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linnDes Problems zweiter Teil ist, dass diese „Bigger than Life“ Aura, die Musik für uns in den Sechzigern, Siebzigern und vielleicht noch Achtzigern sozialisierte Kameraden hatte und zu Teilen vielleicht noch hat, mit der Entwertung und freien Verfügbarkeit des Kulturguts Musik hops gegangen ist. Die Online-Angebote, Tauschbörsen, Trends und Kicks sind einfach viel zu schnell und vielfach auch zu egal. Natürlich wird es weiter Musikmagazine geben, natürlich besorgen sich die Folgegenerationen weiteer einen Teil ihrer Distinktion über die Identifikation mit musikalischen Subkulturen. Aber den wirklich alt aussehenden (und alt klingenden) Blättern geht´s nicht nur wegen dem insgesamt schrumpfenden Zeitschriftenmarkt sukzessive an den Kragen.
‚Bigger than life‘ – da wird es jetzt doch interessant. Ob es an Download und Tauschbörsen liegt weiß (und glaube) ich nicht, aber anscheinend taugt die Pop-Musik-Kultur eben nicht mehr als Identifikationspunkt für die jüngeren. Jedenfalls nicht mehr so, daß es für jahrelange Star-Fan-Beziehungen reicht. Dazu hat der Pop, den Blätter wie der RS behandelt, seit Grunge und Britpop einfach keine große Bewegung und nichts Neues mehr hervorgebracht. Für die 17, 20 Jährigen ist der Pop heute nur ein Ex&Hopp Produkt wie er eigentlich immer gedacht war.
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~ Mut ist, zu wissen, dass es weh tun kann und es trotzdem zu tun. Dummheit ist dasselbe. Und deswegen ist das Leben so schwer. ~