Re: Der letzte Film, den ich gesehen habe

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deadflowers

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Originally posted by candycolouredclown@2 Mar 2004, 01:47
Und Du glaubst gar nicht, wer ihn trotz japanischen Neorealismus und vielen, vielen Kindern gar nicht mal so übel fand.

Ja, an den Japanern mag ich sehr ihre Zurückhaltung und Distanz.
Das ham die von Mizoguchi über Gosha bis Kitano alle gemeinsam. Und das mag ich am Japanischen Kino.
Würde fast pauschal sagen: Ein Japaner kann keine manierierten und aufgeblasenen Filme drehen! (sicher kamen später einflüsse aus dem Westen…)

Am liebsten mochte ich die Sache mit dem LKW, mit dem Einbeinigen, der rumgemosert hat.
Das war dann mehr der poetische Realismus und hätte auch von Carne sein können ;) ;)

Der weiße Hut des einen Jungen könnte Anwärter für meine „Der Hut im Film“ Bestenliste werden.

Und etwas ärgerlich fand ich nur die „Wer hat geraucht??“ Szene.

Shimizu ist vom ersten Eindruck her besser als Ozu. Ozu ist sehr perfekt (im sehr positiven Sinne!!!! Seine Bildsprache ist sehr klar und wohl die Referenz für detailierten Perfektionismus. Daneben ist alles andere grob!! Und bei Ozu machts dazu noch Sinn*) aber mehr ein Handwerker. „Beehive“ war kein FILM, aber das Werk eines Filmemachers.

Toll auch die Szene wo die Kinder neben dem Zug herrennen…

Und den Bergsteiger mag ich irgendwo auch…:wub:

*Tokyo Monogatari halte ich für ein Meisterwerk voller „innerer“ Kraft. Verstehen sie das nicht immer falsch Herr Napoleon!

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