Re: Heavy Metal shuffelt nicht!

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prince-kajuku

Registriert seit: 10.07.2002

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Ach ist das herrlich zu lesen daß Du, Buddy, im „Alter“ auf den metallischen Gedanken gekommen bist. Ich höre in der Regel dass es andersherum läuft und hochnotpeinlich der Konsum dieser Musik als Relikt der Jugend von sich gewiesen wird. Klar, wenn es einem nicht mehr gefällt, kein Ding.
Mich fasziniert die harte Musik seit meiner Jugend mit immer noch steigender Begeisterung. Nicht ausschliesslich aber stetig.

Empfehlungen auszusprechen ist schwierig, gibt es doch in der Metalszene wie in kaum einer anderen Musikrichtung ein stark ausgeprägtes Schubladendenken. Letztlich gibt es jedoch nur gut oder schlecht und da scheiden sich die Geister wie immer.

Ich möchte Dir deshalb einfach mal 5 Alben die mich längerfristig begeistern konnten vorschlagen:

Virgin Steele – Age Of Consent (1988)
Harter US-Metal mit Melodie und Herz (Melodic Metal). Schnelle Uptemponummern im Wechsel mit zuckersüßen Balladen.

Metal Church – Metal Church (1984)
Knallharter, sehr präziser US-Metal. Die ersten beiden Songs gehören zum feinsten der Branche. Wird oft in den Thrash Topf geworfen, für mich aber einer der Referenzscheiben wenn es um das Genre Heavy Metal geht.

Riot – The Privilege Of Power (1990)
Natürlich hadere ich mit mir ob ich Dir von den US Metallern Riot nun diese Scheibe oder Thundersteel oder Fire Down Under, oder oder oder empfehlen soll. Tatsache ist dass die Band mit vorliegender Platte ein Meisterwerk geschaffen hat. Die Songs werden hier und da durch hörspielartige Einblendungen miteinander verbunden und wir hören nebst unterschiedlichen Songstrukturen die Verwendung von Bläsern und asiatischen Klängen. Aber bitte nicht falsch verstehen, es handelt sich nicht um Prog-Metal sondern um grundsoliden Heavy Metal.

Warrant – The Enforcer (1985)
Die Düsseldorfer Thrasher auf Ihrem kurzen Höhepunkt. Die Scheibe ist mit etwas Glück noch für 20-50€ zu kriegen, meist auf Vinyl. Knackiger Teutonenhochgeschwindigkeitsmetall vom feinsten, sauber produziert und ohne jegliches Brimborium direkt auf die zwölf…damals auch Speed-Metal genannt. Reinhören und wegblasen lassen.

Spellbound Dazzle – Unreal Fairy Tales (2011)
Um in die Gegenwart zurückzukehren…meine Rezension der tollen Scheibe liest Du Dir am besten hier durch. Sehr empfehlenswert (das Album), höre ich auch heute noch sehr gern. Die Band hatte leider keinen nennenswerten Erolg oder Durchbruch damit was aber ja noch kommen kann…

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So mister D. J. ...play just one for me. You know the one...with the crashin' and the screams.[/FONT][/FONT]