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Anonym
Registriert seit: 01.01.1970
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topsLächerlicher noch als „Indie“.
Mann, tops, manchmal kannst Du echt ein Kleingeist sein.
Aber egal – Themawechsel:
SVM, was die Debatte über E- und U-Musik betrifft oder über die Komplexität von Klassik im Vergleich zu Pop: Dieses Gegeneinander-Ausspielen, dieses Dies-ist-weniger-wert-jenes-ist-mehr-wert führt wirklich nirgendwohin.
Es gibt ja auch Leute, die behaupten, Jazz sei der Klassik turmhoch überlegen, denn klassische Musiker könnten nicht improvisieren, das seien nur Reproduzier-Äffchen (Miles Davis hat derlei Stuss auch verbraten).
Es ist so rum wie andersrum einfach nicht richtig. Pop und Klassik gehorchen vollkommen verschiedenen ästhetischen Konzepten, Logiken, Herangehensweisen – wie willst Du die Überlegenheit des einen über das andere begründen?
Damit, dass eine Sinfonie mehr Noten hat? Na, was soll’s – ELPs Pictures at an Exhibition hat mehr Noten als England made me von Black Box Recorder. Sagt das irgendetwas über Qualität aus?
Damit, dass ein klassischer Komponist mehr kompositorische Grundregeln, handwerkliche Kniffe und Regularien verinnerlicht haben muss als ein Popkomponist? Da bin ich mir erstens nicht so sicher, und zweitens – na und?
Damit, dass bei einer Sinfonie mehr Instrumente zusammenwirken? Ja, und? Ist dann ein Popsong mit Streicher-Arrangement besser als einer ohne, und ein Popsong mit Band besser als ein im Duo gespielter?
Es haut wirklich nicht im geringsten hin, SVM. Klassische Musik finde ich im Übrigen super, zumindest die gute.
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