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Martin Hall – Red lips, marble eyes (M. Hall); Phasewide, Exit Signs, 2013.
Martin Hall ist sicherlich der ungewöhnlichste Künstler, den ich in dieser Sendung habe. Schon sein Werdegang ist außerordentlich – 2014 feierte der 1963 geborene Hall sein 35jähriges Bühnenjubiläum, und das erklärt sich dadurch, dass er schon als sechzehnjähriger Multiinstrumentalist dänische Rockgeschichte schrieb mit Ballet Mécanique, deren Album „The Icecold Waters of the Egocentric Calculation“ von 1981 als das erste dänische Dark-Wave-Album gerechnet wird. Und überhaupt ein Album war, das richtungsweisend blieb und Inspiration für vieles Folgende. Schnell entwickelte er weitere Talente, begann als Autor zu arbeiten und nahm ein Studium der bildenden Künste auf, sodass er heute als Musiker, Komponist, Sänger und Autor sowie Maler geführt wird. Musikalisch finden wir ihn immer auf der dunklen Seite und dazu auf der des Experiments. Lange Zeit ist seine Musik von Elektronik geprägt, aber seit den 90ern finden immer mehr Elemente der klassischen Musik Eingang. Zu den verwandten Seelen zählen sicherlich Scott Walker, Mark Hollis oder David Sylvian, wobei bekannt ist, dass Hall und Walker sich kennen und schätzen. Aber anders als Walker ist Martin Hall in seiner Musik nie destruktiv, sondern bei aller Exzentrik bemüht, den Zuhörer zu halten und ihm zu geben und nicht von ihm zu fordern. Unverständlich eigentlich, dass sein Bekanntheitsgrad eher klein ist, auch in seinem Heimatland, er allerdings in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Frankreich, Italien und den USA veröffentlicht und dort seine Fanzirkel hat. Aus seinem letzten Soloalbum „Phasewide, Exit Signs” „Red lips, marble eyes“ mit deutlichem New-Orleans-Touch.
http://www.martinhall.com/?lang=da
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Say yes, at least say hello.