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Mr. Badlands
Jetzt kommt der eigentliche Kern: Das Gefallen am Schönen! Dies kann sowohl subjektiv, als auch objektiv sein (im Gegensatz zu den anderen beiden). Das Gefallen am Schönen kann nur subjektiv, sinnlich erfahren werden und gleichzeitig gebärdet es sich objektiv, denn das Schöne gefällt nicht bloß aus privaten Gründen heraus. Erfahre ich einen Song in einer bestimmten Situation (z.B. auf der Autobahn, dem Sonnenuntergang entgegen), dann ist es lediglich „subjektive Sinnlichkeit“. Woher soll ich wissen, dass Dir dieser Song in dieser Situation auch gefällt? Sobald ich jedoch hinter das private Vergnügen schaue, hinter die bestimmte Situation plus Song, dann öffnet sich mir langsam die „wahre Gestalt“ eines Songs. Dann erkenne ich eine objektive Faszination, die „frei“ von bestimmten Situationen ist. Es spielt auch gar keine Rolle, ob wirklich Objektivität vorhanden ist, doch mir MUSS es in diesem Moment so vorkommen.
Müsste man nicht unterteilen können in: nicht schön – weniger schön – schön – sehr schön – am schönsten ?
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