Antwort auf: Wilco – Schmilco

#9943077  | PERMALINK

themagneticfield

Registriert seit: 25.04.2003

Beiträge: 34,031

Napoleon Dynamite

XerxesIch höre wie oben erwähnt kein „passables“ Album.

„Schmilco“ hat ein paar Ansätze, die ich richtig gut finde, aber die Tracks bleiben, was Songwriting und Arrangements (eigentlich auch Produktion) betrifft, weitestgehend fragmentiert und skizzenhaft. Etwas, was ich an sich durchaus sehr schätzen kann, das Tweedy aber nicht liegt – er braucht das klanglich und melodisch Ausformulierte. Komisch auch, dass Nels Cline seit geraumer Zeit im Studio keine Akzente mehr setzt, live ist er ja bis heute mit Wilco großartig.

Danke, auch nach wiederholtem Durchlauf höre ich das ähnlich. Und mit Schnipsel in meiner Aussage meinte ich natürlich Skizzen, falsche Wortwahl. Mittlerweile gefällt mir Einiges besser (das Anfangsduo und We Aren’t The World…), vor allem die kleinen Akzente, die die Sologitarre setzt, manchmal auch der Bass, aber vieles bleibt dennoch banal, bruchstückhaft, und wie man sich so etwas wie Common Sense, Locator oder Nope schön hören kann, werde ich wohl nicht mehr rausfinden. Neben If I Ever Was A Child gefällt mir momentan wohl Quarters am besten, welches aber auch daran krankt, dass es, nachdem es im Hintergrund fast ein bisschen Ashes of American Flags-artig quietscht und knarzt und sich diese wunderschöne feine Melodieführung einschleicht, einfach aufhört, an einer Stelle, an der es meiner Meinung nach eben wieder durchstarten müsste. So klingt es dann halt auch nur wie eine Fingerübung, bei der man sich überlegt, ob man sie später zu einem „richtigen“ Song ausformuliert.

--

"Man kann nicht verhindern, dass man verletzt wird, aber man kann mitbestimmen von wem. Was berührt, das bleibt!