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Originally posted by Skraggy@1 Mar 2004, 00:32
Ich finde es halt interessant, wenn sich jemand darauf beschränkt, seiner Meinung nach vorhandene Klischees aufzuzählen und sich damit selbst einer klischeehaften Vorgehensweise bedient.
Mir fehlt in Deinem Beitrag die Begründung, warum Du meine „Vorgehensweise“ als klischeehaft empfindest.
Es ist ja durchaus möglich, von der Begründung der Ablehnung bestimmter Darstellungsweisen auf möglicherweise sinnvollere Alternativen zu schließen. Mir fehlte in Deinem Beitrag einfach die Begründung, warum Du bestimmte Inszenierungen als klischeehaft bzw. als negativ empfindest.
Das Klischeehafte wollte ich verdeutlichen um zu begründen, warum mir der Film u.a. nicht gefällt. Dies war also schon eine Begründung. Okay, du verlangst die Begründung der Begründung.
Das fällt mir schon schwerer. Machs mir einfach und gehe auf meinen Beitrag mir widersprechend ein. Eine Diskussion ist oft besser als mühseliges Begründungen einfordern, meistens.
Gut, ich sehe, ein bisschen tatest du das bereits:
ja, es wirkt so, als ob Furlongs Figur nie wirklich daran glaubte. Aber die Art wie diese Glaubenswandel in dem Film geschehen, ist für mich unglaublich oberflächlich. Es geht so schnell. Nicht nur im Falle von Furlong. Norton war so überzeugt von der Sache, dass er sich ein Hakenkreuz auf die Brust tätowieren ließ, so überzeugt, dass er sogar einen Menschen tötete und da braucht er nur mal auf einen Schwarzen treffen, der eins, zwei gute Witze macht und schon ist er bekehrt. Natürlich muss er noch mal kurz heulen, aber dann ist er auch schon der intelligente, vorbildliche junge Mann, der er eigentlich immer hätte sein können.
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