Startseite › Foren › An die Redaktion: Kritik, Fragen, Korrekturen › Das aktuelle Heft: Lob und Tadel › ROLLING STONE April 2011 › Re: ROLLING STONE April 2011
Torsten GroßGrundsätzlich nicht unbedingt, aber in diesen beiden Fällen halte ich einen direkten Zugang schon für zwingend. Weil man ja sonst bei den Strokes nur weiter mutmaßen könnte, wie man es die letzten Jahre schon getan hat und es ja auch bei Radiohead vor allem interessant wäre, wie und wo die Band sich und ihre Strategien der letzten Jahre sieht. Insbesondere im zweiten Fall weiß man ja wirklich nichts, außer, dass es neue Musik gibt. Da wüsste ich nicht, was man über eine Rezension hinaus schreiben sollte …
Danke!
Ich nehme das hier mal als Aufhänger, weil ich gerade die Maiausgabe des ME lese – mit einer Radiohead-Geschichte von Arno Frank, die ich sehr gelungen finde. Und ich frage mich, warum ein solches Essay nicht im RS stehen kann. Arno Frank beweist jedenfalls, dass es eine Menge über diese Band zu sagen gibt, das „über eine Rezension hinaus“ geht.
So geht es mir mit dem ganzen Heft: Da finde ich eine Fülle von guten, originellen Themen, die klug durchdacht und engagiert geschrieben sind. Neben Radiohead möchte ich besonders Jonathan Fischers Artikel über die Rapper in Ägypten und Tunesien hervorheben. Und wenn ich die Wahl habe zwischen einem Interview mit Grönemeyer und Regener/Vogel, so lese ich dann doch lieber letzteres.
Will sagen: ich fühle mich dem ME zur Zeit viel näher als dem RS – das Aprilheft habe ich erstmal links liegen gelassen als es kam, wogegen mich die Artikel des ME regelrecht anspringen. Selbst eine Band wie Ja Panik, für die ich mich bisher nicht interessierte, vermag mir Stephan Rehm nahezubringen.
Tut mir Leid, dass ich nicht so viel Gutes über die April-Ausgabe des RS sagen kann. Ja, ich finde auch das die Themen Guttenberg und Wikileaks schon durch waren bzw. die Artikel darüber für mich nichts Neues bzw. Vertiefendes darstellen.
Vielleicht es das Zufall und die Maiausgabe des RS gibt es ja noch gar nicht. Aber ich muss sagen, dass die Kollegen des ME im Moment das bessere Händchen haben, Themen aufzugreifen, die mich interessieren.
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When I hear music, I fear no danger. I am invulnerable. I see no foe. I am related to the earliest time, and to the latest. Henry David Thoreau, Journals (1857)