Startseite › Foren › An die Redaktion: Kritik, Fragen, Korrekturen › Das aktuelle Heft: Lob und Tadel › ROLLING STONE April 2011 › Re: ROLLING STONE April 2011
MikkoMit meinem Leben hat diese Serie auch nichts zu tun. Das haben aber 90% aller anderen TV-Serien und Kinofilme auch nicht. Ich fühle mich durch die Serie bestens unterhalten, und dabei lebe ich noch nicht mal im Süden der USA und kann also Anspielungen und Seitenhiebe zum dortigen Alltag kaum nachvollziehen.
Sorry, aber diese fragwürdige RTL-Schönrednerei geht mir dann zu weit, wenn zum rechtfertigenden Alibi sogar behauptet wird, 90% a l l e r TV-Serien und sogar ‚Kinofilme‘ (!!) hätten nichts mit dem ‚realen Leben‘ zu tun. Schon Willander’s Lob im aktuellen RS über die „wunderbare“ Sat.1-Serie ‚Danni Lowinski‘ verwunderte mich erheblich.
Woher und warum nur diese plötzliche Bigotterie gegenüber diesen ‚private-TV’s‘, die wegen ihrer dauernden und abstossenden ‚Werbe-Clip-Unterbrechungen‘ sowieso total nerven ? Und wer rühmt sich nicht alles immer wieder im RS-Forum (entspr. „wir-sehen-plasma-threads“), sich Zeit nehmend für diese ‚Sender‘ zu schade zu sein.
Durchaus gibt es qualitative TV-Serien wie z.b. ‚In Treatment/Der Therapeut‘ – allerdings auf 3SAT, die eben nicht nur „bestens unterhalten“. Oder ist sowas etwa zu ‚düster‘, weil man doch lieber weg von der bitteren Realität abgelenkt unterhalten werden will ?
Ganz zu schweigen von der abenteuerlichen These, 90% aller Kinofilme hätten mit dem ‚realen Leben‘
und seinen mannigfachen Konflikten nichts gemein, sondern widmeten sich allein oberflächer Unterhaltung.
Manchmal, oder besser, immer mehr, kommt man aus dem Staunen nicht heraus:roll:.
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