt gesünder nach hause. ich allerdings fahre mit der s-bahn in die falsche richtung. also noch ein bisschen weiter.

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    #10375187  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    aquoiboniste

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    Schöner Bericht @vorgarten – da wär man gerne dabeigewesen!

    Mein Programm der nächsten Tage – freue mich, soviel guter Jazz war in Zürich in den letzten Monaten nur während Festivals zu kriegen:

    – Fly
    – Depart mit Jean-Paul Bourelly
    – David Murray mit Saul Williams
    – Malcolm Braff u.a. mit Jacques Schwartz-Bart
    – Tim Berne mit Marc Ducret & Tom Rainey

    Dass das nicht alles Lieblingsmusiker von Dir sind, weiss ich … aber: hast Du Bourrelly mal live gesehen?

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    #10375223  | PERMALINK

    vorgarten

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    Beiträge: 4,604

    gypsy-tail-wind
    Dass das nicht alles Lieblingsmusiker von Dir sind, weiss ich … aber: hast Du Bourrelly mal live gesehen?

    ja, im trio mit melvin gibbs (drummer weiß ich nicht mehr), ca. 2005. in der „boom-bop“-phase war ich großer fan, ich mochte die psychedelischen erweiterungen seiner blues-grundformeln sehr; aber live fand ich ihn auch effektreduziert sehr toll.

    murray mit williams wird bestimmt super. und berne, ducret und rainey ist für mich eine derartige horrorversammlung, dass ich es fast schon wieder reizvoll fände, da hinzugehen. ;-)

    --

    #10375249  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

    Beiträge: 6,576

    noch kurz zu dem Lage Bericht: „die Chico Hamilton-Schule der Jazzgitarre“ find ich ziemlich treffend! Woran ich – grad wegen Jim Hall – auch ein bisschen denken musste waren diese Jimmy Giuffre Trios mit Hall – auf irgendeine Art ging diese Americana Jazz Folklore Sache vielleicht wirklich damit los…

    „Auch die bleichen Nachwuchsjazzer von der Hochschule waren wieder da, mit ihren Wollmützen und Flauschefellchen im Gesicht – so ein Auftritt könnte beim einen oder anderen durchaus zu Veränderungen des Berufswunsches führen, ist also nicht ungefährlich …“

    ich weiss nicht genau, wie du das gemeint hast, stimme aber in der Sache voll zu: Was Lage fast allen vergleichbaren „Nachwuchsjazzern“, die ich gesehen hab, meilenweit voraus hat, ist, dass er einfach eine gute Show macht, ohne die Musik dabei auch nur im geringsten zu „komprimittieren“… das sollte einigen von denen zu denken geben…

    die gerissenen Seiten hab ich bei Lage übrigens auch schon auf youtube gesehen, und in unserem Konzert gab es das damals auch…

    --

    .
    #10375297  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
    aquoiboniste

    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 45,266

    Ja klar, Giuffre ist da sicher ein Pionier – aber Lage macht klanglich schon nochmal was anderes, aber es ist ja auch eine andere Zeit. Das mit den Studenten meinte ich halt so, dass das schon entmutigend sein kann, wenn da einer auf der Bühne steht und ein schier endloses technisches Können (das allein!) auch noch mit einem nicht abreissenden Ideenfluss verbindet. Es geht ja, völlig unprätentiös, wirklich bloss um die Musik – die eine kleine Rockergeste mit der rechten Hand nach einem heftigen Griff in die Saiten hatte er übrigens ansatzweise schon drauf, als er mit 9 Jahren bei Santana auftrat – das Gitarrenspiel auch ansatzweise, sein bestes Solo ist das gewiss nicht (ab ca. 1:40, später gibt es noch einen Dialog mit Santana, in dem er sich aber auf kleine Fragmente beschränkt – auch das wohl bereits ein musikalisch recht kluger Entscheid):

    Und hier ein Jahr früher, als er acht Jahre alt war (ca. drei Minuten ab 10:30, schön der Lacher bei 13:02, als er den Beat versemmelt aber die Phrase trotzdem perfekt hinhaut):

    2005 war er dann auch noch bei Marian McParland zu Gast, das sollte dann interessanter sein:

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #88: Blue Note Records: Die frühen Jahre, Teil 2: Hot Jazz, 1943-46 - 22.6., 22:30; #89: Blue Note Records: Die frühen Jahre, Teil 3: Swing, 1941-52 - tba; #90: Blue Note Records: Die frühen Jahre, Teil 4: New Orleans Revival, 1949-55 - tba | Slow Drive to South Africa, #5: tba | No Problem Saloon, #11: tbd | Konzertkritiken und mehr: ubu's notizen
    #10375407  | PERMALINK

    atom
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    @vorgarten: Danke für deinen Bericht. Ich bin zwar oft in Berlin, habe es aber nie zu Ruf Der Heimat geschafft. Am 2.2. bin ich dann aber im HAU, vorher sehe ich mir hier vor Ort das Jesse Davis Quartet an. Ich kenne nichts von Davis, bin aber sehr gespannt.

    --

    read it in a book or write it in a letter
    #10375811  | PERMALINK

    vorgarten

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    atomIch bin zwar oft in Berlin, habe es aber nie zu Ruf Der Heimat geschafft. Am 2.2. bin ich dann aber im HAU, vorher sehe ich mir hier vor Ort das Jesse Davis Quartet an. Ich kenne nichts von Davis, bin aber sehr gespannt.

    ich habe selbst sämtliche auftritte von borgmann seit ca. eineinhalb jahren verpasst. deswegen hat mich der verlauf des abends noch mal mehr begeistert.

    ob ich wirklich zu mitchell & lewis gehe, weiß ich noch nicht. es ist bescheuert, sich diese gelegenheit entgehen zu lassen (und es ist wirklich bei mir quasi vor der haustür), aber ich habe gerade echt angst, meine hochachtung vor musikern durch hüftsteife, aber schon vorab heiliggesprochene auftritte eintrüben zu lassen… es wäre in der tat eher lewis, auf den ich live wirklich mal lust hätte. ich entscheide mal nach tagesform (und melde mich dann noch mal, vielleicht trifft man sich ja dann da.)

    jesse davis kannte ich bis zu deinem post überhaupt nicht. man lernt nie aus.

    --

    #10375825  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
    aquoiboniste

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    Beiträge: 45,266

    Mitchell kann es schon noch bringen … aber ich verstehe die Angst, habe selber durch bewusste Fahrlässigkeit (also: keinen Vorverkauf benutzt, war dann ausverkauft) Archie Shepp verpasst vor ein paar Jahren … war wohl auch besser so, aber im Gegensatz zu Mitchell bin ich da ja schon lange ambivalent.

    Jesse Davis ist ein ordentlicher Hard Bopper … oder überseh ich da was? Ich weiss nicht, wo ich ihn bisher überall gehört habe, u.a. auf einem späten Album von Milt Jackson, aber auch im Radio (mit Roy Hargrove?) – würde mich live nicht besonders reizen, aber wenn es sich grad so kombinieren lässt, würde ich wohl auch hin.

    --

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