Re: Queen + Paul Rodgers: The Cosmos Rocks

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dennis-blandford
Jaggerized

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Nach einigen, ausschließlich im Pkw erfolgten, Durchläufen komme ich zum Entschluss, dass knapp 50 v.H. der Scheibe nach Freddie kreischen (nicht nur schreien). Die Aussage man könne u. solle nicht vergleichen stimmt einfach nicht, C-lebrity wäre das „I want it all“ des Millenium wenn Fred anstatt Paul den nötigen Hohn u. Spott gegen die 20 jährigen Superstars gerichtet hätte, schön garniert mit einigen „uuhs“, „beauties out there“ u. „darlings“.

Nein, die Platte zeigt mir schmerzhaft, was da eigentlich im November 1991 passiert ist, als jemand starb, der einem -wie selbstverständlich- die ganze Jugend begleitet hat, wie ein alter Bekannter. Bei dem man schmunzeln mußte u. gnadenlos die Luftgitarre bediente zu Songs die zwar immer Mainstream waren sich aber doch irgendwie von diesem abhoben.

Nur kurz die Songs die ich überhaupt für diskussionswürdig halte:

Cosmos Rockin‘: Das RnR Muster zum 1.000 Mal. Nicht gerade eine innovative Idee, der Queen Chor am Ende weckt natürlich Erinnerungen an die späten Siebziger. Freds Stimme fehlt.

Time To Shine: fängt groß an (inkl. BC Pianolauf), passt auch zu Rodgers, die bridge + Refrain versacken aber im Nichts. Trotzdem eine bessere Aufnahme mit Rodgers

Small: nett

Warboys: ein wirklich gutes Stück. Erinnert vom Drumtackt her eher an „Gimme the prize“. Mays Gitarre macht mächtig Lärm u. Rodgers kann den Song so singen, dass man es ihm abnimmt.

Call Me: erst dachte ich „furchtbar“, dann „naja“. Die Strophen sind von Rodgers gut interpretiert u. Taylor dominiert den Chor. Super schlicht, klingt wie eine bahnbrechende Idee aus den Siebzigern. Erinnerungen an „Crazy little thing“ natürlich absolut gewollt. Zum Schluss lachen alle, man ist sich der Kuriosität des Stücks scheinbar bewußt.:-)

Some Things That Glitter: ja, schon langweilig irgendwie. Rodgers inhaliert zu viele solcher Stücke. Bekanntlich konnten er u. Ralphs auf den BC Alben den Spannungsbogen auch nie wirklich konstant oben halten. Leider.

C-lebrity: mit Abstand bester Song. Wie gesagt, mit Fred ein sicherer Späthit für Queen. Alles da, was das Queen Herz begehrt. Rodgers ist hier nicht wirklich schlecht. Sein Humor wird leider nur extrem steif transportiert, Fred hätte sich hier in der Dummheit der Antistars gesuhlt.

Say It’s Not True: Nein, das ist haarschaf an Caprendale meets den späten Chris de Burgh vorbei. So etwas verstehe ich nicht.

Surf’s Up… School’s Out: mit Fred vielleicht erträglich, so jedoch extrem zerstückelt u. unharmonisch, ja sogar fast unpassend.

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"And everything I know is what I need to know and everything I do's been done before."