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Wolfgang DoebelingKein Faden. Ein Strick. Ein knüppeldicker, kulturabschnürender, roter Strick.
Diese Symbolik kommt bei mir unterschwellig wie fast ‚wütend‘, wenn nicht sogar ‚zornig‘ gemeint an. Aber verfehlt !
Vor allem, sollte sie in Bezug auf J.Hentschel’s Mahnung an auch langzeitige RS-Leser verstanden werden – ‚man solle lieber gut aufpassen, sich den sooft beschworenen ‚alten Stone‘ zurückzuwünschen‘.
Solch negierende Distanzierung (im eigenen Haus! ) von sämtlichen RS‘ seit den 1990’ern, missfällt reichlich unrühmlich und äusserst ‚grenzwertig‘. Fast tut es einem etwas weh. Denn selbstverständlich enthielt der ‚alte Stone‘ in seinen Zeiten ebenso gute und taugliche Qualitäten, wie der scheinbar ’neue‘ heutzutage.
Der „kulturabschnürende Strick“ taugt daher um keinen noch so alten Hals gelegt, weil es kulturell zwischen gestern und morgen weiterhin nichts abzuwürgen gibt. Schon garnicht, seit es den deutschsprachigen RS gibt.
Auch neuzeitlicher ‚Revoluzzer‘ war und bleibt hier niemand, der zuweilen (schon garnicht unberechtigt) stinkig und skeptisch gegenüber der aufgehalsten Schlinge des ‚Springer-Verlags‘ drauf ist, seit sie sich der RS selbst umlegte:wave:
Umso cooler sollte auf Fragen nach dem „roten Faden“ reagiert werden.
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