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Voksne Mennesker, (Dark Horse), 2005, Dagur Kári
„Dark Horse“ ist die Geschichte des jungen Aussteigers Daniel (Jakob Cedergren) der sich der Gesellschaft komplett verweigert, (er besitzt noch nicht einmal ein Bankkonto, da er fürchtet dadurch vom „System“ kontrolliert zu werden). Von Tag zu Tag zieht er mit seinen Freunden durch die Gegend ( in wunderschönen Bildern von Kameramann Manuel Alberto Claro eingefangen, welche trotz ihres Schwarz/weiss nie in das Klischee des Spröden abgleiten, sondern eher eine wunderliche Poesie verströmen) und verdient sich seinen Lebensinhalt damit Liebeswerbungen an Häuserwände zu sprühen. Sein Slackerleben gerät allerdings aus den Fugen als er sich selber verliebt, als er weiter fantasiert ob das Modell „Familie“ auch für ihn eine Option sein könnte, und er vielleicht selber einmal in einem System gefangen sein könnte.
„Dark Horse“ ist ein Werk welches viele Spekulationen zulässt, ist es eine Kritik an den Zwängen des modernen Lebens, oder eher das Porträt eines Sonderlings, dessen Aussenseitertum/schräge Weltsicht eventuell sogar auf Drogenkonsum oder einer psychischen Erkrankung beruht? Oder einfach ein Film in dessen wunderschönen Bildern man sich verlieren kann, der gar nicht in dem Maße erklärt werden möchte?
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Man hatte uns als Kindern das Ende der Welt versprochen, und dann bekamen wir es nicht.